Klima-Katastophe? Fehlanzeige! Prof. Vahrenholts provokante These
Das Klima sei gar nicht in Gefahr, meint Prof. Fritz Vahrenholt in seinem Buch "Die kalte Sonne - Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet". Andere Wissenschaftler widersprechen. (3)
Prof. Fritz Vahrenholts Buch zu Klimakatastrophen wird derzeit heiß diskutiert. Vahrenholt gilt als Umweltschützer und war zwischen 1991 und 1997 sogar Umweltsenator in Hamburg. Nun allerdings hat der promovierte Chemiker ein Buch herausgebracht, das Umweltschützer weltweit empört. In "Die kalte Sonne – Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet", behauptet Vahrenholt, man solle den Treibhauseffekt nicht überschätzen. Aktuell ist Vahrenholt übrigens Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy, der RWE-Tochter für Erneuerbare Energien.
Vahrenholt habe dem Vorstand stets von kalten und vor allem windschwachen Wintern berichten müssen und dabei festgestellt, dass sich die globalen Temperaturen seit rund zehn Jahren nicht verändert haben. Darüber hinaus seien die kalten Winter ein Hinweis auf verminderte Sonnenaktivität. Kritiker zeigen sich wenig begeistert von Vahrenholts Ausführungen. Die Rede ist sogar davon, dass Vahrenholt ein "Klima-Sarrazin" sein, in Anspielung auf die von Thilo Sarrazin losgetretene Integrationsdebatte. Ähnlich wie Vahrenholt in "Die kalte Sonne – Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet" hatte auch Sarrazin ein provozierendes Buch veröffentlicht.
Das Buch "Die kalte Sonne – Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet" liefere keinerlei neue Argumente, behauptet beispielsweise Prof. Jorem Marotzke vom Max-Planck-Institut in Hamburg. Darüber hinaus seien die meisten Aussagen aus dem Buch bereits widerlegt. Zwar sei es grundsätzlich korrekt, dass die Temperaturen derzeit stagnieren, das bedeute aber längst nicht, dass damit auch die Warnungen vor dem Klimawandel obsolet sind. Wir würden uns lediglich auf einem sogenannten Plateau befinden. Auf einem, mit sehr hohem Niveau. Und derlei Plateaus würden in den Modellen der Wissenschaftler immer wieder auftauchen, so Marotzke.
Ein Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf Windkraftprojekten im On- und Offshore-Bereich. Wachsen soll RWE Innogy aber auch in den Bereichen Wasserkraft und Biomasse. Zugleich unterstützt RWE Innogy die Entwicklung von Zukunftstechnologien. So planen und betreiben die Zuständigen beispielsweise Biogasanlagen, Wellen-, und Gezeitenkraftwerke sowie Solarthermiekraftwerke.
Vahrenholt ist nicht der einzige Kritiker an den Klimatheorien. Die verschiedenen Meinungen zur Entwicklung des Klimas sind durchaus umstritten. Es ist ein emotinales Thema, das regelmäßig hochkocht. Jedes Jahr erscheinen verschiedene Dokumentationen und auch Bücher zum Thema. Der Streit dürfte noch eine Weile weitergehen. Mehr zum Thema hat das Deutschlandradio.
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