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  • WARLOCK 2: THE EXILED

    Test: Entschlacktes Fantasy-Civilization - mit Video-Review!

    Nach Age of Wonders 3 steuert das nächste Rundenstrategie-Spiel auf PC-Fans zu: Unser Test zu Warlock 2: The Exiled verrät euch alles Wissenswerte zum neuen Paradox-Spiel. Unter anderem klären wir, wie gut die KI ist, was der neue Mehrspielermodus kann und warum Modder einen genaueren Blick auf den Editor werfen sollten. Dazu gibt es ein ausführliches Testvideo.

    Im Zusammenhang mit Rundenstrategiespielen vom "Nur noch einen Zug!"-Suchtprinzip zu schreiben, ist unter Spielejournalisten eigentlich als Klischee verpönt. Aber bei Warlock 2: The Exiled trifft diese so oft bemühte Formulierung mal wieder voll ins Schwarze: Das geschliffene Spielprinzip flutscht einfach, der Spielfluss ist exzellent, die Mischung aus Aufbau, Kämpfen und Einheiten-Upgrades motiviert Zug um Zug. Auch wenn nach 20 Spielstunden irgendwann die Luft raus ist: Wer auf Hexfelder, Rundenstrategie und klassische, mit einem leichten Augenzwinkern inszenierte Fantasy-Kost steht, der erhält mit Warlock 2 einen spaßigen Zeitvertreib. Dank neuem Mehrspielermodus und Mod-Unterstützung auch abseits der klassischen Einzelspielerpartien für lange Abende.

    Zu leicht für Profis

    Den Siegesbildschirm bekommen erfahrene Rundenstrategie-Spieler auf den drei unteren Schwierigkeitsgraden ohne große Mühe zu sehen. Den Siegesbildschirm bekommen erfahrene Rundenstrategie-Spieler auf den drei unteren Schwierigkeitsgraden ohne große Mühe zu sehen. Quelle: PC Games Rundenstrategie à la Civilization 5 oder Master of Magic muss wegen des hohen Zufallsfaktors bei der Kartengestaltung üblicherweise ohne Story auskommen. Ino-Co Plus, die mit dem zugänglichen Warlocks: Masters of the Arcane einen Achtungserfolg erzielten (PCG-Wertung: 72), tun was dagegen: Warlock 2 bietet einen Abenteuermodus, in dem ihr die Fantasy-Welt Ardania aus den Klauen eines übermächtigen Magiers befreit. Rudimentäre Dialoge, Aufträge und Zwischenbosse inklusive.

    Im 'The Exiled'-Modus trefft ihr zwischendurch immer wieder kleine Entscheidungen, die aber nur verhaltene Auswirkungen haben. Im "The Exiled"-Modus trefft ihr zwischendurch immer wieder kleine Entscheidungen, die aber nur verhaltene Auswirkungen haben. Quelle: PC Games Neben dem sogenannten "The Exiled"-Modus, der nach einmaligem Durchspielen schnell mit sich wiederholenden Aufgaben langweilt, bietet Warlock 2 auch das typische freie Spiel aus dem Vorgänger. Zu Beginn legt ihr die Größe der Spielwelt, die Anzahl der Computergegner und die passiven Boni eurer Spielfigur fest, eines mächtigen Magiers. Anschließend entscheidet ihr euch für einen von fünf Schwierigkeitsgraden. Wir empfehlen Genre-Kennern die zwei höchsten Einstellungen, denn die Gegner-KI ist genauso beschränkt wie im Vorgänger. So breitet sich der Computergegner zwar schnell durch die Gründung neuer Städte aus, zeigt ansonsten aber kaum Anzeichen einer übergeordneten Strategie und schert sich vor allem nicht um das Schicksal seiner Einheiten: Statt mit Spezialfähigkeiten ausgestattete Armeen hochzuzüchten und sie am Leben zu erhalten, verheizt der Gegner seine Truppen. Bei der Passage durch die magischen Tore, welche die schwebenden Inseln der Spielwelt miteinander verbinden, kann der Spieler die KI-Truppen immer wieder in Hinterhalte locken und eine Einheit nach der anderen niederringen.

