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Wissenschaft

Weltuntergang 2012: Wissenschaftler präsentieren harte Fakten gegen Maya-Prophezeiung

13.02.2012 09:57 Uhr
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2012 geht die Welt unter, so soll eine Prophezeiung der Maya lauten. Nun haben Wissenschaftler den angeblichen Weltuntergang 2012 auf einer Tagung wissenschaftlichen Fakten gegenübergestellt. Das Ergebnis: Es wird wohl doch weitergehen. Derweil wird mit dem vermeintlichen Weltuntergang 2012 viel Geld verdient.

Weltuntergang 2012 wegen Maya-Inschriften: Forscher zweifeln daran, dass es kein 2013 geben wird. Weltuntergang 2012 wegen Maya-Inschriften: Forscher zweifeln daran, dass es kein 2013 geben wird. Der Weltuntergang 2012 scheint ausgemachte Sache, wenn man den Mayas Glauben schenkt. Zumindest verkündet das die Inschrift einer Steintafel, dass am 21. oder 23. Dezember 2012 der Maya-Kalender endet – und damit auch die Welt nicht weiterläuft. Allein: Selbst über die richtige Interpretation dieser Inschrift sind sich Wissenschaftler, die sich mit Mesoamerikanistik beschäftigen, alles andere als sicher.

Auf einer Tagung in Bonn trafen sich Forscher nun, um ihre wissenschaftlichen Fakten über die Mayo-Prophezeiung und dem damit verbundenen Weltuntergang 2012 auszutauschen. Bereits bei der Untersuchung der Quelle gibt es Schwierigkeiten – so sei nur eins der drei bekannten Fragmente einer Maya-Inschrift öffentlich ausgestellt. Eine andere Inschrift, über die im November 2011 berichtet wurde, ist höchst umstritten – das dortige Datum über das Ende des Maya-Kaldenders könnte sich auf eine bereits vergangene Epoche beziehen.

Das Volk der Maya hatte nämlich verschiedene Kalender und Zählweisen und es gibt verschiedene Ansätze, die Daten umzurechnen. So ist es durchaus möglich, dass der angesprochene Wechsel des Maya-Kalenders längst stattgefunden hat. Denn der Maya-Kalender endet damit nicht, wie häufig gesagt wird. Es beginnt lediglich eine neue Epoche, der Maya-Kalender startet dann einfach neu oder geht weiter. Zudem gäbe es Inschriften, die über 2012 hinausgehen – denn über die inhaltliche Interpretation der Schriften gibt es ebenfalls alles andere als Einigkeit.

So würde das Konzept eines Weltuntergangs auch gar nicht in die Kultur der Mayas passen. Der Weltuntergang 2012 sei einem Forscher das erste Mal 2006 aufgefallen, als er davon in einer Maya-Gemeinde hörte. Offenbar hätten einige Mayas die Gerüchte auch ganz bewusst gestreut, um sie anschließend zu vermarkten und mit der Weltuntergangs-Prophezeiung Geld zu verdienen. Weitere Hintergründe über das Ende der Welt 2012 gibt es auf heute.de.

Simon Fistrich
Leitender Online-Redakteur
13.02.2012 09:57 Uhr

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