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  • Wolfenstein: The New Order im Test: Update mit PC-Wertung

    Wolfenstein: The New Order im Test: Das Anti-Nazi-Ballerspiel vermischt klassische Shooter-Unterhaltung mit einer dichten Story.(PS4) Quelle: PC Games

    Wolfenstein: The New Order im Test für PC, PS4 und Xbox One. Bethesdas Anti-Nazi-Shooter überzeugt als gutes, aber auch kontroverses Action-Spiel, das nicht nur deftige Ballereien bietet, sondern auch eine umfangreiche Handlung. Die Story vermixt bierernste, teils grausame Szenen mit trashigem B-Movie-Blödsinn - und sorgt damit für reichlich Diskussionsstoff. Wie gut sich außerdem die Kämpfe spielen, ob die Schleicheinlagen fair geraten sind und ob die deutsche Fassung trotz der Zensur überzeugen kann, das und mehr verrät unser Test.

    Für Gesprächsstoff dürfte gesorgt sein: Wolfenstein: The New Order entpuppt sich im Test als ein heftiges Shooter-Vergnügen, an dem sich die Geister scheiden dürften. Manche werden es als Ballerfest alter Schule feiern und sich an den brutalen Schießereien ergötzen. Anderen könnte die ambitionierte Story im Weg stehen, die sich oft nicht zwischen bitterem Ernst und heiterem Trash entscheiden kann. Update: Infos zur PC-Version sowie die PC-Wertung findet ihr am Ende des Artikels!

    Erschreckendes Was-wäre-wenn-Szenario: Als die Nazis den Krieg gewannen

    Der Eröffnungs-Level von Wolfenstein: The New Order zeichnet einen alternativen Geschichtsverlauf: Als William "B.J." Blazkowicz, Elite-Soldat und Traditionsheld der Wolfenstein-Reihe, erleben wir in einem fiktiven 1946, wie der Zweite Weltkrieg endet - und zwar zugunsten der Nazis. In einer letzten Offensive stürmen wir noch die Burg des fiesen Nazi-Generals Totenkopf, kämpfen uns an einem Strand durch Bunker und Schützengräben, wehren bizarre Roboter-Hunde ab und nehmen es mit hochgerüsteten Feindsoldaten auf. Das spielt sich zwar gut, begeistert aber noch nicht. Erst bei unserer Begegnung mit Totenkopf steigen Spannung und Spielspaß: Unser Team wird gefangengenommen und wir müssen darüber entscheiden, welcher unserer beiden Freunde sein Leben lassen muss. Diese Wahl wirkt sich sogar dezent auf den Spielverlauf aus: Sie bestimmt etwa, welchen Nebencharakteren wir später begegnen und ob wir Schlösser knacken oder stattdessen bestimmte Schaltkreise kurzschließen können.

    Die böse Faschistin Frau Engel unterzieht uns einem Test - einer der spannendsten Momente im Spiel. (PS4) Die böse Faschistin Frau Engel unterzieht uns einem Test - einer der spannendsten Momente im Spiel. (PS4) Quelle: PC Games Danach macht das Spiel einen gewaltigen Zeitsprung: Der schwer verletzte B.J. wird zum Pflegefall und verbringt 14 Jahre im Wachkoma. Erst im Jahr 1960 kommt er wieder zu sich - und findet sich prompt in einer Welt wieder, die von den Nazis regiert wird. Unser Held fackelt nicht lange, sagt den Faschisten erneut den Kampf an und verbündet sich mit einer Gruppe von tapferen Widerstandskämpfern. All das schildert das Spiel in gut gemachten Zwischensequenzen, aber auch in zig inneren Monologen, in denen B.J. mit tiefer Stimme seinen Gefühlen freien Lauf lässt - das soll den Helden glaubhafter machen, ist aber manchmal so dick und pathetisch aufgetragen, dass es eher peinlich wirkt. Einen besseren Eindruck hinterlassen die Nebenfiguren, denn die meisten von ihnen sind interessant geschrieben und sehr gut vertont, was viel zur dichten Atmosphäre beiträgt. Vor allem die schaurigen Oberschurken können sich sehen und hören lassen, etwa die sadistische Frau Engel: In einer langen Dialogszene zwingt uns die überzeugte Faschistin mit vorgehaltener Waffe und schriller Stimme, einen bösartigen Test zu absolvieren, der unsere "Reinheit" feststellen soll - ein erzählerisch starker Moment, der einen spannenden Kon-trast zum ständigen Geballer bietet.

