World of Warcraft: Arsenal-Updates bringen Community zum Kochen
Der neue Look des Arsenals mit der animierten Figur in der Mitte und den Aktivitäten auf der rechten Seite.
Blizzard hat dem Arsenal letzte Woche ein paar interessante Neuerungen verpasst. So ist es jetzt möglich, den ausgewählten Spieler als 3D-Modell zu begutachten. Bisher war die Rüstung des Spielers nur als Tooltip einsehbar, nun lässt sich erkennen, wie der Charakter mit ihr im Spiel aussehen würden. Zusätzlich kann man die 3D-Figur verschiedenste vorgegebene Animationen durchführen lassen und diese als Standardpose im Arsenal abspeichern.
Doch es sind nicht diese Änderungen, die derzeit für Furore sorgen. Es ist die Möglichkeit, die Aktivitäten eines beliebigen Spielers als RSS Feed zu beziehen. Dazu zählen Erfolge, Erfolgskriterien, Boss-Kills und das Plündern von Beute. Welche Kategorie von Erfolgen und welche Qualitätsstufe bei der Beute, das lässt sich im Arsenal für den Empfänger der Feeds einstellen. Nicht einstellen lässt sich jedoch, was man an Daten von seinen eigenen Charakteren veröffentlichen will und was nicht. Mit anderen Worten: Wer den Namen eines Charakters kennt, kann dessen Aktivitäten jederzeit nachvollziehen, egal ob der entsprechende Spieler das will oder nicht. Als wäre das nicht genug, so enthalten die Feeds genaue Zeitstempel, die ganz genau wiedergeben, wann welche Aktivität stattgefunden hat.
Kein Wunder, dass allein im amerikanischen Forum die Wellen der Empörung hochschlagen. Ein entsprechender Thread hat mit insgesamt 1.043 Beiträgen bereits die maximale Anzahl von 53 Seiten erreicht, an anderen Stellen wird munter weiterdiskutiert.
Patrick Neef gehört zum MMORE-Team.
MMORE meint: "Ich finde die ganze Diskussion um Privatsphäre und Accounts sehr spannend, und die Tatsache, dass hier auf über 50 Seiten diskutiert wird, zeigt, dass das Problem nicht so leicht zu verorten ist. Auf der einen Seite kann ich sehr gut nachvollziehen, dass die Freigabe der Charakterdaten und -aktivitäten angeprangert wird. Wieso gibt es im Arsenal oder im Spiel keine Option, darüber zu entscheiden, welche Daten ich freigeben möchte und welche nicht? Wieso äußerst sich in über 50 Seiten nicht einmal ein Blueposter zu dem Thema?
Hier stellen Sie ein, wie detailliert die Feeds sind, die Sie von einem ausgewählten Charakter beziehen wollen.
Andererseits: Hier handelt es sich um Charakterdaten, keine Spielerdaten. Die Verbindung zwischen Spieler und Charakter freizugeben, das obliegt immer noch dem Accountinhaber. Wer auf der Arbeit blau macht und von seinem Chef dabei ertappt wird, wie man 8 heroische Instanzen von zu Hause zockt, der hätte den Namen seines Charakters besser niemals preisgegeben. Ich sehe schon die bangen Gesichter meiner MMORE-Kollegen, die ab jetzt unter besonderer Beobachtung stehen. Aber Scherz beiseite: Blizzard täte gut daran, ein wenig Schadensbegrenzung zu betreiben. Denn solch eine Hauruck-Aktion ohne vernünftige Erklärung verärgert Spieler, sorgt für steigende Scheidungsraten und macht das gemütliche Zocken ein wenig zu öffentlich für meinen Geschmack."
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naja, wenn man schon hier sieht was die Hatekiddys alles an Anti-WoW-Flames absondern
wenn man so da welche in Echt hat kann man sich schon überlegen ob man da zugibt weiter zu spielen
zumal es dann ja noch die paar armen Würstchen gibt deren Person noch nicht gefestigt ist und halt zu wem dazugehören wollen, auch wenn das nicht mal deren Bier ist
Gehört hier nicht zum Thema. Sollte sich vielleicht einer der fleißigen Moderatoren auch mal durchlesen und nicht immer nur die Einträge anderer...
