Widows - Tödliche Witwen: Filmrezension zum Gangsterthriller von Steve McQueen
Der Gangsterthriller, der auf der Fernsehserie "Widows" von 1983 basiert, stellt die Witwen der eigentlichen Gangster in den Mittelpunkt, die bei einem gefährlichen Überfall verstorben sind. Doch die vier Frauen, die mit einem Berg Schulden zurückgelassen wurden, wissen sich zu helfen und führen einen Plan durch, den ihre Männer bereits ausgearbeitet, aber nie ausgeführt haben, um das Geld zurückzuzahlen. Die gefährlichen Witwen werden von Viola Davis, Michelle Rodriguez, Elizabeth Debicki und Cynthia Erivo verkörpert, Teil des Casts sind außerdem Liam Neeson, Brian Tyree Henry und Colin Farrell, wodurch das Ensemble nicht nur aus bekannte Namen sondern auch einige Oscar- und Golden-Globe-Gewinner/-innen und Nominierten besteht.
Nachdem Harry Rawlings und seine Gang bei einem Raubüberfall ihr Leben lassen, stehen deren Witwen nicht nur ohne Geld dar: Rawlings hat 2 Millionen Dollar vom Gangster Jamal Manning gestohlen. Manning bereitet seinen Weg in die Politik als Kongress-Kandidat vor und wollte das Geld für seinen Wahlkampf nutzen. Er gibt den Witwen einen Monat Zeit, um das Geld wieder zu beschaffen.
"Widows (jetzt kaufen 7,99 € )" ist ein ruhiges Gangsterdrama, das seine Schachfiguren langsam in Stellung bringt und ihre Hintergründe sowie vergangene Traumata bedächtig entfaltet. Regisseur Steve McQueen jongliert stilvoll und souverän zahlreiche Handlungsstränge, die sich mit Trauerbewältigung aber auch politischer Korruption auseinandersetzen. Action ist dagegen nur ein Teil dieser Gleichung. Die Gewalt erfolgt plötzlich, allerdings unangenehm und brutal und ist niemals voyeuristisch geprägt. In einer sowieso beeindruckenden Besetzung sticht Hauptdarstellerin Viola Davis mit ihrem sensiblen, zähen und mitreißenden Porträt hervor.
FAZIT: Großartig und bedächtig inszeniertes sowie spannendes Gangsterkrimidrama eines äußerst talentierten Regisseurs.
