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  • Software für Grafikkarten unter Windows 10: Tools, Treiber und Überwachung

    Grafikkarten benötigen zur optimalen Nutzung Treiber. Zudem gibt es auch Tools für Tuning und Überwachung. Wir zeigen euch, wo ihr Treiber und Tools finden könnt und wie sie funktionieren, und zwar passend zu Windows 10, aber auch älteren Windows-Versionen.

    Nach dem Release von Windows 10 stellt sich für Gamer natürlich die Frage, wie man seine Grafikkarte softwareseitig optimal nutzt. Die Tipps und Tools sind grundsätzlich genau die gleichen wie für ältere Windowsversionen, so dass unser Special nicht nur für Windows 10-Nutzer hilfreich ist. Wir erklären euch das wichtigste zum Thema Grafikkartentreiber und haben auch Tools herausgesucht, mit denen ihr eure Grafikkarte überwachen, aber auch einzelne Dinge selber anpassen könnt bis hin zu einer Übertaktung der Grafikkarte.

    Grafikkartentreiber

          

    Die Grafikkartentreiber sorgen vor allem dafür, dass die Grafikkarte alle ihre Features auch nutzen kann. Dies fängt bei einer grundsätzlichen Funktion an, nämlich einfach nur der Darstellung von Windows in der vom Monitor unterstützten größten Auflösung und passenden Bildwiederholfrequenz.

    Mit aktuellen Treibern für eine starke Grafikkarte ist eine schöne Grafik keine Hexerei Mit aktuellen Treibern für eine starke Grafikkarte ist eine schöne Grafik keine Hexerei Quelle: PC Games Hardware Doch wichtig für Gaming ist vor allem die Unterstützung modernster Computerspiele und deren Detailmodi und Grafikeffekte durch die volle und korrekte Umsetzung der im Spiel programmierten Befehle. Es ist dabei ratsam, stets die aktuellsten Grafikkartentreiber zu nutzen. Mit veralteten Treibern kann es sein, dass bestimmte neue Features der Spielegrafik für euch gar nicht sichtbar sind. Auch kann es passieren, dass die Performance eines Spiels mit der älteren Treiberversion schlechter ist. Vor allem bei neuen Spielen können ohne den aktuellsten Treiber sogar Fehler auftreten. Trotzdem ist auch Vorsicht geboten: in seltenen Fällen bringt ein neuer Treiber zwar Vorteile, kann aber in manchen Spielen sogar eher für Fehler sorgen. Sofern ihr also den alten Treiber nutzt und dort nicht bereits mit Problemen zu kämpfen habt, solltet ihr ruhig die ersten User-Erfahrungen mit der neuen Treiberversion abwarten, bevor ihr die aktuellere Version installiert. Wichtig ist auch, dass weitere Treiber, vor allem für Mainboard und Sound aktuell sind.

    Treiber finden und installieren

          

    Die passenden Treiber sind einfach zu finden: je nach dem, ob ihr eine Grafikkarte mit Nvidia- oder AMD-Grafikchip besitzt, besucht ihr die entsprechende Homepage. Es gibt dabei zwar auch die Möglichkeit, eure Hardware erkennen zu lassen, aber eine manuelle Suche garantiert euch den korrekten und neuesten Download. Wir haben hier für Nvidia und hier für AMD die direkten Links zur Treiberauswahl für euch vorbereitet.