Payback ist aber was ganz anderes
das ist ja von Anfang an ne Dataminig sache (und viele Denken das wär ne Kundenbindungssache oder so
Allerdings ist das HIER was ganz anderes, denn hier kam das erst
nachdem das schon lange lange läuft und daher ist der Protest NATÜRLICH
berechtigt
Sicher, man könnte Kündigen, aber das ist noch lange kein Ausschlusskriterium seinen Unmut nicht Luft zu machen
Ach ja, btw.
Nur weil da einer was in ne AGB schreibt, hat das Rechtlich garnix zu sagen
die können dir bei nicht einhaltung auch mit dem Fegefeuer, der Hölle,
der Spanischen Inquisition oder dem schlimmsten, der GEZ drohen
Gibt schon genügend AGBs die vor Gericht gekippt wurden
Das ist jetzt ein Scherz. du glaubst doch nicht was du da über das Datamining schreibst. Bist Du wirklich so naiv zu glauben, das Blizzard das nicht schon von Anfang an macht!? Wenn ja, dann sorry da fällt mir dann auch nichts mehr dazu ein.
Du magst Recht haben mit den AGB, aber Du solltest dir vielleicht doch mal die Zeit nehmen sie zu lesen. Egal ob rechtlich haltbar oder nicht, das was dort steht wird erst einmal gemacht von der Firma.
Wo kein Kläger, da kein Richter.
Das Blizzard das jetzt macht, ist doch im Prinzip nix besonderes. Ich meine, das ist ein amerikanisches Unternehmen. Und die USA haben in den letzten Jahren sehr gut vorgelebt wie es funktioniert Daten zu sammeln, ob das SWIFT ist oder Google mit Ihrer Sammelleidenschaft usw.. Diese Liste würde sich noch lange fortsetzen lassen. Das Blizzard dann entsprechend Daten auch sammelt und weiter nutzt, ist doch letzendlich nur konsequent.
Und wer weiss, ob es nicht diverse Anfrage von anderen Unternehmen bzw. Eltern etc. gab, die wissen wollten wann und wie lange Ihr Mitarbeiter / Kinder WoW spielen.
Das ganze hat doch schon so super bei der verfolgung eines Verbrechers geholfen, warum nicht den nächsten Schritt machen.
Achso für alle die es nicht bemerken, das war ironie!
Ob man dafür jedoch unbedingt die aktuelle Uhrzeit für alle einsehbar machen muß, wann man das letzte Lvl 187 Item (wertlos) in der täglichen Random Hero Instanz gewonnen hat, welches eh in Nullkommanix zum Händler wandert, ist nicht nur fraglich, sondern komplett sinnlos.
Sinnvoll wäre eine solche Funktion, die nur für eingeloggte ingame Freunde sichtbar ist, für alle anderen ist die Einsicht in die Ausrüstung und die Achievements ausführlich genug.
Ok, hatte ich missverständlich formuliert: es ging mir natürlich um bekannte Twinks. Noch muss man den Charnamen jeweils kennen, um die Aktivitäten abzurufen. Aber selbst in diesem Fall finde ich, geht das Spitzeln zu weit. Nach 5 Jahren WoW kennen meine Charaktere eine Menge Leute und die Twinks sind da auch bekannt. Es muss mir aber immer noch selbst überlassen bleiben, ob ich meine Online Zeiten mit allen Leuten auf meiner F-Liste teilen will. Und da haut einen das Tool plötzlich heftig in die Pfanne: Was du hast den Raid abgesagt, weil du angeblich Nachts arbeiten musstest, aber am nächsten Morgen hab ich gesehen, dass du um 4:33 Uhr mit einem anderen Raid in der Instanz warst...
