Die Studienergebnisse zu einem für den Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus werden in einem Wissenschaftsmagazin veröffentlicht. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Das Wissenschaftsmagazin "Nature" hat eine umstrittene Studie um eine Super-Vogelgrippe veröffentlicht. Wissenschaftler von der Universität von Wisconsin hatten unter der Leitung von Yoshihiro Kawaoka das H5N1-Virus genetisch verändert. Normalerweise überträgt sich Vogelgrippe nur sehr schwer auf Säugetiere wie Menschen. Dank der genetischen Veränderung wäre das Virus nun auch für Menschen gefährlich.
Die Debatte um die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse hatte Monate angedauert. Befürchtet wird, dass sich Bioterroristen die Ergebnisse der Studie zu eigen machen könnten. Würde sich eine derartig gefährliche Vogelgrippe ausbreiten, könnten die Folgen verheerend sein. Andere Experten gehen davon aus, dass die Veröffentlichung der Ergebnisse mehr positive Aspekte als Risiken mit sich bringt.
So glauben viele Forscher, dass sich das Virus auch ohne Zutun des Menschen verändern würde und irgendwann ohnehin für Säugetiere gefährlich werde. Durch die Veröffentlichung der Ergebnisse könnte die Entwicklung von Gegenmitteln vorangetrieben werden. Auch ein Team im Erasmus-Zentrum in Rotterdam befasste sich mit der Forschung um eine Super-Vogelgrippe. Die Ergebnisse ihrer Studie soll bald im Wissenschaftsmagazin "Science" vorgestellt werden.