    Treiberwahl online bei Nvidia (links) und AMD (rechts) Treiberwahl online bei Nvidia (links) und AMD (rechts) Quelle: AntonioFunes Bei AMD scrollt ihr ein wenig herunter bis zum Abschnitt Treiber manuell auswählen. Dort wählt ihr im ersten Schritt den Punkt Desktop Grafiklösungen, danach die Serie wie zum Beispiel R9 für eine R9 280X oder HD Serie für eine Radeon HD 7870 und im dritten Schritt noch die genauere Familie wie R9 300er oder 200er-Serie. Falls es um eine Notebookgrafikkarte geht, müsst ihr im ersten Schritt natürlich Notebook Grafiklösungen auswählen. Zum Schluss gebt ihr das Betriebssystem eures PCs an und geht auf Display Results, um den neuesten offiziellen Treiber angezeigt zu bekommen. Auch ein eventuell verfügbarer Beta-Treiber wird dort angezeigt. Bei Nvidia läuft die Suche prinzipiell identisch ab, nur mit dem Unterschied, dass ihr die Wahl über Desktop oder Notebook-Treiber im zweiten Schritt über die Auswahl der Modellserie trefft: steht ein M für mobil hinter der Ziffer, handelt es sich um die Notebook-Version der Grafikkartenserie. Nvidia bringt traditionell häufiger neue Treiber heraus, hat dabei allerdings in letzter Zeit auch ab und an das Problem, für kleinere Fehler in manchen zu Spielen sorgen. AMD wiederum bietet eher selten neue Treiber zum Download an, dafür sind oft für mehrere Wochen oder gar Monate Beta-Treiber als Download verfügbar, die eigentlich schon ausgereift genug sind, um sie bedenkenlos zu installieren. Beta bedeutet normalerweise, dass die Treiber noch nicht komplett getestet worden sind, aber zu Testzwecken bereits für Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Bei AMD könnt ihr daher die Beta-Treiber, sofern sie nicht brandneu sind und es keine User-Klagen gibt, ohne große Bedenken herunterladen und installieren. Bei Nvidia empfehlen wir aber eher die neuesten offiziellen nicht-Beta-Versionen. Die Installation der Treiber ist übrigens in beiden Fällen simpel: nach dem Download doppelklickt ihr die heruntergeladene Datei und folgt den Anweisungen.

    Treibermenü bei AMD und Nvidia inklusive Downsampling

          

    Strenggenommen sind die Treiber nur eine Software, die zum Betrieb der Hardwarekomponente, also zum Beispiel der Grafikkarte, in Windows tief verankert wird, aber für den Nutzer normalerweise nicht sichtbar ist. Zusammen mit den eigentlichen Treibern ist bei AMD und Nvidia aber in den Downloadpaketen stets auch noch weitere Software dabei, die euch ein Treibermenü mit vielen Einstellmöglichkeiten rund um die Grafikkarte bietet. Nach Installation des Treiberpaketes (bei AMD Catalyst, bei Nvidia Game Ready) ist auch das erweiterte Treibermenü unter Windows aufrufbar. Es ist darin unter anderem möglich, Voreinstellungen für den Spielebetrieb zu treffen.

    Grafiktreibermenü Catalyst Control Center von AMD Grafiktreibermenü Catalyst Control Center von AMD Quelle: AntonioFunes Zum Beispiel könntet ihr festlegen, dass in allen Spielen durch den Treiber 8-fach AA (Antialising - Verringerung der treppenartigen, pixeligen Liniendarstellungen) erzwungen wird, anstatt dass ihr es separat in den Grafikoptionen des jeweiligen Spiels einstellt. Allerdings sind solche globalen Einstellungen auch mit Vorsicht zu genießen, denn es kann bei einem besonders hardwarehungrigen Spiel passieren, dass die treiberseitige Einstellung zu viel des Guten war, das Spiel stark ruckelt und ihr es extra verlassen müsst, um eine beispielsweise geringere AA-Stufe zu wählen. Ein interessanter Punkt in den Treibermenüs ist die Downsampling-Funktion, die sich für sehr starke Grafikkarten anbietet. Hierbei berechnet die Grafikkarte intern eine höhere Auflösung als die, die später auf dem Monitor ausgegeben wird. Das berechnete Bild wird erst am Ende wieder in die Monitorauflösung heruntergerechnet. Das Ergebnis sieht in vielen Spielen aber ansehnlicher aus, als wenn die Grafikkarte die 3D-Grafik direkt nur in der normalen Monitor-Auflösung berechnet. Doch dies alles frisst natürlich viel Leistung - mit einer starken Grafikkarte und vor allem dann, wenn ein Spiel ohnehin mit hohen FPS-Werten berechnen kann, ist Downsampling aber eine Option, die ihr ruhig testen könnt. Bei AMD nennt sich das Verfahren Virtual Super Resolution und wird bei den Einstellungen für die digitalen Bildschirme aktiviert, danach sind im Menü für das Desktop-Management neue, höhere Auflösungen zu finden. Bei Nvidia ist von Dynamic Super Resolution (DSR) die Rede, der passende Menüpunkt ist bei den 3D-Einstellungen platziert. Doch es gibt auch zahlreiche Dinge, die ihr über die Treibermenüs anpassen könnt und die nichts mit der Spieleleistung zu tun haben. Zum Beispiel die Verwaltung der angeschlossenen Monitore, die Grundauflösung, Farbenmanagement und mehr. Zusätzlich zu den Treibern gibt es auch separat erhältliche Software von AMD (Gaming Envolved) und Nvidia (GeForce Experience), die euch für eure Spiele jeweils eigene Einstellungen vorschlagen und als Profil speichern. Obwohl die beiden Tools auch eine interessante Aufnahmefunktion bieten, meinen wir: stellt die Grafik lieber im Spiel selber manuell ein, um eine für euch optimale Mischung aus Leistung und Optik zu erzielen, sofern eure Grafikkarte nicht ohnehin bei maximalen Details genug FPS für ein flüssiges Spielen ermöglicht.

