Wir sind Champions: Filmrezension zur Inklusionskomödie
Um den Grad an Realismus zu erhöhen, hat Regisseur Javier Fesser nicht auf professionelle Schauspieler zurückgegriffen. Stattdessen feiern die meisten Darsteller mit dem Film ihr Leinwand-Debüt und leiden tatsächlich an den jeweiligen Behinderungen. Javier Gutiérrez, der hier den Trainer spielt, ist einer der wenigen mit Schauspielerfahrung. Man kennt ihn bspw. als Torquemada in "Assassin's Creed (2016).
Der miesepetrige Marco verliert seine Stelle als Zweitcoach der spanischen Basketball-Nationalmannschaft und steht kurz vor dem Ehe-Aus. Als wär das nicht genug, wird der Egoist wegen einer betrunkenen Autofahrt zu Sozialstunden verdonnert. Marco soll das Basketballteam eines Behinderten-Sportvereins für die Landesmeisterschaft fit machen, kann mit den versehrten Amateuren jedoch überhaupt nichts anfangen ...
In ihrem Produktionsland Spanien avancierte die Inklusionskomödie zum beachtlichen Kassenhit. Wohl auch, weil der Regisseur und Co-Autor Javier Fesser einen leicht konsumierbaren Film vorlegt, der niemandem wehtut. Mit eingängiger Musik und einem liebenswerten Cast wurde der lebensbejahende Plot handwerklich sauber inszeniert. Zugleich wirkt der Film aber ziemlich bieder, zu vorhersehbar und in manchen Szenen banal. So gelingt eine lediglich solide Komödie, die mit der Gleichberechtigung behinderter Menschen ein gesellschaftlich relevantes Thema aufgreift.
FAZIT:
Gut gemeinte, doch zu standardisiert umgesetzte Feelgood-Komödie über ein gehandicaptes Basketballteam.