Das kann extrem derb einschlagen, wenn man dann plötzlich erklären darf, dass man auf den einen oder anderen Mitspieler einfach keine Lust hat und dies bisher durch einfaches Offline gehen umgehen konnte.
Nun kann jemand IMHO zu leicht Daten einsehen und sammeln. Und das finde ich nicht gut. Denn mal ehrlich: Was bringt es mir, wenn mir wer zum Ruf bei blabla gratuliert oder wenn ich ein Item bekomme um 3 Uhr morgens? Nichts. Blizzard erhöht damit nur den Druck auf die Spieler und gibt noch mehr Flame Möglichkeiten. Sehr bedauerlich, dass hierfür Manpower eingesetzt wird, während das Spiel contentmäßig vor sich hin dümpelt....
Generell ist der Sinn dahinter wohl, daß man über den Fortschritt seiner Freunde auf dem laufenden bleiben kann ("He cool, du kannst ja endlich in Northrend fliegen" oder "Grats zum Netherrochen/T10 Item/...").
Ob man dafür jedoch unbedingt die aktuelle Uhrzeit für alle einsehbar machen muß, wann man das letzte Lvl 187 Item (wertlos) in der täglichen Random Hero Instanz gewonnen hat, welches eh in Nullkommanix zum Händler wandert, ist nicht nur fraglich, sondern komplett sinnlos.
Sinnvoll wäre eine solche Funktion, die nur für eingeloggte ingame Freunde sichtbar ist, für alle anderen ist die Einsicht in die Ausrüstung und die Achievements ausführlich genug.
Blizzard macht sicher nichts, ohne es vorher auf einen Nutzwert geprüft zu haben, somit steckt hinter dieser Bekanntgabe eine Absicht. Ob diese Absicht noch sinnvoll erscheint, wenn man einem Personenkreis die Möglichkeit gibt, die Freigabe zu verhindern, erscheint mir zweifelhaft.
Ich mochte das Arsenal noch nie. Es ist einer der Hauptgründe, weswegen man in den WoW Foren einer riesigen Anzahl an low lvl Twinks begegnet, welche angeblich alles schon gesehen haben und eh alles erreicht haben. Gleichzeitig sorgt das Arsenal bei den mutigen Lvl 80 Postern dafür, dass ihre Aussagen kein Gewicht mehr haben, da jeder Volldepp ihre Equip höher wertet als qualifizierte Kommentare. Wenn man jemanden nur noch nach seinem Char beurteilt, kann man jede Diskussion im Keim ersticken. Das wirft zwar kein gutes Licht auf den IQ des Arsenal-Flamers, aber hat im WoW-Forum leider immer noch keine Konsequenzen.
Bei mir wären Arsenal Flames, die nur dazu da sind, die Meinung eines anderen zu diskreditieren, sofort mit einem Bann für unbestimmte Zeit belegt.
Ich weiß auch nicht, was Blizzard mit den neuen Features bezweckt. Manche scheinen reiner Aktionismus zu sein, aber wer kann das schon genau sagen?... Grundsätzlich sehe ich die eh fragile Allianz zwischen den Spielern nun weiter bedroht. Spieler XY hat keine Lust auf eine Instanz, sagt, dass er mal offline muss und jemand, der das nicht gut findet, verfolgt nun recht einfach, ob besagter Spieler tatsächlich langfristig offline war oder vielleicht mit einem Twink on war, und muss dafür nicht mal selbst ingame gewesen sein. Und mit Paranoia hat das nichts zu tun, in WoW gibt es leider nichts,was es nicht gibt... Ich könnte mir also vorstellen, dass es bald in Gilden mehr Streit geben wird und die persönlichen Bindungen zwischen Spielern zukünftig noch bescheidener werden. Ob Blizzard das allerdings möchte, keinen Schimmer, denn für viele stellt WoW eh nur noch ein soziales Netzwerk dar. Wenn dieses Netz zerreißt, dann hätten sie eigentlich weniger Grund WoW weiter zu spielen. Man darf also gespannt sein, wie sich das entwickelt.