    Grafikkartentools: Überwachung und Tuning

          

    Zur Überwachung, zum Auslesen der Grafikkarten-Daten und auch zum Übertakten gibt es diverse Freeware-Tools. Ein beliebtes und auch besonders empfehlenswerter Kandidat ist dabei der MSI-Afterburner, mit dem ihr nicht nur die Grafikkarte überwachen und tunen, sondern auch Videos aufnehmen könnt. Auch wenn es noch keine offizielle Version für Windows 10 gibt, funktioniert das Tool in aller Regel auch mit Windows 10 einwandfrei.

    MSI-Afterburner Hauptmenü mit Tuningoptionen und Überwachungskurven (mit Detach vom Hauptfenster abkoppelbar) MSI-Afterburner Hauptmenü mit Tuningoptionen und Überwachungskurven (mit Detach vom Hauptfenster abkoppelbar) Quelle: AntonioFunes Der MSI-Afterburner entstand zusammen mit den Programmierern des früher sehr beliebten Riva-Tuners, der in seiner Anfangszeit für Grafikkarten von Nvidia gedacht war. Der MSI-Afterburner ist, wie auch die späteren Riva-Tuner-Versionen, auch für AMD-Grafikkarten bestens geeignet. Zudem muss die Grafikkarte selbstverständlich nicht von MSI stammen, sondern der MSI-Afterburner funktioniert mit Grafikkarten von allen Herstellern. Es kann jedoch (vor allem bei älteren Grafikkarten), vorkommen, dass ihr die normalerweise veränderbaren Werte der Grafikkarte wie Takt, Spannung oder auch die Lüfterkurve nicht umstellen könnt. Auf dem Bild links seht ihr beispielsweise einen solchen Fall: der Menüpunkt Core Voltage (Änderung der GPU-Kern-Spannung) ist bei unserer Asus R9 290 DirectCU II OC nicht freigeschaltet. In diesem Fall bleibt noch als Alternative, ein Tool des Grafikkartenhersteller zu suchen, das vielleicht Abhilfe schafft. So bietet Asus ein eigenes ähnliches Tool namens GPU Tweak an, um die Grafikkarte zu überwachen und auch einzelne Werte anzupassen. Kurioserweise kann es aber auch vorkommen, dass das Hersteller-Tool versagt, der MSI Afterburner aber funktioniert. Hier gilt also: ausprobieren. Selbstverständlich solltet ihr aber vor allem beim Thema Übertaktung und Veränderung der Spannung auf höhere Werte sehr aufpassen. Umgekehrt aber ist es unkritischer: ihr könnt den Takt etwas absenken und auch mit einer etwas geringeren GPU-Spannung experimentieren, falls eure Grafikkarte euch bei Last zu warm und somit auch die Lüftung laut wird. Mit geringerem Takt oder geringerer Spannung entsteht nämlich logischerweise weniger Hitze.

    Lüfterkurve anpassen: links auf leisen Betrieb ausgelegt, rechts auf niedrige Temperaturen Lüfterkurve anpassen: links auf leisen Betrieb ausgelegt, rechts auf niedrige Temperaturen Quelle: AntonioFunes Allerdings kann die Leistung darunter leiden oder es auch bei einer zu geringen Spannung zu Abstürzen kommen. Aus diesem Grunde ist bei Problemen wegen Hitze und Lautstärke eher ein anderer Menüpunkt zu empfehlen, der beim MSI-Afterburner und anderen ähnlichen Tools verfügbar ist: das manuelle Anpassen der Lüfterkurve. Die Lüfterkurve ist ab Werk in einer Grafikkarte festgelegt und gibt vor, mit wie vielen Umdrehungen pro Minute die Lüfter bei bestimmten Temperaturen laufen sollen. Manche Hersteller wollen einen möglichst niedrigen Temperaturwert erreichen und lassen die Lüfter daher schon bei moderaten Temperaturen recht schnell drehen - eine eher laute Grafikkarte kann die Folge sein. Andere trimmen ihre Grafikkarte auf einen leisen Betrieb, lassen die Lüfter also langsamer drehen, akzeptieren dabei dann aber Temperaturen knapp unterhalb der empfohlenen Maximalwerte. Als User könnt ihr mit den passenden Tools aber selber entscheiden, wie ihr die Lüfterkurve einstellen wollt. Hat eure Grafikkarte beispielsweise einen Top-Kühlkörper und ist trotzdem recht laut, weil die Lüfter mit 70 Prozent Drehzahl ihren Dienst vollziehen, dann hat der Hersteller offenbar das Ziel, die Grafikkarte werbewirksam bei beispielsweise sehr kühlen 65 Grad unter 3D-Last zu halten. Und das, obwohl es erst ab 80 Grad in den kritischen Bereich geht.