    Das eigentliche Nazis-regieren-die-Erde-Szenario wird dafür nur oberflächlich transportiert. Zwar finden wir zig Zeitungsartikel und Briefe, die uns die neue Weltordnung genauer beschreiben, doch im Spiel sehen wir davon nur wenig: Egal ob in London oder Berlin, außer Soldaten und Kampfrobotern bekommen wir diese verzerrte Gesellschaft kaum zu Gesicht. Schade! Doch immerhin: Im Verlauf der rund 13 Spielstunden kehren wir mehrmals in das Rebellenlager zurück, wo wir Gespräche führen, Briefe studieren oder den Geschichten der Widerständler lauschen. Es gibt hier sogar Mini-Quests, in denen wir beispielsweise für einen geistig behinderten Freund etwas Spielzeug sammeln oder einer traurigen Kameradin ihren Ehering zurückbringen sollen. Spielerisch bringt uns das zwar keinerlei Vorteile, doch der Atmosphäre tun diese rührenden Szenen ausgesprochen gut!

    08:18
    Wolfenstein: The New Order - Bethesdas kontroverser Nazi-Shooter im Test-Video
    Spielecover zu Wolfenstein: The New Order
    Wolfenstein: The New Order

    Actionfans kommen auf ihre Kosten

    Schade: Die automatische Doppel-Shotgun ist zwar effektiv gegen Soldaten, aber schwach gegen gepanzerte Krieger. (PS4) Schade: Die automatische Doppel-Shotgun ist zwar effektiv gegen Soldaten, aber schwach gegen gepanzerte Krieger. (PS4) Quelle: PC Games Obwohl die Handlung in Wolfenstein oft im Vordergrund steht, kommt natürlich die Action nicht zur kurz: Als Shooter alter Schule macht The New Order eine gute Figur, obwohld das Spiel kaum frische Ideen liefert. Meist wirft es uns einfach jede Menge Nazi-Soldaten, gepanzerte Maschinenkrieger und gewaltige Mechs entgegen, denen wir mit Pistole, Maschinengewehr und vollautomatischer Schrotflinte zu Leibe rücken. Von manchen Waffen dürfen wir sogar zwei Exemplare gleichzeitig abfeuern - mit einem Schießprügel in jeder Hand geht uns zwar jegliche Präzision flöten, doch dafür sind wir auf kurze Distanz fast unschlagbar. Action-Puristen freuen sich zudem über das altmodische Lebenspunktesystem: B.J. kann zwar ein kleinen Teil seiner Ausdauer von alleine regenerieren, doch wer zuviel Schaden kassiert, muss sich auf die Suche nach Heilpaketen und Rüstungsupgrades machen. Damit unterstreicht Wolfenstein sein "arcadiges" Spielgefühl. Weil die Gegner aber selbst auf größere Entfernung noch sehr gut zielen, hat Machine Games auch eine moderne Deckungsmechanik eingebaut. Dank der können wir uns hinter Objekten verschanzen und zum Feuern aus der Deckung herauslehnen - sehr nützlich!

