Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
  • WARFACE

    Warface im Vortest: Update: Keine Wertung möglich + Koop-Gameplay

    Mit dem Free2Play-Online-Shooter Warface will Crytek sein Spiele-Portal Gface den Spielern schmackhaft machen. Doch der Start ist mehr als holprig. Sowohl das Spiel selber als auch die Browsereinbindung auf der Plattform überzeugen nicht. Unser Update des Vortests von Warface deckt weitere Schwächen auf.

    "Warface verbindet die für Crytek schon sprichwörtliche Qualität mit einfacher Zugänglichkeit und kann von den Fans direkt in ihrem PC-Browser gespielt werden." So lautet ein Abschnitt aus der Pressemitteilung zum Launch von Warface am 21. Oktober. Das stimmt nur leider so überhaupt nicht! Unsere ersten Spieleindrücke bisher lassen uns an vielen Stellen den Kopf schütteln, weil insbesondere die Bedienung des Spiels über die Gface-Plattform alles andere als gelungen ist.

    Zudem bereiten uns die Server Probleme, die derzeit manchmal temporär offline sind. An anderer Stelle kommen keine PvP-Matches zustande, weil man sich nicht per Chat in der Lobby abstimmen kann, wer welche Klasse übernimmt. Spieler verlassen dann oft gefrustet wieder die Match-Lobby. Manchmal passiert einfach gar nichts, der Spielbildschirm bleibt schwarz und man weiß nicht warum. Immerhin konnten wir etliche Coop-Matches bestreiten und schon mal alle vier spielbaren Klassen (Engineer, Medic, Sniper, Assault) freischalten. Somit können wir euch anhand einiger grundsätzlicher Elemente von Warface berichten, warum es derzeit so wenig Spielspaß bietet. Im heutigen Update haben wir neue Probleme aufgedeckt. Nachdem inzwischen klar ist, dass auch etliche Karten einfach fehlen und Warface offiziell weiter als Open Beta betitelt wird, können wir noch keine finale Wertung geben. Fest steht, dass es sich bislang nicht lohnt, Echtgeld in Warface zu investieren. Ein paar schnelle Matches für lau zocken - zu mehr reicht es einfach noch nicht.

    Browser – wozu überhaupt?

    Es ist nicht so ganz richtig, dass man Warface so ohne weiteres direkt im Browser spielen kann. Nach der Registrierung auf dem Gface-Portal erfolgt erst mal eine Client-Installation von knapp 3 Gbyte. Das Schlimme daran, man hat keinerlei Möglichkeit, einen Installationspfad anzugeben, geschweige denn, dass einem das Spiel überhaupt mitteilt, wo es denn die Daten installiert. Warface belegt eben einfach ungefragt den Speicherplatz der Windows-Partition. Erst danach kann man in den Optionen per Fenstermodus Warface innerhalb des Browsers spielen. Da stellt sich nur die Frage, warum sollte man das überhaupt tun? Denn das Spielfenster ist nicht gerade groß und verschafft einem eher Nachteile gegenüber den Spielern, die es im gewohnten Vollbildmodus zocken.
    Warface im Test: Bestimme Ausrüstungsgegenstände laufen nach einer angegebenen Zeitdauer ab und lassen sich dann nicht mehr benutzen. Warface im Test: Bestimme Ausrüstungsgegenstände laufen nach einer angegebenen Zeitdauer ab und lassen sich dann nicht mehr benutzen.
    Gnadenlos umständlich fällt auch der gesamte Aufbau des Online-Portals Gface auf, auf dem man sich zwingend anmelden muss, um Warface spielen zu können. Es greift soziale Komponenten bestehender Netzwerke wie Facebook, Google+ oder auch Steam auf: Freundeslisten, Kontakte managen und organisieren – doch benutzt Gface dafür Begriffe, die einem überhaupt nichts sagen. Seeds, Connections, Friends, Table, People Cloud … was soll das alles? Was verbirgt sich hinter Sätzen wie "Du kannst Verbindungen zu deinem Seed hinzufügen, indem du auf den Slot über dem Seed klickst"?

    Warum kann man nicht einfach bestehende Kontakte von Facebook oder google übernehmen, wie es andere echte Browsergames schon längst tun? Nein, da muss man das Rad für Gface neu erfinden und vergeigt es am Ende hoffnungslos – von der "einfachen Zugänglichkeit" ist keine Spur zu sehen – als Spieler sitzt man erst mal eine Weile ratlos vor diesem nebulösen Social-Net-Konstrukt - dabei will man doch nur eine Runde Shooter-Unterhaltung genießen.

    Auch der Start des Spiels selber ist mit Bedienungsmängeln förmlich durchsetzt. Die Freundschaftsanfrage, die man in der Lobby abschickt, kommt erst beim angeschriebenen Spieler an, wenn dieser sich in einen Spielmodus einloggt - merkwürdig!

