Wissenschaft

Wetter-Experten tauschen in Leipzig ihre Wolken-Erkenntnisse aus

30.07.2012 16:10 Uhr
|
Neu
|
Auf der 16. Internationalen Konferenz zu Wolke und Niederschlag (ICCP) treffen sich in Leipzig rund 500 Wolken-Forscher, um ihre bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse über die Wetter-Phänomene auszutauschen. Aus 37 Ländern sind die Wetter-Spezialisten in den Hörsaal der Leipziger Universität gereist, um verschiedene Themengebiete wie etwa die Wolkenbildung oder die Chemie der Luft-Gebilde näher zu beleuchten.

Trotz modernster Forschungsgeräte und -Möglichkeiten stellen Wolken Wetter-Experten vor zahlreiche Rätsel. Um die Komplexität der Luft-Gebilde genauer zu durchleuchten, haben sich rund 500 Forscher in Leipzig zum 16. Internationalen Kongress zu Wolke und Niederschlag (ICCP) zusammengefunden. Trotz modernster Forschungsgeräte und -Möglichkeiten stellen Wolken Wetter-Experten vor zahlreiche Rätsel. Um die Komplexität der Luft-Gebilde genauer zu durchleuchten, haben sich rund 500 Forscher in Leipzig zum 16. Internationalen Kongress zu Wolke und Niederschlag (ICCP) zusammengefunden. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Genauso groß wie die Vielfalt der Wolken ist auch die Expertenrunde der 16. Internationalen Konferenz zu Wolke und Niederschlag (ICCP), die derzeit in Leipzig stattfindet. Rund 500 Forscher aus allen Regionen der Welt haben sich im Hörsaal der Universität Leipzig zusammengefunden, um sich gegenseitig über ihre aktuellen Erkenntnisse über kleine Wolken bis hin zu großen Gewitterwolken zu informieren. Obwohl Forscher im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten über hoch-moderne technische Geräte und Voraussetzungen verfügen, stellen Wolken aufgrund ihrer Komplexität und Struktur viele Wetter-Experten vor verschiedene Rätsel.

Professor Manfred Wendisch, Direktor des Leipziger Uni-Instituts für Meteorologie, dessen Insitut gemeinsam mit dem Leibnitz-Institut für Troposphärenforschung als Gastgeber des Wolken-Kongresses fungiert, nennt den Aufbau der Wolken komplex und unterschiedlich: "Jede Wolke ist eine andere und es gibt noch viele unklare Prozess-Mechanismen, die sich in den Wolken abspielen." Bestimmte Bestandteile der Wolken seien nach Ansicht des Deutschen Grund für nicht zutreffende Wettervorsagen, deren Niederschlagsprognosen statt auf reellen, winzig kleinen Wolken-Niederschlagsflächen, auf imaginären, großflächigen Berechnungsmodellen basieren.

Zwar hätten die Wolken-Forscher schon einige Bereiche der Luft-Gebilde genauer untersucht und Besonderheiten enthüllt, jedoch gibt es für die Experten vor allem bei der Regen-Bildung "noch jede Menge Geheimnisse", so der Professor. "Wir wissen, dass winzig kleine Aerosol-Partikel in der Atmosphäre unabdingbar für die Wolkenbildung sind. Die Luft mit den Partikeln steigt vom Boden auf und kühlt sich dabei ab, wodurch sich die Tropfen und damit die Wolke bilden. In unsere Breiten entsteht Niederschlag, wenn in der Wolke erste Wassertropfen gefrieren. Sie ziehen den Wasserdampf in der Wolke an und wachsen dabei kräftig."

Als Forschungsgeräte der Wetter-Fachkundigen dienen unter anderem Hubschrauber und Flugzeuge, von denen die Forscher Wolken per Laser näher untersuchen. Im Leipziger Leibniz-Institut für Troposphärenforschung nutzen die Wolken-Experten sogar einen Wolkensimulator, der für nationale und internationale Forschungsprojekte zur Verfügung steht. Frank Stratmann, Leiter des Wolkenlabors, zur Besonderheit des Apparats: "Hier untersuchen wir, wie aus Aerosol-Partikeln Wolkentropfen entstehen und wie diese Tropfen gefrieren." Auch bei Klima-Forschern gelten Wolken als "das Unsicherste, wenn es um die Vorhersage des künftigen Klimas auf unserer Erde geht", offenbart Wendisch. Weitere Einzelheiten zum Wolken-Kongress in Leipzig findet hier.

Volker Raab
Neuer Benutzer
30.07.2012 16:10 Uhr