Brutales World of Warcraft: Auch Bayerischer Philologenverband will "Killerspiele" verbieten
Berühmt, berüchtigt, brutal? Weltweit über 10 Millionen Menschen spielen derzeit World of Warcraft.
In einer aktuellen Pressemitteilung beklagt der Vorsitzende Max Schmidt: "Wir beobachten, dass er (gemeint ist der Computer, Anm. d. Red.) selbst bei jungen Schülern den Fernseher als Leitmedium vielfach schon verdrängt hat. Als Lehrer sind wir aber immer wieder erschrocken darüber, dass viele Kinder und Jugendliche zwar technisch höchst versiert im Umgang mit dem PC sind, dass sie den im Internet lauernden und durch brutale PC-Spiele drohenden Gefahren aber völlig arglos und unbedarft gegenüberstehen."
Und weiter: "Schulische Aufklärung kann nicht alle Gefahren 'wegpädagogisieren'. Flankierend brauchen wir ein gesetzliches Verbot der Herstellung und des Vertriebs besonders brutaler und menschenverachtender PC-Spiele. Denn sie gefährden die individuelle Entwicklung junger Menschen und erhöhen nachgewiesenermaßen die Gefahr, dass labile Jugendliche auch im realen Leben auf Muster der gewalttätigen Konfliktlösung zurückgreifen."
Die freiwillige Selbstkontrolle (gemeint ist die USK, Anm. d. Red.) stünde in einem Interessenskonflikt und würde zugunsten der Spielehersteller urteilen. Der bpv schreibt, dass "Schätzungen zufolge (...) alleine mit dem beliebten wie aufgrund seiner Brutalität berüchtigten Marktführer "World of Warcraft" jährlich rund eine Milliarde Dollar Umsatz erzielt" würde.