    Statt von den gegnerischen Magiern geht die größte Gefahr von den zahllosen Monsterhorden aus, welche die zufallsgenerierte Spielwelt bevölkern. Die Skelette, Zyklopen und Drachen bekommen alle paar Züge Nachschub, solange wir nicht ihre Nester einnehmen. Im "The Exiled"-Modus erscheinen - beschworen von unserem universellen Gegenspieler - selbst dann noch neue Monsterhöhlen, sogar in längst befriedeten Gebieten. Daher lohnt es sich, trotz aller Expansion im Zentrum des eigenen Imperiums ein paar Verteidiger zurückzulassen. Der Kampf gegen immer wiederkehrende, oftmals unterlegene Viecher kann aber gegen Ende einer Partie nerven.


    Zug um Zug draufhauen

    Kleine, sich schnell wiederholende Missionen verlangen die Eroberung bestimmter Hexfelder. Kleine, sich schnell wiederholende Missionen verlangen die Eroberung bestimmter Hexfelder. Quelle: PC Games In Warlock 2 nehmen Kämpfe eine Schlüsselrolle ein. Zwar dürft ihr auch neue Siedlungen gründen und bestehende Ortschaften ausbauen, aber aufgrund der eingeschränkten Diplomatiefunktion und der ohnehin nicht an Gesprächen interessierten Monsterhorden dominiert der Einsatz von Schwert, Bogen und Magie die Partien. Eure Einheiten bewegt ihr rundenweise über die Hexfeld-Strategiekarte, separate Kampfarenen gibt es keine. Taktische Winkelzüge erlaubt das Spiel kaum: Nahkämpfer vorne, Fernkämpfer dahinter, komplexer wird es nicht. Einzig die Möglichkeit, Einheiten eine Abwehrposition einnehmen zu lassen, sorgt für eine Spur Tiefgang, denn so können etwa Bogenschützen angegriffenen Kameraden automatisch Deckungsfeuer geben.

    Einheiten sammeln beständig Erfahrung und steigen im Level auf, woraufhin ihr zwischen drei Boni wählen dürft. Weitere Upgrades schaltet ihr durch den Bau spezieller Gebäude wie einer Schmiede frei und rüstet sie bei jeder einzelnen Einheit gegen den Einsatz von Gold aus. Das ist ungemein motivierend und stärkt die Bindung zwischen Truppen und Spieler. Wenn man mit den hochgezüchteten Elite-Einheiten in wenigen Zügen die Hauptstadt eines gegnerischen Magiers plättet, fühlt sich das herausragend an.

    Besonders mächtige Einheiten geben die neuen Helden ab. Von denen dürft ihr maximal vier gleichzeitig anheuern. Die teuren "Lords" hauen besonders kräftig zu, dienen als Heiler oder verschießen aus der Entfernung Projektile. Auch sie steigen im Level auf und schalten dadurch neue aktive Fähigkeiten frei. Zudem dürft ihr sie mit magischen Artefakten ausstatten, die ihr bei fahrenden Händlern ersteht oder per Zauberspruch selbst erschafft.

    Beim Siedlungsausbau orientiert sich Warlock 2 stark an Civilization 5. Beim Siedlungsausbau orientiert sich Warlock 2 stark an Civilization 5. Quelle: PC Games

    Sinnvolle Einschränkung

    Beim Siedlungsausbau orientiert sich Warlock 2 wie der Vorgänger stark an Civilization 5. So gibt es eine Menge Bauoptionen, die sich auch je nach gewählter Rasse (Menschen, Elfen, Monster, Untote, Weltenwandler und Svarts) unterscheiden. Viele Bauwerke lassen sich nur auf speziellen Ressourcenfeldern errichten, die sich in der (mit der Zeit wachsenden) Einflusssphäre einer Siedlung befinden müssen. Beim Bau müsst ihr einen wachsamen Blick auf die vier Ressourcen Gold, Nahrung, Mana und Forschungspunkte richten, denn rekrutierte Truppen kosten jede Menge Unterhalt und bei zu wenig Nahrung sackt etwa die Laune der Bevölkerung schnell ab – eine Revolte droht. Insgesamt kommt der Aufbaupart damit deutlich komplexer als etwa im kürzlich erschienenen Age of Wonders 3 daher, ist aber nicht ganz so differenziert wie im Genre-Primus Civilization 5.

