World of Warcraft - Interview mit Bill Roper
Die riesigen Städte sind ebenfalls im Comic-Stil gehalten und beeindrucken durch ihre aufwendige Architektur.
Mit dem Online-Rollenspiel World of Warcraft hat sich Blizzard eine Menge vorgenommen: Es soll nicht nur das komplexeste, sondern auch einfachste Spiel seiner Art werden - und damit Everquest und Dark Age of Camelot übertrumpfen. Der stellvertretende Blizzard-Chef Bill Roper verschaffte den deutschen Spielejournalisten in Frankfurt erstmals einen Einblick in World of Warcraft. PC Games-Redakteur Thomas Weiß nutzte die Gelegenheit und stellte ihm einige Fragen zum Mammutprojekt.
PC Games: Bill, wodurch unterscheidet sich World of Warcraft von anderen Online-Rollenspielen?
Roper: "Auf eine Sache konzentrieren wir uns ganz besonders: Wir wollen, dass die Spieler sofort verstehen, wie World of Warcraft funktioniert. Wir glauben, dass es eine Menge Leute gibt, die gerne mal die Welt eines riesigen Online-Rollenspiels auskundschaften würden. Das scheitert meistens daran, dass die ersten Spielminuten viel zu schwer und zu verwirrend sind und dass die Benutzerführung schwer zu erlernen ist. Man wird von zahlreichen Aufträgen erschlagen, aber nirgendwo gibt es eine klare Anweisung, was man denn nun zuerst machen soll. Wir dagegen versuchen, den Einstieg von World of Warcraft so einsteigerfreundlich zu gestalten, dass jeder sofort ins Spiel findet."
PC Games: Bedeutet das nicht, dass Profis den Anspruch vermissen werden?
Roper: "Die größte Herausforderung ist es, ein Spiel zu entwickeln, das leicht erlernbar, aber schwierig zu meistern ist. Man kann das bei vielen unserer Spiele beobachten: Starcraft, Warcraft 3, sogar bei Diablo 2. Bei allen fällt der Einstieg sehr leicht, aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr Möglichkeiten offenbaren sich. Es steht dem Spieler frei, wie intensiv er sich mit dem Spiel beschäftigen will, doch er kann das Ganze durchaus bis zu dem Punkt treiben, wo er sich als Profi sein Geld mit Spielen verdient."
PC Games: In World of Warcraft haut man Monster und sammelt Erfahrungspunkte. Ist das schon alles?
Roper: "Wir bauen viele Dinge ins Spiel ein, die fesseln. Zum Beispiel gibt es eine Menge Quests, und nicht alle drehen sich darum, irgendein Monster zu töten. Manche Quests dauern ein paar Minuten, für andere braucht man Stunden oder sogar Tage. Besonders die Aufträge im späteren Spielverlauf sind sehr komplex. Außerdem gibt es in World of Warcraft die Möglichkeit, Gegenstände herzustellen oder Handel zu betreiben. Das umfasst zum Beispiel, dass man bestimmte Rezepturen ausfindig machen muss, um die Fähigkeiten weiter zu steigern. Das wird die Spieler auch dann noch beschäftigen, wenn sie ihren Character schon längst auf die höchste Stufe gebracht haben. Dann gibt es da noch den PvP-Aspekt (Anm. d. Red.: Spieler gegen Spieler): Wenn man will, kann man einen bestimmten Bereich betreten, in dem solche Kämpfe erlaubt sind. Es gibt eine ganze Menge zu tun in World of Warcraft, aber das Schöne daran ist vor allem: Es ist ein Online-Rollenspiel! Das heißt, wir können auf die Wünsche der Community eingehen und die Welt selbst dann noch erweitern, wenn das Spiel bereits erschienen ist."


das wird auch mein erstes onlone rollenspiel