Hochkomplexe Aufbau-Strategie mit Knuddeltier-Ambiente.
Wenn die Tiere vernachlässigt werden, versuchen sie schon mal auszubrechen und gehen auf die Besucher los.
Kein Witz: In einem chinesischen Zoo hilft man den putzigen Panda-Bären seit einiger Zeit mit anregenden Kopulationsfilmchen auf die Sprünge - mit Erfolg, die ersten kleinen Nachwuchsdarsteller sind schon geboren. Was den einschlägigen Boulevard-Zeitungen im Sommerloch eine große Meldung wert ist, ist bei Wildlife Park ein Detail von vielen. Akribisch haben die Entwickler etliche Bücher gewälzt, Zoologen befragt und Tierparks besucht und sind dabei auch auf diese kuriose List gestoßen. Die aufwendige Recherche-Arbeit trägt Früchte; abgesehen vom ähnlichen Spielprinzip hat Wildlife Park mit dem Konkurrent Zoo Tycoon nur wenig gemeinsam. Als Leiter eines Tiergartens ist es Ihre Aufgabe, für das Wohlbefinden der Affen, Gazellen und Killer-Wale zu sorgen, die Besucher bei Laune zu halten und nebenbei den ein oder anderen Euro zu verdienen. So viel zu den Ähnlichkeiten - alles andere fällt bei Wildlife Park nämlich deutlich komplexer aus, als in Microsofts Aufbau-Spiel. Ob nun Rasensprinkler, Geldautomaten für kreditwürdige Besucher oder Leinwände für die bereits erwähnten Erotik-Streifen: Die Möglichkeiten, auf den eigenen Zoo einen ganz individuellen Einfluss zu nehmen, sind enorm.
Natürlich liegt das Hauptaugenmerk aber trotzdem auf der Hege und Pflege der über 50 Tierarten. Genügte es bei Zoo Tycoon noch, den richtigen Bodentyp und ein paar Landschaftsobjekte für das Gehege auszuwählen, müssen Sie in Wildlife Park wesentlich vorsichtiger zu Werke gehen. Affen wollen beispielsweise ständig mit Schaukeln, Wippen und Klettergerüsten beschäftigt werden und freuen sich - ebenso wie Ihre Besucher - über einen Dompteur, Pinguine sind hingegen todunglücklich, wenn sie keine Klippen haben, von denen Sie sich in das eisige Wasser stürzen können. Die Kampagne führt Sie in 20 abwechslungsreichen Missionen rund um den Globus, ein Endlosspiel steht natürlich auch zur Verfügung. Grafisch ist Wildlife Park hübsch, aber wegen der 2D-Engine recht unspektakulär, viel Mühe haben sich die Entwickler hingegen mit den Animationen der Tiere gegeben. Drei Zoomstufen sorgen dafür, dass Sie die putzigen Sprünge und Paarungsrituale nicht verpassen, gleichzeitig aber immer die Übersicht behalten.


http://www.wlpark.de.vu
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