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Warren Spector

Warren Spector: Der Geschichtenerzähler unter den Entwicklern

25.07.2008 10:10 Uhr
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Ultima Underworld Ultima Underworld Sprungbrett Origin Systems

Während seiner Zeit bei Origin lernte er Doug Church von den Looking Glass Studios kennen. An seiner Seite entwickelte er Ultima Underworld, Ultima Underworld 2 und das revolutionäre System Shock, Spiele, die Geschichten erzählen, Spiele, deren Charaktere ein Herz und eine Seele zu haben scheinen. "Mit Doug an diesen Titeln zu arbeiten, war wohl der Höhepunkt meiner Zeit bei Origin. [...] Aber alles Gute, hat auch ein Ende..."

Vielleicht war es Origin Systems selbst, vielleicht aber auch Electronic Arts, die sich nicht sonderlich für seine eigenen Spielideen interessierten. Spector fühlte sich in seiner kreativen Freiheit eingeschränkt, er wollte weg von Origin, weg von EA, die das Studio 1992 übernahmen. Sein kreatives Mekka fand er bei den Looking Glass Studios.
Die Ära Looking Glass

Auch wenn Spectors Name gerne in einem Atemzug mit Thief: The Dark Project genannt wird, war er bei den Looking Glass Studios nur marginal an der Entwicklung des Schleich-Shooters beteiligt. "Mein Einfluss auf Thief war minimal... im besten Fall." Darüber hinaus arbeitete er an einen MMORPG namens Junction Point, das allerdings niemals fertiggestellt wurde, sowie an Thief 2: The Metal Age.

Deus Ex Deus Ex Leider blieb der kommerzielle Erfolg aller Spiele hinter den Erwartungen zurück. Rich Carlson, Leveldesigner von Thief, sagte einmal: "Looking Glass bestand aus Künstlern und Intellektuellen, die Rollen- und Actionspiele für Menschen entwickelten, die gerne nachdenken und ihre Fantasie benutzen." Diese Menschen existierten, aber es waren zu wenige, um finanziell erfolgreich zu sein. Thief verblasste neben Ego-Shootern von John Carmack und John Romero, die noch heute als die Väter des Genres gelten.

Zu allem Überfluss überredete Spector Looking Glass, ein Studio in Austin, Texas zu eröffnen. "Das war eine verdammt dumme Idee", gab er später zu. "Wir haben das Studio kurze Zeit später wieder geschlossen." Ein wirtschaftlichen Desaster, zumal Publisher Eidos die finanzielle Unterstützung einstellte. 1997 war Warren Spector arbeitslos... und wusste schon wieder nicht, wie er seine Miete zahlen sollte.

Moderation
25.07.2008 10:10 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
27.07.2008 00:17 Uhr
Endlich mal wieder ein interessanter, gut recherchierter und geschriebener Artikel. Eine wahre Wohltat nach all den dümmlichen Bildergallerien und PCA-Offtopic-News in letzter Zeit. Bitte mehr davon. 

SSA
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
26.07.2008 23:24 Uhr
Zitat: (Original von PeterHantsche am 25.07.2008 11:06)
Deus Ex war ist und bleibt eines der genialsten Games aller Zeiten. Ein Remake in UT3-Engine würde ich sofort kaufen ^^°

Das wäre wirklich der absolute Hammer! Leider wird das aber ganz sicher nur ein Traum bleiben.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
25.07.2008 21:05 Uhr
nett geschrieben ist der artikel wirklich  er ist sehr nett für warren spector geschrieben, würde sogar sagen "verklärend" 
der text zeigt es auf den zweiten blick eigentlich recht gut ,er ist ein mann, der mit vielen sehr bekannten und sehr geschätzten spielen in verbindung gebracht wird,…