Marvels Heiliger Gral: Darum geht es in der Dark Phoenix Saga
Kurz vor dem wahrscheinlichen Ende ihrer Superhelden-Reihe wagen sich die Fox Studios an den Heiligen Gral der X-Men Comics: die Dark Phoenix Saga. Die Geschichte um Supermutantin Jean Grey und die geheimnisvolle Phoenix Force gilt als einer der wichtigsten Comics im Marvel-Universum. Wir verraten euch die Details.
Wenn es um die wichtigsten Superhelden-Stories der vergangenen Jahrzehnte geht, ist sie ganz vorne mit dabei: die Dark Phoenix Saga. 1980 erschienen wurde sie schnell zu einer der zentralen Geschichten um die X-Men. Aber warum eigentlich? In den Comics kommt die Mutantin Jean Grey im Weltraum zum ersten Mal mit ihrer Kraft als Phoenix in Berührung. Nachdem sie von einer Sonneneruption getroffen wird, verwandelt sie sich kurzfristig in ein Wesen aus puren Gedanken und entdeckt so ihr ultimatives Potenzial. Sie kehrt als Phoenix auf die Erde zurück, wo sie die Aufmerksamkeit des Hellfire Clubs auf sich zieht, einer Gruppe böser Mutanten, die Jean und ihre Kräfte nutzen wollen. Besonders der Mutant Mastermind hat es auf sie abgesehen, und mit subtiler Manipulation schafft er es, Jean auf seine Seite zu ziehen. Als er vorgibt, Jeans große Liebe Scott Summers alias Cyclops zu töten, entfaltet Jean in ihrer Wut die ultimativen Kräfte des Phoenix. Sie treibt Mastermind in den Wahnsinn und flieht als Dark Phoenix in den Weltraum. Dort vernichtet sie eine Sonne und mit ihr eine ganze Zivilisation.
Das zieht die Aufmerksamkeit der Shi'ar auf sich, einer Alienrasse, die verhindern will, dass Dark Phoenix weitere Sterne vernichtet.
Quelle: © Marvel.com
X-Men: Dark Phoenix: Dark Phoenix im Comic
Zusammen mit den Kree und den Skrulls verfolgen sie Dark Phoenix, die Schutz auf der Erde und bei den X-Men sucht. Die X-Men beschließen, Jean Grey nicht so einfach aufzugeben und fordern die Shi'ar zum Duell heraus, nachdem Professor Xavier dafür gesorgt hat, dass Jean ihre Phoenix-Kräfte wieder unter Kontrolle bekommt. Doch als Cyclops erneut droht zu sterben, bricht der Dark Phoenix wieder hervor. Bevor Jean endgültig die Kontrolle über ihre Kräfte verliert beschließt sie, sich zu opfern. Sie aktiviert eine alte Waffe der Kree, verabschiedet sich von ihrem Ehemann Scott Summers und stirbt.
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Nicht nur aufgrund ihrer emotionalen Geschichte, der spannenden Entwicklung von Jean Grey zum Phoenix und dann zum Dark Phoenix und den Taten, die sie begeht, gilt die Dark Phoenix Saga als ein Meilenstein der Marvel Comics. Neben Spider-Mans erster Freundin Gwen Stacy war Jean Grey auch einer der Charaktere im Marvel-Universum, die nach ihrem Tod nicht mehr zurückkommen sollten. Für den damaligen Marvel-Chefredakteur Jim Shooter waren die Verbrechen von Dark Phoenix so schlimm, dass Jean Grey nur dann zurückkommen durfte, wenn Zeichner und Autoren eine Möglichkeit fanden, sie davon freizusprechen.
Quelle: Marvel
X-Men: Dark Phoenix: Im Film wird die Rolle von Jean Grey von Game of Thrones Star Sophie Turner dargestellt
Spannend dabei ist, dass es ursprünglich gar nicht geplant war, Jean sterben zu lassen. Eigentlich sollte Dark Phoenix zu einem wiederkehrenden Gegner der X-Men werden. Das ursprünglich geplante Ende der Saga erschien 1984 zum ersten Mal im Comic Phoenix: The Untold Story.
Trotzdem war es nur eine Frage der Zeit, bis Jean Grey wieder ins Marvel Universum zurückkehrte. Der Trick war, dass die Kräfte, die Jean bei ihrem Ausflug ins All bekam, ein Eigenleben entwickelten. Aus einer Sonneneruption wurde die Phoenix Force, eine kosmische Kraft, unsterblich und unzerstörbar, die die Fähigkeit hat, sich mit anderen Lebewesen zu verbinden und die so zum eigentlichen Motor hinter Jeans Wahnsinn wurde. Immer wieder zieht es die Phoenix Force zu Jean und den X-Men. Denn Jean ist es, die der uralten kosmischen Kraft zum ersten Mal so etwas wie menschliche Emotionen gezeigt hat.
X-Men: Dark Phoenix: Phoenix im Kino
Kinogänger dürften Phoenix vor allem aus dem X-Men-Film X-Men: Der letzte Widerstand kennen. Der Film übernimmt bestimmte Details aus der Saga, strickt sie aber in eine eigene Geschichte um. Bei den Comic-Fans sorgte diese Version für gemischte Reaktionen. Ihren nächsten Kinoauftritt hatte die Dark Phoenix Saga im Film X-Men: Apokalypse, in dem Jeans Phoenix-Kräfte angedeutet werden, und der direkt in X-Men: Dark Phoenix überleiten soll.
Ob es der neueste und wohl letzte X-Men-Film der Fox Studios schafft, mehr aus Jean Grey und dem Phoenix herauszuholen, ist dabei die große Frage. Zwar soll der neueste X-Men-Film näher an der Comicvorlage sein - unter anderem tauchen die Shi'ar auf und auch die Beziehung zwischen Jean und Scott soll eine wichtige Rolle spielen - die Reaktion der Fans auf die bisher erschienenen Trailer ist aber eher mau.
X-Men: Dark Phoenix, der am 7. Juni in die Kinos kommt, dürfte aber unabhängig vom Einspielergebnis nicht das letzte Mal sein, dass die Phoenix Force im Kino auftaucht. Eigentlich passt sie perfekt in den Weltraumteil des Marvel Cinematic Universe, den Marvel und Disney mit Filmen wie Guardians of the Galaxy, Avengers und Captain Marvel kräftig ausbauen. Es ist also wohl nur eine Frage der Zeit, bis die X-Men, Jean Grey und Phoenix auch dort zu sehen sind.
