Schmallenberg-Virus: Fast alle Bundesländer betroffen - Hoffnung auf Immunisierung
Die Sterberate von Kälbern, Lämmern und Zicklein ist aufgrund des sogenannten Schmallenberg-Virus' in Europa stark erhöht.
Update 3.2.2012: Heute wurde das Schmallenberg-Virus auch in Osthessen nachgewiesen. Im Main-Kinzig-Kreis wurde die Seuche bei drei Schaf- und Ziegenlämmern gefunden, meldet Osthessen-News. Auch in Hamburg wurden vier infizierte Schafe gefunden, die mit dem Schmallenberg-Virus infiziert sind. Das meldet das Hamburger Abendblatt. Update 2.2.2012: Auch wenn ein Impfstoff noch einige Monate auf sich warten lassen wird, schüren Experten Hoffnung. Nach ihrer Ansicht werde sich der Virus bald langsamer ausbreiten, denn die Muttertiere würden gegen den Erreger immun werden. Die Annahme basiert auf den Erfahrungen mit dem ähnlichen Akabane-Virus, berichtet Proplanta. Da die Krankheit von Stechmücken übertragen werde, werde das Schmallenberg-Virus derzeit nicht weitergetragen - es ist einfach zu kalt für Mücken. Wie Radio Gong meldet, ist der Schmallenberg-Virus nun auch in Bayern aufgetaucht. Im Landkreis Main-Spessart wurden zwei Schafherden infiziert.
Update: 1.2.2012, 16:40 Uhr: Forscher, die derzeit an einem Impfstoff für das gefährliche Virus arbeiten, sind vermutlich im April soweit, den Impfstoff gegen die Schmallenberg-Seuche zu testen. Allerdings sind die Forscher noch nicht sicher, ob der Impfstoff auch Erfolg haben könnte. Der Veterinärmediziner Klaus Osterrieder findet laut Spiegel Online deutliche Worte: "Das Testen dauert aber länger, und es ist natürlich nicht gesagt, dass der Impfstoff auch funktionieren wird."
Originalmeldung: Ein derzeit in Europa grassierendes Virus sorgt für eine hohe Sterberate bei Rindern, Zicklein und Kälbern. Die Jungtiere kommen entweder tot zur Welt oder weisen Missbildungen auf und sterben kurz nach der Geburt. Auch in Deutschland sind zahlreiche Bauernhöfe betroffen. So wurde das Virus bereits in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein nachgewiesen worden, andere Bundesländer werden derzeit noch überprüft. Auch in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien wurde der Erreger festgestellt.
Erstmals wurde das Virus im sauerländischen Schmallenberg gefunden, es trägt daher den vorläufigen Namen Schmallenberg-Virus. Die Lage ist ernst, Bauern berichten von einer bis zu 40 Prozent höheren Sterberate. Das Virus wird dabei ganz einfach über einen Mückenstich übertragen. Das Immunsystem der Tiere ist derzeit gegen den Virus machtlos. Für die Muttertiere sorgt das Virus für kurzzeitiges Fieber, danach wird der Gesundheitszustand wieder normal. Sind die Muttertiere allerdings trächtig sind Fehlgeburten zu erwarten. Forscher suchen derzeit nach einem Impfstoff gegen das Schmallenberg-Virus.
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