    Nachdem diese Hürde genommen ist, sucht man sich eines der zur Verfügung stehenden Matches aus. Im Gruppenfenster angekommen müssen nun alle Beteiligten ihre Spielbereitschaft durch "Ready" kenntlich machen. Während man nun wartet, was schon mal etliche Minuten dauern kann, gibt es eigentlich eine Text-Chatfunktion im weißen Feld links vom Spielfenster. Das wollte aber beim ersten Testspiel nicht funktionieren, sondern sorgte für eine Plugin-Errormeldung. Der Chat in der laufenden Partie war dann zum Glück ohne Probleme möglich.

    Schnelle, simple Coop-Action mit kostenpflichtiger Wiederbelebung

    Grundsätzlich gibt es zwei Spielvarianten in Warface – Coop und Versus. Im Coop-Modus kann man zwischen wechselnden Missionen wählen, in denen man mit seinen bis zu vier menschlichen Mitspielern Horden von KI-Gegner auf kleinen, verwinkelten Maps wegbläst. Dabei marschiert man von Checkpoint zu Checkpoint, an denen gefallene Teamkameraden automatisch wiederbelebt, sowie Munition automatisch aufgestockt wird.

    Teamwork kommt dadurch zustande, dass man beispielsweise zu zweit ein Fahrzeugwrack wegschieben muss, Hindernisse per Räuberleiter überwindet oder sich gegenseitig mit Munition versorgt. Bestimmte Gegner wie etwa der Heavy Gunner machen es erforderlich, das Team aufzuteilen. Ein Teil flankiert den Heavy Gunner und zieht dessen Feuer auf sich, damit der Rest der Gruppe die einzig verwundbare Stelle – im Rücken des Gegners - in die Schusslinie bekommt. Wer in einer solchen Coop-Mission draufgeht, ist auf die Wiederbelebung durch einen Sanitäter (eine von vier spielbaren Klassen) angewiesen. Steht kein solcher Medikus zur Verfügung, kann man auf so genannte Wiederbelebungs-Münzen zurückgreifen. Diese gibt es aber nur gegen Echtgeld im Shop zu kaufen. Denn wie für Free2Play-Spiele typisch, gibt es natürlich einen spielinternen Shop für Mikrotransaktionen. Neben den erwähnten Echtgeld-Münzen gibt es allerlei Waffen, Ausrüstung und optischen Schnickschnack zu kaufen. Man "muss" für solche Schmankerl immerhin kein Echtgeld ausgeben – die benötigten Warface-Dollar oder Crown-Premium-Währung bekommt man auch durchs Spielen – das benötigt dann eben "nur" Zeit.

    Warface im Test: Bessere Waffen schaltet man durch Leveln frei. Besonders effektives Kriegsgerät ist nur mit Crown-Money erhältlich. Warface im Test: Bessere Waffen schaltet man durch Leveln frei. Besonders effektives Kriegsgerät ist nur mit Crown-Money erhältlich. Gekaufte Ausrüstung, die sich spielerisch auswirkt, wie etwa stärkere Schusswaffen oder bessere Rüstung haben teilweise nur eine begrenzte Verfügbarkeit, zum Beispiel ein paar Tage. Wer in dieser Zeit kein Warface spielt und sich später einloggt, hat Pech – dann ist die entsprechende Waffe eben unbrauchbar, weil die Haltbarkeit abgelaufen ist. Alternativ gibt es Waffen mit Permanent-Status für Ingame-Währung zu kaufen. Solche Waffen sind dauerhaft für den Spieler verfügbar, nutzen sich aber mit der Zeit ab und müssen repariert werden. Da greift man sich doch nur noch an den Kopf und sieht sich als Spieler regelrecht veräppelt.

    Ebenfalls ärgerlich verhält es sich mit dem VIP-Booster. Mit diesem Item kann man schneller leveln und damit Waffen/Ausrüstung schneller freischalten. Den Booster gibt es aber, genau wie die Wiederbelebungsmünzen nur gegen Echtgeld. Der Booster hält 7 Tage an und kostet derzeit 350 Kredits im Shop, was umgerechnet etwa 3,50 € entspricht.

    Der Coop-Modus ist in fünf Schwierigkeitsstufen aufgebaut – die ersten beiden hören auf den Namen Initiation und sind von Beginn an spielbar. Wenn man eine Mission darin abgeschlossen hat, schaltet man die Stufe Regular frei, danach Skilled und Hardcore. Wie viele Maps letztlich in jeder Stufe enthalten sind, lässt sich nicht einsehen. Schade, dass es schon zu Beginn mit der Abwechslung hapert, denn die Initation-Maps sind identisch, nur dass man sie in der zweiten Fassung rückwärts abläuft, warum auch immer. Auch von der täglichen Rotation spielbarer Karten konnten wir bislang nichts feststellen. Wenn man selber ein Match startet und die Option "Change Mission" wählt, kann man nur einen anderen Schwierigkeitsgrad festlegen, aber keine Karte selber festlegen. Das wirkt derzeit verbugged.

