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Wizardry 8 (PC)

Release:
11.2001
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
k.A.

Klassisches Rollenspiel mit enorm viel Tiefgang

07.01.2002 04:50 Uhr
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Auf den automatisch erstellten Karten können Sie problemlos eigene Eintragungen vornehmen. Auf den automatisch erstellten Karten können Sie problemlos eigene Eintragungen vornehmen. Das Zauberwort bei Wizardry 8 heißt Abwechslung - und die beginnt schon mit der Charaktererschaffung. Elf Rassen und fünfzehn Klassen - Wizardry-Veteranen wohl bekannt - stehen zur Auswahl und machen sich in 165 möglichen Kombinationen mal mehr und mal weniger gut. Während die dämlichen, aber unheimlich taffen Echsenmenschen für die Rolle eines Gefragt-wird-hinterher-Kämpfers wie geschaffen sind, würde jeder Besenstiel einen besseren Magier abgeben. Gänzlich neu im Klassen-Repertoire ist der Gadgeteer, quasi ein Fantasy-McGywer ohne Föhnfrisur, der aus dem sinnlosesten Krempel die tollsten Gegenstände basteln kann. Den richtigen Feinschliff im Detail verleihen Sie Ihren Charakteren mit sieben Attributen und 41 Fähigkeiten. Einsteigerunfreundlich und gänzlich ohne Tutorial geht"s dann auch gleich zur Sache. Ob überdimensionierte Krabben, grüner Glibber oder Riesenkäfer: Gekämpft wird in Wizardry 8 oft und ausdauernd. Wie aus den Vorgängern gewohnt, laufen die Schlachten rundenweise und enorm komplex ab. Je nach eingestellter Formation verteilen die vorderen Charaktere kräftig Hiebe, während die zartfühligen Magier von hinten mit Zaubersprüchen und Fernkampf munter mitmischen. Das Salz in der Metzel-Suppe sind allerdings die vielen Spezialfähigkeiten Ihrer Charaktere und die Ihrer Gegner. Da werden Sie von Fleisch fressenden Pflanzen mit Sporen geblendet, von fiesen Feen mit Übelkeit gestraft und mittendrin räumt Ihr Samurai mit einer Reihe von kritischen Treffern ordentlich auf. Da Sie sich auf jeden Feind neu einstellen müssen - und es gibt wirklich eine Menge davon -, kommen Sie nie zu dem zweifelhaften Vergnügen, mit einer einmal entwickelten Standard-Taktik alle Kämpfe problemlos überstehen zu können. Einziges Manko: Ab einer gewissen Gegner-Anzahl werden die Schlachten wirklich langatmig - wenn sich fünfzehn Banditen bewegen und angreifen, kann man getrost die Kaffeetasse auffüllen gehen. Grafisch bewegt sich Wizardry 8 für Genre-Verhältnisse im gehobenen Durchschnitt - viel besser als die letzten Teile der Might & Magic-Reihe, aber nicht annähernd so eindrucksvoll wie Gothic. Besser ist es um den Sound bestellt. Ordentliche FX und typisches Fantasy-Gedudel ist man inzwischen ja gewohnt, aber die Sprachausgabe versetzt den altgedienten Wizardry-Veteranen in Erstaunen. Wirklich jeder NPC wurde komplett und mit perfekten Stimmen vertont und Ihre Helden geben je nach - frei einstellbarer - Persönlichkeit alle naselang ihren Senf zum aktuellen Geschehen ab. Da freut sich der exzentrische Dieb lautstark über eine Schatztruhe, da gibt die leicht bekloppte Magierin ihren Kommentar über das Ableben eines Teamgefährten zum Besten und der schreckhafte Mönch versucht nebenbei erfolglos mit einem panischen "Shoo Shoo" die lästigen Riesenspinnen zu verscheuchen.

   
Bildergalerie: Wizardry 8
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Spielspaß-Wertung:
85 %
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Moderation
07.01.2002 04:50 Uhr
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