X 2: Die Bedrohung
Die Zwischensequenzen wirken unfertig. Charaktere sprachen in unserer Testversion nicht lippensynchron und bewegten sich steif und unnatürlich.
Wenn sich ältere Semester über ihre Lieblings-Computerspiele von damals unterhalten, fällt ein
Name mit absoluter Sicherheit: Elite. Die Weltraum-Handelssimulation ging weltweit mehr als eine Million Mal über die Ladentheke und begeisterte so gut wie jeden, der damals einen Commodore C64 plus Joystick besaß. Egal ob als eifriger Händler, Bergbau-Unternehmer, kaltschnäuziger Söldner oder eine Mischung aus all dem - in Elite genoss man die totale Freiheit. Dieses geniale Spielprinzip wurde in den vergangenen Jahren zwar oft kopiert, aber bislang nie erreicht. Auch Freelancer scheiterte: Die Mischung aus Handel und Action gelang recht gut, doch nach dem Durchspielen der Einzelspieler-Kampagne gab es einfach nichts mehr, was man noch "zu tun" hatte. In X2: Die Bedrohung - so viel steht fest - gibt es immer was zu tun. Denn der Mix aus Weltraum-Shooter und knallharter Wirtschaftssimulation ist das erste PC-Spiel, das neben einer Einzelspieler-Kampagne mit netter Story auch das einzigartige Flair von Elite wiederbelebt. Handeln, Kämpfen und Erforschen stehen im Mittelpunkt ... und Sie bestimmen ganz alleine, auf welchem dieser drei Spielelemente der Schwerpunkt liegt. Selbst die Einzelspieler-Kampagne ist optional - ob und wann Sie mit den Storymissionen fortfahren, ist Ihre freie Entscheidung. Sogar ein eigenes Wirtschaftsimperium mit Dutzenden Fabriken, Transport- und Kriegsschiffen in einem Endlosspiel à la Anno 1503 kann man aufbauen, ohne jemals eine Mission zu spielen. So viel steht fest: Es gibt derzeit nur wenige Spiele auf dem Markt, die einem so viele Möglichkeiten und Freiraum lassen wie X2: Die Bedrohung.
Keine Überraschungen
Obwohl wir an Bord unserer Korvette sind, können wir den Nova-Jäger über die kleine Cockpit-Ansicht (rechts oben) steuern.
Schon der Vorgänger X: Beyond the Frontier hatte neben einem identischen, wenn auch weniger ausgereiften Spieldesign eine kleine Story zu bieten. Die wird in X2: Die Bedrohung nun aufwendig fortgesetzt: Sie spielen Julian Gardna, den verschollenen Sohn von Kyle Brennan, der Hauptfigur aus Teil 1. Julian steckt in Schwierigkeiten. Bei dem Versuch, mit seinem Kumpel Bret ein Raumschiff zu klauen, werden beide erwischt und eingebuchtet. Monate später lässt man ihn plötzlich frei - mit der Auflage, sich bei dem Argonen-Kommandanten Ban Danna zu melden. Nach einem kurzen Gespräch mit Danna kriegt Julian ein kleines Schiff (ein M5-Aufklärer) und darf gehen. Die Handlung erinnert fortan ein wenig an Wing Commander: Prophecy. Die ziemlich übel gelaunte Alien-Rasse Khaak (heißt wirklich so!) überfällt einzelne Sektoren der Galaxie und versetzt alle in Angst und Schrecken. Und wie das in einer klassischen Heldengeschichte eben so ist, liegt es an Julian Gardna und seinen Freunden Bret, Ban Danna und Saya Kho, die Invasion der Khaak abzuwehren. Wie bereits erwähnt, können Sie jederzeit aus der Kampagne aussteigen und auf eigene Faust Ihr Glück versuchen. Wir empfehlen: Spielen Sie zunächst die ersten Missionen. Schon nach wenigen erledigten Aufträgen bekommen Sie von Saya Kho eh die Anweisung, sich ein wenig im Weltall umzusehen, zu handeln und für die kommenden Aufgaben besser auszurüsten. Die Handlung sollte man dann zu einem späteren Zeitpunkt mit einem stärkeren Schiff einfach wieder aufnehmen und von da an bis zum Schluss durchspielen. Denn neben ein paar wirklich sehenswerten Raumschlachten warten außerdem kleinere Überraschungen und Geschenke in Form von neuen Fliegern oder Ausrüstungsgegenständen - etwa ein Sprungantrieb - auf den Spieler, die man in X2 immer gut gebrauchen kann.


Das einzige was ich "bemängele" ist, dass man sich…
also, ich habe mir das spiel vor etwa 2 wochen gekauft. es läuft bei mir problemlos und es macht mir sehr viel spaß. ich habe auch schon den vorgänger gespielt.
das spiel ist in manchen bereichen unvollendet (z.B. zwischensequenzen) und scheint auch…