Wolfenstein: The New Order (PC)

Release:
20.05.2014
Genre:
Action
Publisher:
Bethesda Softworks

Wolfenstein: The New Order - Preview zum ebenso absurden wie spaßigen Shooter - Bilder-Update

30.05.2013 08:40 Uhr
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Neu
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Wir haben Bethesdas neuen Shooter Wolfenstein: The New Order noch vor der E3 angespielt. Ersteindruck: Super! Entwickler MachineGames und Publisher Bethesda ließen uns einen kompletten Level spielen, was wir natürlich ausgiebig nutzten.

Wir konnten einen kompletten Level aus Wolfenstein: The New Order spielen. (2) Wir konnten einen kompletten Level aus Wolfenstein: The New Order spielen. (2) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die älteren Semester unter uns – und der USK – horchen auf, sobald der Name Wolfenstein fällt. Id Softwares umstrittene Nazi-Shooter-Reihe konnte zwar mit dem letzten Ableger nicht jeden überzeugen, schlug aber bei einigen (Ex-)Mitgliedern unserer Redaktion wie eine Bombe ein. Ob das vor einigen Wochen angekündigte The New Order eher das Zeug zum Mega-Hit hat, davon konnten wir uns höchstpersönlich in London überzeugen. Publisher Bethesda lud uns ein, dort einen kompletten Level aus dem zweiten Spieldrittel vom fiesen Nazi-Ungeziefer zu bereinigen, und bot uns zudem die Möglichkeit an, mit den Entwicklern zu sprechen.

Vor allem interessierte uns, wie die deutsche Version des Ballerspaßes ausfallen wird. Hier konnten die Jungs von Machine Games bereits Entwarnung geben: Zwar wird man nicht auf Nazis schießen, aber ansonsten soll das Spiel nicht unter der Zensurschere leiden. Die Leute hinter B. J. Blaskowicz' neuestem Abenteuer sind übrigens keine Frischlinge, obwohl The New Order das erste Spiel von Machines Games sein wird. Die Entwickler haben bereits bei Starbreeze an Spielen wie The Darkness oder The Chronicles of Riddick gewerkelt und verstehen demnach ihr Handwerk.

Wir konnten einen kompletten Level aus Wolfenstein: The New Order spielen. (6) Wir konnten einen kompletten Level aus Wolfenstein: The New Order spielen. (6) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Wie der Vorgänger setzt The New Order auf eine alternative Realität. Dieses Mal erwacht B.J. rund 15 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus einem Koma und muss feststellen, dass die blöden Nazis – oder das "Regime", wie der Feind in der deutschen Fassung heißt – gewonnen haben. Die Braunhemden halten zwar Europa besetzt, doch einige Mutige haben sich zu einem Widerstand formiert und stellen sich den Fieslingen. Dabei hat es die Résistance nicht leicht, denn die Nazis haben nach dem vermeintlichen Triumph neue Technologien wie Mechs oder Stealth-Helikopter entwickelt, mit denen sie die Bevölkerung terrorisieren. In der vor uns gespielten Mission ging es darum, dass wir uns für den Widerstand in ein Forschungszentrum namens Nautica hineinschleichen – pardon: hineinballern – und einen Prototypen der hochmodernen Hubschrauber entwenden oder zumindest die Blaupausen mitnehmen.

Der Auftrag fängt in einem Auto an. Wir sitzen neben einem Widerstandskämpfer namens Bobby und werden durch die düsteren Straßen Londons zum Zielgebiet gefahren. Passend zum Setting prasselt Regen auf den Asphalt, typisch britische Doppeldeckerbusse fahren an uns vorbei und am dunklen Horizont sind riesige Zeppeline zu sehen. Auf dem Weg hält uns eine deutsche Streife an und wir machen zum ersten Mal Bekanntschaft mit Blondie. Blondie ist seines Zeichens ein stark gepanzerter Roboterhund, der uns wenige Minuten später das Leben schwer macht. Kurz nachdem Bobby uns abgesetzt hat, rast der mutige Widerstandskämpfer mit vollem Tempo auf den Haupteingang des Forschungsgebäudes zu. Es kommt zu einer heftigen Explosion, die uns das Infiltrieren deutlich erleichtert.

