Schmallenberg-Virus breitet sich weiter aus - Missbildungen bei Lämmern und Kälbern
Die Sterberate von Kälbern, Lämmern und Zicklein ist aufgrund des sogenannten Schmallenberg-Virus' in Europa stark erhöht.
Die Schmallenberg-Seuche befällt immer mehr Betriebe in Deutschland: Ein derzeit in Europa grassierendes Virus, das unter dem Titel Schmallenberg-Virus für Aufregung sorgt, sorgt für eine hohe Sterberate bei Rindern, Zicklein und Kälbern. Die Jungtiere kommen entweder tot zur Welt oder weisen Missbildungen auf und sterben kurz nach der Geburt. Auch in Deutschland sind zahlreiche Bauernhöfe betroffen. So wurde das Virus bereits in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien.
In Deutschland sind mittlerweile nach Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein auch Tiere in Hamburg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern von dem Virus befallen. Insgesamt sind mehr als 280 Betriebe in Deutschland betroffen. Erstmals wurde das Virus im sauerländischen Schmallenberg gefunden, es trägt daher den vorläufigen Namen Schmallenberg-Virus. Die Lage ist ernst, Bauern berichten von einer bis zu 40 Prozent höheren Sterberate.
Das Virus wird dabei ganz einfach über einen Mückenstich übertragen. Das Immunsystem der Tiere ist derzeit gegen den Virus machtlos. Für die Muttertiere sorgt das Virus für kurzzeitiges Fieber, danach wird der Gesundheitszustand wieder normal. Sind die Muttertiere allerdings trächtig sind Fehlgeburten zu erwarten. Forscher suchen derzeit nach einem Impfstoff gegen das Schmallenberg-Virus.
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