    Auch das wuchtige Waffengefühl ist gut gelungen, mit Ausname der doppelläufigen Automatik-Shotgun: Wenn wir die gegen gepanzerte Gegner einsetzen, richten wir damit so wenig Schaden an, dass wir zeitweise das Gefühl haben, nur mit Platzpatronen zu schießen. Ganz anders verhält es sich da beim Kampf gegen normale Soldaten: Hier fühlt sich auch die Shotgun äußerst effektiv und mächtig an, was in erster Linie dem heftigen Trefferfeedback geschuldet ist. Obwohl Bethesda die deutsche Version um jedwede Nazi-Symbolik geschnitten hat (siehe Kasten unten), bleibt die heftige Gewaltdarstellung nämlich auch in der hiesigen Fassung komplett erhalten. Das bedeutet: Im Nahkampf werden Messer brutal in Köpfe gerammt, manchen Gegnern reißt es bei Beschuss die Gliedmaßen ab und am Ende eines Kampfes sind oft nicht nur Teile der Levelarchitektur, sondern auch der Gegner im Raum verteilt. Keine Frage: Einen härteren Shooter findet man derzeit kaum. Es versteht sich daher von selbst, dass Wolfenstein nur in die Hände von Erwachsenen gehört!

  • Wolfenstein: The New Order
    Wolfenstein: The New Order
    Publisher
    Bethesda Softworks
    Release
    20.05.2014
    Es gibt 130 Kommentare zum Artikel
    Von MichaelG
    Gegner killen und Alarm deaktivieren geht auch.
    Von Bonkic
    hab seit gestern auch die uncut-version und bin bislang wirklich äußerst angetan!nur das treffer-feedback könnte für…
    Von Zeromancer2014
    Verstehe ich das eigentlich richtig: Wenn man Generäle, die Alarm auslösen können, nicht tötet und der Alarm aktiv ist…

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    • Es gibt 130 Kommentare zum Artikel

      • Von MichaelG Erfahrener Benutzer
        Zitat von Zeromancer2014
        Verstehe ich das eigentlich richtig: Wenn man Generäle, die Alarm auslösen können, nicht tötet und der Alarm aktiv ist, kommen unendlich Gegner solange oder zumindest sehr viele?

        Das ist für mich bisher das schwächste am neuen Teil.....man wird an einigen…
      • Von Bonkic Erfahrener Benutzer
        hab seit gestern auch die uncut-version und bin bislang wirklich äußerst angetan!

        nur das treffer-feedback könnte für meinen geschmack ein bißchen besser sein.
        ansonsten hab ich nach knapp 2 stunden spielzeit wenig zu kritisieren.
        auch grafisch gefällts mir ziemlich gut. und die performance stimmt überraschenderweise auch.
      • Von Zeromancer2014 Neuer Benutzer
        Verstehe ich das eigentlich richtig: Wenn man Generäle, die Alarm auslösen können, nicht tötet und der Alarm aktiv ist, kommen unendlich Gegner solange oder zumindest sehr viele?

        Das ist für mich bisher das schwächste am neuen Teil.....man wird an einigen Stellen quasi zum schleichen gezwungen anstatt dass…
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Wolfenstein: The New Order
Test: Brutaler Anti-Nazi-Shooter - Update mit PC-Wertung
Wolfenstein: The New Order im Test für PC, PS4 und Xbox One. Bethesdas Anti-Nazi-Shooter überzeugt als gutes, aber auch kontroverses Action-Spiel, das nicht nur deftige Ballereien bietet, sondern auch eine umfangreiche Handlung. Die Story vermixt bierernste, teils grausame Szenen mit trashigem B-Movie-Blödsinn - und sorgt damit für reichlich Diskussionsstoff. Wie gut sich außerdem die Kämpfe spielen, ob die Schleicheinlagen fair geraten sind und ob die deutsche Fassung trotz der Zensur überzeugen kann, das und mehr verrät unser Test.
http://www.pcgames.de/Wolfenstein-The-New-Order-Spiel-15920/Tests/Wolfenstein-The-New-Order-im-Test-Update-mit-PC-Wertung-1121669/
21.05.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/05/Totenkopf-pc-games_b2teaser_169.jpg
wolfenstein,ego-shooter,bethesda
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