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Wissenschaft

Antarktis: Russen erreichen Wostok See unter 4.000 Meter Eis

10.02.2012 00:02 Uhr
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Vorstoß in unbekanntes Gebiet: Der Wostoksee in der Antarktis lag seit hunderttausenden von Jahren ohne Kontakt zur Außenwelt im ewigen Eis verborgen, 4.000 Meter tief. Russische Forscher haben diesen nun angebohrt. Ein Fest für die Wissenschaft. Der Wostoksee ist 250 Kilometer lang und 50 Kilometer breit.

Mit diesem U-Boot soll die Leiche Hitlers einer wilden Theorie zufolge in die Antarktis gebracht worden sein. Mit diesem U-Boot soll die Leiche Hitlers einer wilden Theorie zufolge in die Antarktis gebracht worden sein. Russische Forscher haben den Wostoksee angebohrt - und das ist eine tatsächlich eine Sensation: Denn dieser See liegt ganze vier Kilometer unter dem Eis der Antarktis und die Wissenschaftler bemühen sich bereits seit Jahren, das Süßwasserreservoir in dieser unwirtlichen Gegend zu erreichen. Wie die Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet, sei das jetzt endlich geglückt. Man beruft sich für die Meldung auf einen nicht näher genannten Mitarbeiter von Rosgidromet, einem Dienst für Umwelt-Monitoring. Von anderer Seite ist der Erfolg bislang nicht bestätigt.

Derzeit warte man noch auf die Auswertung der Daten, so Valery Lukin, seines Zeichens Chef des Antarktis-Programms. Solange diese Auswertung noch nicht vorliegt, wolle man noch nicht von einem Erfolg sprechen. Man will erst sicherstellen, dass man den Wostoksee tatsächlich erreicht hat. Für Forscher wäre diese Nachricht wahrlich ein Fest, denn der See liegt seit Jahrtausenden, wenn nicht sogar seit Jahrmillionen verborgen unter dem Eis und ohne Kontakt zur Außenwelt.

Man hofft, auf neue Lebensarten zu treffen. Vor allem von Mikroorganismen erhofft man sich viel. Der enorme Druck, verbunden mit dem geringen Nährstoffgehalt sind Extrembedingungen für Leben aller Art. Doch gibt es auch Kritiker. Diese vermuten, dass Russland nicht ganz sorgfältig gearbeitet hat. Möglich wäre, dass der See durch Mikroorganismen von außen oder Chemikalien nun kontaminiert sein könnte und die Messungen somit unbrauchbar macht - auch wenn die Forscher versprachen, mit sterilen Werkstoffen zu arbeiten.Im kommenden Südsommer sollen die Proben geborgen werden.

Bereits im Jahr 1998 versuchte Russland ein Loch zum Wostoksee zu bohren. Das Vorhaben wurde allerdings aufgrund massiver Proteste gestoppt. Damit das Loch nicht wieder zufror, setzte man Kerosin und Kühlmittel ein. Wären diese Komponenten in das bislang unberührte Wasser gelangt, hätte das dramatische Folgen auf das Ökosystem des unterirdischen Süßwassersees haben können. Unter der Meldung: Virtueller Schnee - fast wie in der Antarktis. Quelle: RIA Novosti

Update vom 08.20.2012: Zwar geht es beim Wostoksee in der Antarktis hauptsächlich um die gewaltigen Süßwasserreserven, die unter vier Kilometer Eisschicht lagern. Die russische Agentur Ria Novosti hat Berichten zufolge noch eine abenteuerliche Theorie auf Lager: Angeblich könnte die Leiche von Adolf Hitler unter den Eismassen begraben worden sein. So sollen die Überreste des Nazi-Führers nach seinem Selbstmord am 30. April 1945 mit dem U-Boot U-977 zu einem versteckten Bunker in der Antarktis gebracht worden sein - der sich eben in der Nähe des Wostoksees befunden haben soll. Die Theorie wird aber noch wilder: Angeblich hätte man dort Experimente durchgeführt, um Adolf Hitler zu klonen. Wer sich selbst am Kopf kratzen will, schaut sich die Hitler-Theorie bei Bild.de an.

Sebastian Thöing
Online-Redakteur
10.02.2012 00:02 Uhr

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