Regenwald: Menschen holzten schon vor 2500 Jahren Bäume ab
Der Regenwald (hier ein Bild aus Südamerika) wurde bereits vor rund 3000 Jahren von Menschen abgeholzt.
Der Regenwald ist nicht nur heutzutage das Ziel von Holzfällern. So haben bereits vor 3000 Jahren Menschen damit begonnen, große Flächen des Regenwalds abzuholzen. Das ergab eine Sedimentanalyse von Wissenscahftlern von französischen Meeresforschungsinstitut Ifremer in Plouzané. Das Team um Germain Bayon nahm Bohrungen in 914 Metern Tiefe im Atlantik vor – direkt vor der Mündung des Kongos.
Damit wollte Bayon die These überprüfen, dass es früher weniger Niederschläge gab, demnach also ein Klimawandel dafür verantwortlich sein soll, dass große Flächen des Regenwaldes verschwunden waren. Die Frage dabei ist, wie viel Kalium in den Bodenproben steckt. Damit können sich die Forscher ein Bild darüber machen, wie stark die Verwitterung des Bodens ist. Bei viel Regenwaldfläche verwittert der Boden langsam, Savannenboden dagegen sehr schnell – damit gibt es deutlich weniger Kalium.
Vor etwa 2500 Jahren soll der Boden am stärksten verwittert gewesen sein – obwohl andere Klimadaten ergeben, dass sich die Niederschläge in der Regenwald-Region zu dieser Zeit nicht groß verändert hatten. Außerdem fanden Forscher Reste von den Bantu-Stämmen, die früher in der Gegend gelebt hatten. Die Bantu hatten offensichtlich große Flächen des Regenwalds abgeholzt, um Eisenerz herzustellen oder ihre Felder anzulegen.
Deswegen gehen die Forscher davon aus, dass vor 2500 Jahren bereits verhältnismäßig große Flächen des Regenwalds abgeholzt wurden und bis heute nicht mehr nachgewachsen sind. Somit war also nicht der vermutete Klimawandel der entscheidende Faktor im Verschwinden einiger Regenwald-Flächen, sondern tatsächlich der Mensch und seine damaligen Bedürfnisse. Mehr zum Regenwald-Schwund vor 2500 Jahren steht bei tagesspiegel.de.
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