    Furmark Grafikkarten Stresstest Furmark Grafikkarten Stresstest Quelle: AntonioFunes Wenn ihr die Kurve nun selber manuell so einstellt, dass die Lüfter deutlich langsamer drehen, werdet ihr wegen des guten Grafikkartenkühlers merken, dass die Grafikkarte nun viel leiser arbeitet und trotzdem bei ungefährlichen 75 Grad im Maximum arbeitet. Dies ist nur ein Beispiel - es kann freilich auch je nach Grafikkartenmodell sein, dass ein Verringern der Lüfterdrehzahl am Ende doch zu gefährlich hohen Temperaturen führt. Aus diesem Grunde solltet ihr alle Änderungen, die ihr mit dem MSI-Afterburner (oder anderer Software) durchführt, auch unter Spielelast eine Weile testen.Dabei helfen euch die Überwachungskurven im Fenster rechts vom Hauptmenü des MSI-Afterburners enorm, denn sie zeichnen die Werte auch im Hintergrund weiterhin auf, so dass ihr nach Spielende nachsehen könnt, mit welche Drehzahlen, Temperaturen und Taktwerte beim Spielen erreicht wurden. Tipp: am besten koppelt das Fenster über den Button Detach vom Hauptfenster ab und zieht es in die Breite - somit vergrößert sich der grafisch aufgezeichnete Zeitraum, den ihr im Nachhinein noch zurückverfolgen könnt.

    Sensormenü von GPU-Z Sensormenü von GPU-Z Quelle: AntonioFunes Neben dem MSI-Afterburner möchten wir auch noch zwei weitere Tools nennen. Das erste ist sozusagen der Bruder des beliebten Hardware-Diagnose-Tools CPU-Z und nennt sich treffenderweise daher GPU-Z. Es zeigt euch detaillierte technische Daten zu eurer Grafikkarte an, die ein anderes Tool eventuell nicht offenbart. Außerdem hat auch GPU-Z im Menü Sensors eine Überwachungsktion. Wenn ihr dort ein Häkchen unten bei Log to File setzt, entsteht zudem eine Text-Datei, die in kurzen Abständen alle Sensorenwerte (Takt, Temperatur, Drehzahlen und so weiter) aufzeichnet - dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn ihr Probleme mit Abstürzen habt, denn ihr könnt dann auch später nach einem Neustart des PCs das Textfile aufrufen und nachsehen, wie die einzelnen Werte unmittelbar vor dem Absturz waren und ob hier vielleicht der Hund begraben liegt. Das zweite Tool ist vor allem dann hilfreich, wenn ihr die Temperaturen und Lüfterwerte einer Grafikkarte unter Last analysieren wollt. Die Rede ist von Furmark, das ihr hier herunterladen könnt. Zur eigentlichen Analyse ist es zwar weniger geeignet, aber es belastet die Grafikkarte enorm und simuliert eine starke Grafikkartenlast, ohne dass ihr ein Spiel starten und intensiv spielen müsst. Da ihr es in einem kleinen Fenster laufen lassen könnt, ist es euch möglich, nebenbei noch die Überwachungskurven eines anderen Tools zu beobachten.

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Tipps, Treiber & Tools für Grafikkarten unter Windows 10
Grafikkarten benötigen zur optimalen Nutzung Treiber. Zudem gibt es auch Tools für Tuning und Überwachung. Wir zeigen euch, wo ihr Treiber und Tools finden könnt und wie sie funktionieren, und zwar passend zu Windows 10, aber auch älteren Windows-Versionen.
http://www.pcgames.de/Windows-10-Software-259581/Specials/Tools-Treiber-Tipps-fuer-Grafikkarten-1170732/
13.09.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/09/Grafiktreibermenue_Catalyst_Control_Center_von_AMD-pc-games_b2teaser_169.png
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