Wissenschaft

Wissenschaftler lösen Rätsel um Venus-Schweif

30.01.2013 16:13 Uhr
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Wissenschaftler haben den bei der Venus auftretenden Schweif näher beobachtet. Wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung mitteilte, handele es sich um eine Art Plasma-Ballon. Das Phänomen entsteht, wenn der Sonnenwind ausfällt.

Die Venus zieht manchmal einen Schweif hinter sich her - Wissencshaftler haben nun herausgefunden, warum das so ist. Die Venus zieht manchmal einen Schweif hinter sich her - Wissencshaftler haben nun herausgefunden, warum das so ist. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die Venus zieht manchmal einen langen Schweif hinter sich her, der eine Länge von 15.000 Kilometern erreicht. Das Phänomen tritt allerdings nur sehr selten auf. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung haben den Schweif der Venus nun genauer analysiert und dabei herausgefunden, was genau für das Phänomen verantwortlich ist.

Demnach ist die Venus von einer Hülle aus Elektronen und Ionen umgeben. Diese Hülle wird vom Sonnenwind in Form gehalten. Fällt dieser allerdings aus, verformt sich die Hülle und bildet stattdessen einen Schweif. Das letzte Mal passierte das im August 2010. Das ganze ließe sich mit einer Art Plasma-Ballon vergleichen, erklären die Forscher des Insituts.

Der Sonnenwind hält die Hülle aus Ionen und Elektronen der Venus in Form, indem er Magnetfelder bildet. Ohne den Sonnenwind gibt es eben auch keine Magnetfelder. Dann breiten sich die Elektronen und Ionen der Venushülle aus und bilden den Schweif der Venus. In der Praxis ist dieser Schweif etwa 15.000 Kilometer lang, theoretisch könnte er aber noch viel länger werden.

Daniel Herbig Google+
Erfahrener Benutzer
30.01.2013 16:13 Uhr