Erster Burger aus Stammzellen soll im Oktober serviert werden - der Umwelt zuliebe
Ein holländischer Forscher möchte Frikadellen aus den Stammzellen von Rindern herstellen.
Update 21.2.2012: Der englische 3 Sterne-Koch Heston Blumenthal soll den Stammzellen-Burger öffentlich zubereiten, und zwar im Oktober 2012 auf einer Konferenz in Maastricht. Wer den Burger essen soll, wolle der anonyme Spender noch entscheiden. Auch der Präsident der Organisation Earthsave Canada, David Steele, meldete sich zu Wort. Synthetisches Fleisch habe sicherlich seine guten Seiten im Vergleich zur Verwendung von echtem Fleisch, erklärt Steele. Allerdings habe aus Pflanzen erzeugtes Fleisch wesentlich mehr Vorteile für die Umwelt. Selbstverständlich würde das auch die Tiere schonen. Er befürchtet außerdem, dass man synthetisches Fleisch lediglich mit großen Mengen an Antibiotika und anderen Chemikalien haltbar machen kann. Quelle: Abendblatt
Originalmeldung: Kann man einen Hamburger aus Stammzellen eines Rindes herstellen? Ein niederländischer Forscher will es zumindest versuchen. Mark Post wurde von einem anonymen Spender dazu beauftragt, Frikadellen aus den Stammzellen eines Rindes herzustellen. Dem Spender ist das immerhin 250.000 Euro wert. Er möchte damit nicht nur die Tiere, sondern auch die Umwelt schützen und schonen. Der Spender möchte allerdings anonym bleiben.
Das Projekt hat durchaus Aussicht auf Erfolg. Zwar seien die Forschungen noch in der Entwicklungsphase, allerdings will Mark Post schob im Herbst einen Hamburger vorstellen, dessen Frikadellen mithilfe von Rinderstammzellen gezüchtet wurden. Ziel ist, dass das Stammzellenfleisch genauso aussieht und genau so schmeckt, wie das originale, echte Rinderfleisch, das Hamburgern ihren Geschmack verleiht.
Laut vielen Forschern ist die Tierzucht enorm belastend für die Umwelt. Die Tiere stoßen Gas aus, das wiederum den Treibhauseffekt steigert. Außerdem verbrauche die massenhafte Zucht von Tieren große Mengen an Getreide und Wasser. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist, dass beispielsweise Rinderzucht riesige Landwirtschaftsflächen in Anspruch nimmt. Weltweit wird daher nach Ersatz für das Fleisch geforscht. Ob es gelingt, einen Hamburger aus Stammzellen zu züchten, bleibt abzuwarten.
Hintergrund: An einer weiteren Alternative zum echten Fleisch arbeitet der Biochemiker Patrick Brown von der Stanford University in Kalifornien. Er möchte Burger, Speck sowie Steaks aus Getreideprodukten herstellen. Auf dem Symposium "Die nächste Agrar-Revolution" in Vancouver erläuterte er die Wichtigkeit von Fleisch-Alternativen. Er bezeichnete die Tierzucht als die mit Abstand größte anhaltende Umweltkatastrophe unserer Zeit.
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