World of Warcraft & Co: Chinesische Häftlinge mussten Gold für die Wächter farmen
Gold ist ein begehrtes Gut in Online-Spielen wie World of Warcraft (im Bild). Ein unfassbarer Bericht zu "Goldfarming" aus einer chinesischen Haftanstalt sorgt für Aufregung.
Ein unfassbarer Fall im Zusammenhang mit "Goldfarming" in Online-Spielen wie World of Warcraft & Co. kam gestern Abend an die Öffentlichkeit. Liu Dali, ehemaliger Häftling im chinesischen Jixi Labour Camp, berichtete gegenüber der britischen Zeitung The Guardian von unglaublichen Tagesabläufen in der asiatischen Haftanstalt. In 12-Stunden-Schichten wurden er und fast 300 weitere Sträflinge abends nach körperlichen Zwangsarbeiten gezwungen, sich an einen PC zu setzen und in Online-Spielen "Goldfarming" zu betreiben. Das erarbeitete In-Game-Gold wurde anschließend von den Wächtern in echtes Geld umgetauscht. Täglich sollen so 470 bis 570 britische Pfund (540 bis 657 Euro) erwirtschaftet worden sein. Wenn das Pensum nicht erreicht wurde, gab es nach der Schicht Prügel – mit Plastikrohren. Laut Dali konnte der Gefängnischef so mehr Geld als mit der physischen Arbeit der Häftlinge verdienen. Die Gefängnis-Insassen haben keinen Anteil für ihre Arbeit bekommen, die PCs liefen den ganzen Tag, sagte Dali.
Der 54 Jahre alte Chinese saß von 2004 bis 2007 im besagten chinesischen Gefängnis. Der Grund: "Illegale Teilnahme an Petitionen". Die Spielehersteller können das "Goldfarming" kaum verhindern. In Ländern wie China gehören das bei Spielern verpönte, exzessive Erarbeiten und der anschließende Verkauf von In-Game-Gütern fast zur Tagesordnung. Im Jahr 2009 sollen durch "Gold-Selling" insgesamt fast drei Milliarden US-Dollar umgesetzt worden sein. Der Hauptanteil der verkauften virtuellen Güter kam aus asiatischen Ländern wie China oder Vietnam. Die Nachricht zum Goldfarming im chinesischen Gefängnis kommt von guardian.co.uk.
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Da können wir echt froh sein, dass wir nicht in so einem Land geboren sind. Stell Dir mal vor: Du schreibst irgendwann einen Blog, äußerst dich kritisch über Angela Merkel und am nächsten Tag steht dann die Polizei vor deiner Tür. In solchen Ländern kann das passieren.