01:37
Wolfenstein: The New Order - Deutsche Version des Ankündigungstrailers
Für die Verwendung in unseren Foren:


Lediglich mit einer Pistole ausgerüstet, stoßen wir jedoch auf den ersten Metern auf Blondie. Der Robo-Schäferhund scheint uns gewittert zu haben, zum Glück kann er sich aber keinen Weg durch die Trümmer zu uns bahnen. Aus sicherer Entfernung ballern wir einige Schüsse auf Blondie, was ihn aber gar nicht beeindruckt. Erst als wir dem Hund eine Falle stellen, indem wir ihn in die Trümmer locken und ein Geröllteil auf den Köter herabfällt, können wir uns ohne Bedenken dem Gebäude nähern. Kurz bevor wir ins Innere gelangen, liefern wir uns noch ein hitziges Duell mit einem Mech. Der Robo-Soldat hält mehrere Treffer aus und teilt immensen Schaden aus. Erst nach einigen Versuchen gelingt es uns, an der Stelle vorbeizukommen. Etwas ärgerlich: Die Checkpoints in der von uns gespielten Version waren rar gesät – wir mussten deshalb jeweils einige Minuten wiederholen.

Wir konnten einen kompletten Level aus Wolfenstein: The New Order spielen. (7) Wir konnten einen kompletten Level aus Wolfenstein: The New Order spielen. (7) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Im Forschungszentrum erleben wir solide Shooter-Kost, die Genre- Fans sicherlich glücklich macht. Zum Beispiel dürft ihr mit zwei Schrotgewehren auf die Nazis losgehen oder mal mit einem Maschinengewehr große Gegnerscharen ausschalten. Da die Lebensenergie sich nur minimal automatisch auffrischt und die Nazis trotz ihrer Gesinnung recht smart agieren, dürften sich auch Action-Veteranen herausgefordert fühlen. Positiv fielen uns zudem die zahlreichen, aber leichten Rätsel auf. Mal musste etwa ein Weg zu einem Lüftungsschacht gefunden, mal ein Fahrstuhl aktiviert werden. Auch technisch überzeugt The New Order dank der id-Tech-5-Engine. Die Umgebungen sehen detailliert aus und gehen sogar zu Bruch, die schönen Lichteffekte geben den Ballereien eine Extraportion Atmosphäre, und die Gegneranimationen wirken flüssig.

Mehr zu Wolfenstein: The New Order in PC Games 04 / 2014 - ab 26.03.2014 am Kiosk!
Report: Der Haken mit dem Kreuz: Warum sind Hakenkreuze in Wolfenstein: The New Order und South Park verboten, nicht aber in Inglourious Basterds, Das Boot oder Switch Reloaded? Für unseren 6 Seiten starken Report haben wir mit Experten und Entwicklern gesprochen.
   
Matti Sandqvist
„Absurdes Setting, tolle Ballereien, kurzum: geil!“
Meine Erwartungshaltung an The New Order war relativ niedrig, doch mit dem absurden und zugleich frischen Szenario punktet der Ego-Shooter ungemein, insbesondere in den aufwendig inszenierten Zwischensequenzen. Auch die Sprüche des raubeinigen Helden in den kurzweiligen Ballereien gefallen mir und passen zudem perfekt zum Setting – ähnlich wie jüngst in Ubisofts Far Cry 3: Blood Dragon. Positiv ist auch, dass die Entwickler nicht auf Teufel komm raus einen Mehrspielermodus implementieren, sondern stattdessen die Einzelspielerkampagne mit viel Leben füllen wollen. Falls die Jungs von Machine Games den Schwierigkeitsgrad punktuell noch ausbalancieren, darf sich die Konkurrenz in diesem Herbst warm anziehen!
   
Redakteur
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30.05.2013 08:40 Uhr
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Dein Kommentar
Bewertung: 0
31.05.2013 13:39 Uhr
Ich hab mich extra hier angemeldet um das Berlin-Screenshot kommentieren zu können. ^^

Da steht doch tatsächlich der Berliner Fernsehturm neben der Großen Halle von Germania. Das ist so falsch, dass es wieder richtig ist. Entweder ist das ein Superfail oder einfach nur genial lustig.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
31.05.2013 02:19 Uhr
Das hört sich sehr gut bisher an. Vor allem freut mich, dass sie sich hier voll und ganz auf die Einzelspielerkampagne konzentrieren.  
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
30.05.2013 14:13 Uhr
Zitat: (Original von Bonkic;9590744)
für meine begriffe passt das alles sogar sehr gut zu wolfenstein.
nazis und superwaffen, das ist doch genau das, was wolfenstein ausmacht.


Joa, aber hier sind bestimmt viele auch zu jung um jemals einen Wolfenstein Titel wirklich gespielt zu haben 

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