    Diplomatie spielt so gut wie keine Rolle, zu irrational verhalten sich die KI-Magier. Diplomatie spielt so gut wie keine Rolle, zu irrational verhalten sich die KI-Magier. Quelle: PC Games Überhaupt kommt Warlock 2 in vielen Bereichen entschlackt daher, wirklich komplexe Systeme gibt es kaum. So gibt es etwa ein Limit für von euch kontrollierte Städte: Wer über ein Dutzend Siedlungen besitzt, der muss mit negativen Folgen auf die Laune der Bevölkerung rechnen. Das klingt im ersten Moment wie eine unnötige Simplifizierung, hält die viele hundert Züge dauernden Partien aber frisch, denn so verbringt ihr gegen Ende eines Matches nicht jeden Zug Minuten damit, Bauaufträge in Dutzenden Städten zu verteilen. Um eine Rebellion zu verhindern, wandelt ihr nicht benötigte Städte in unabhängige Orte um, die euch Tribut zahlen, in denen ihr aber keine eigenen Bauwerke mehr errichten könnt. Oder ihr weiht die Stadt einer der acht Gottheiten, verbessert so eure Beziehung zu dem jeweiligen Gott und erhaltet dadurch Zugriff auf besonders mächtige Zauber. Das funktioniert auch, indem ihr besonders prächtige Tempel zu Ehren der übernatürlichen Wesen errichtet.

    Im umfangreichen Technologiebaum forscht ihr gezielt nach den von euch präferierten Zaubern. Im umfangreichen Technologiebaum forscht ihr gezielt nach den von euch präferierten Zaubern. Quelle: PC Games Prima Neuerung: Der Vorgänger verteilte neue Hexereien noch nach dem Zufallsprinzip. Warlock 2 bietet endlich einen umfangreichen Technologiebaum, in dem ihr euch nach und nach zum gewünschten Zauberspruch vorarbeitet. Auch passive Verbesserungen für euer Imperium erforscht ihr auf diese Weise. Die magischen Kunststücke reichen vom nützlichen Heilzauber über den Feuerball und den Fliegen-Zauber für Einheiten bis zur Wiederauferstehung erschlagener Truppen und der Beschwörung von Drachen. Glyphen verstärken den Magieeffekt, verlängern aber auch die Wartezeit bis zum Einsatz. Umständlich: Den gerade benötigten Zauber müsst ihr aus einem dicken Wälzer mit allen Formeln mühsam heraussuchen, es gibt keine Tastenkürzel für besonders häufig verwendete Tricks. Immerhin existiert eine Reihe von Filterfunktionen im umfangreichen Zauberbuch.

    Online-Partien und Mod-Tools

    Gegen Gold heuert ihr bis zu vier schlagkräftige Helden an, denen ihr gefundene Gegenstände übergebt. Gegen Gold heuert ihr bis zu vier schlagkräftige Helden an, denen ihr gefundene Gegenstände übergebt. Quelle: PC Games Den Umfang des Spiels haben die russischen Entwickler im Vergleich zum Vorgänger aufgebohrt: Zwar ist im Einzelspielermodus wieder nach vier, fünf Partien die Luft raus, dafür gibt es erstmals einen Mehrspielermodus. Der erlaubt ausschließlich Online-Partien für bis zu vier Spieler; ihr könnt zwischen dem neuen Abenteuermodus, dem klassischen freien Spiel und einer Koop-Variante wählen, in der die Menschen als Verbündete gegen die KI-Monsterhorden antreten. Zum Betreten der Spiel-Lobby benötigt ihr ein (kostenloses) Paradox-Konto. Gänzlich ohne Hürden gestaltet sich der Zugang zum komplexen Karteneditor (mehr dazu im Testvideo), mit dem sich auch neue Quests und sogar ganze Kampagnen erstellen und per Mod-Datei mit anderen Spielern tauschen lassen. Sogar Spieldetails wie das Städtelimit können engagierte Fans damit anpassen. Das lässt auf eine glänzende Mod-Zukunft und mehr Komplexität durch von Fans erstellte Modifikationen hoffen!

    Warlock 2: The Exiled gibt es als Download über Steam für rund 30 Euro. Eine Box-Version erscheint über den deutschen Publisher Deep Silver. Die sogenannte Lord Edition schlägt mit 40 Euro zu Buche, enthält aber zusätzlich noch den Soundtrack, ein digitales Artbook und einen Comic.

    Warlock 2: The Exiled (PC)

    Spielspaß-Wertung
    74 %
    Leserwertung
    (1 Vote):
    41 %
    Pro & Contra
    Sehr guter Spielfluss mit hoher Langzeitmotivation
    Kompakte Scherbenwelten sorgen für Abwechslung.
    Jede Menge Einheiten-Upgrades
    Umfangreicher Technologiebaum mit etlichen Zaubern
    Viele unterschiedliche Rassen, Einheiten und Gebäude
    Clevere Städtebegrenzung
    Leichter RPG-Anstrich durch ausrüstbare Helden
    Komplexer Karteneditor
    Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler
    Gefälliger Soundtrack
    Gute, präzise Maussteuerung mit frei belegbaren Tastenkürzeln
    KI agiert planlos.
    „The Exiled“-Modus mit geringem Wiederspielwert
    Nebenaufgaben wiederholen sich.
    Monster-Nachschub kann nerven.
    Geringe Komplexität
    Keine Auswahlleiste für häufig verwendete Zauber
    Keine deutsche Sprachausgabe (nur Untertitel)

  • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel

    Von PeterBathge
    Die KI ist genauso dumm wie beim ersten Teil. Da hat es auch niemanden ernsthaft gestört, im Gegenteil, auf Metacritic gibt es sehr viele positive User-Meinungen. Auch bei Teil zwei bewegen sich die Wertungen in ähnlichen Regionen wie meine. Kann deine Kritik daher nicht ganz nachvollziehen. Ich habe meine…
    Von golani79
    lol  made my day ...
    Von McGiner
    74% ?? Also ehrlich, ich finde eure Wertung eine Frechheit ! Das Spiel ist noch in der Beta-Phase, und die Ki hätte selbst ich mit null Kenntnissen an einem Wochenende in einem Kursus programmieren können. Da kann ich nur an eurem Verstand, oder der loyalität zu uns Usern oder den Herstellern von Spielen zweifeln. Sorry für die harten Worte, aber so ist es !

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    Cover Packshot von GhostControl Inc. Release:

    GhostControl Inc.

    Cover Packshot von Tropico 5 Release:

    Tropico 5

    Kalypso Media GmbH , Haemimont Games
    • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel

      • Von PeterBathge Redakteur
        Die KI ist genauso dumm wie beim ersten Teil. Da hat es auch niemanden ernsthaft gestört, im Gegenteil, auf Metacritic gibt es sehr viele positive User-Meinungen. Auch bei Teil zwei bewegen sich die [URL="http://www.metacritic…
      • Von golani79 Erfahrener Benutzer
        Zitat von McGiner
        [...] und die Ki hätte selbst ich mit null Kenntnissen an einem Wochenende in einem Kursus programmieren können. [...]
        lol  made my day ...
      • Von McGiner
        74% ?? Also ehrlich, ich finde eure Wertung eine Frechheit ! Das Spiel ist noch in der Beta-Phase, und die Ki hätte selbst ich mit null Kenntnissen an einem Wochenende in einem Kursus programmieren können. Da kann ich nur an eurem Verstand, oder der loyalität zu uns Usern oder den Herstellern von Spielen zweifeln. Sorry für die harten Worte, aber so ist es !
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