    Die Missionen selber bieten reine Popcorn-Action, eignen sich für eine Zwischendurch-Partie, mehr aber auch nicht. Die Shooter-Mechanik lässt ein ordentliches Trefferfeedback beim Gegner vermissen und wirkt insgesamt recht arcade-mäßig.

    Altbekannte PvP-Inhalte

    Deathmatch, Team-Deathmatch, Bomben-Runs, Eroberung - die Versus-Modi von Warface bieten klassische und kurzweilige Inhalte auf klein gehaltenen, verwinkelten Karten. Nichts herausragendes, aber immerhin funktionieren die Partien, sofern sie denn zustande kommen. Derzeit krankt Warface an häufigen Offline-Phasen. Darüber gibt es dann aber auch keine Information für die Spieler. So warteten wir beispielsweise heute im Team-Auswahlfenster (genau, das ohne Chat-Funktion!) Minute um Minute – ohne dass sich irgendetwas bewegte. Zurück im Hauptbildschirm von Warface, wo man sich für einen der drei Server (Europa, Amerika, Türkei) entscheidet, war dann zu lesen "Warface is temporarily offline". Mein lieber Herr Gesangsverein, so wird das nix mit der in der Pressemitteilung betitelten "sprichwörtlichen Qualität für Crytek". Wir sind gespannt, was sich in den nächsten Tagen noch bei Warface tut und möchten erst mal noch weitere Matches bestreiten, bevor wir eine finale Wertung vergeben.

    Update 24. Oktober 2013

    Nachdem wir gestern Abend noch ein paar handfeste Coop-Partien spielen konnten, die sogar recht gut und spaßig verliefen, beginnt der heutige Spieltag mit neuen Enttäuschungen. Bis etwa 9:30 Uhr waren die Server nicht verfügbar. Aus welchem Grund, das verschwieg uns Warface/Gface - es gab keinerlei Information dazu auf der Portalseite.

    Nur, wenn man über das Portal auf die Warface-Info-Seite geht, ist dort von einer Serverwartung die Rede, allerdings für den gestrigen Mittwoch von 11 bis 13 Uhr. Dummerweise erschien diese Meldung aber auch erst, nachdem die Wartung schon im Gang war, was etliche Spieler zu Recht auf die Palme brachte. Ob es nun heute ähnlich begründet ist? Solche Dinge sind einfach nur ärgerlich.

    Auch andere Spieler berichten im Forum (oder besser in der Cloud, wie es auf Gface heißt) seit dem Start der Open Beta von massiven Problemen, vor allem beim Laden des Spiels. Crytek hat sich dazu geäußert, bietet aber nur behelfsmäßige Lösungen: Man solle seinen Browser auf Englisch umstellen oder den Cache leeren. An einer befriedigenden Lösung werde derzeit gearbeitet, gibt Crytek per Twitter an. Generell müssen wir anmerken, dass nur Google-Chrome und Firefox bislang als Browser für Gface/Warface unterstützt werden. Dabei gibt es nur mit Firefox die wenigsten Probleme. Auch solcherlei Information wird nicht offen kommuniziert, sondern erfährt man erst auf Umwegen über die Community oder eben per Twitter. Man kann jetzt argumentieren, dass Warface ja in der Open Beta-Phase ist, trotzdem sollte es inhaltlich und technisch sauber ablaufen können. Hier sei als positives Beispiel das Action-Rollenspiel Path of Exile genannt, das in der vergangenen Beta-Phase hervorragend funktionierte.

    Inzwischen wieder live, aber ...

    Als wir uns gegen 10 Uhr erneut in Warface einloggten, waren die Server endlich wieder verfügbar. Leider gab es bis jetzt nur exakt eine neue spielbare Karte für den Schwierigkeitsgrad Regular. Es verhält sich nach wie vor so, dass man selber keine Möglichkeit hat, als die jeweils vorgegebene Karte zu spielen, selbst wenn man ein Match hostet. Das sorgt bei den Spielern für Unmut.

    Bislang unterscheiden sich die Maps ohnehin viel zu wenig - mal läuft man durch enge "Schläuche" von Checkpoint zu Checkpoint und rotzt alles um, was sich einem entgegenstellt. Hier und da bringt man eine Sprengladung an, um eine Tür zu öffnen. Als Alternativszenario existieren noch Arena-Abschnitte - sprich, das Spielerteam ist eingekesselt und muss sich für eine bestimmte Zeit verteidigen, bis es dann weitergeht. Die Matches machen mitunter für eine kurze Weile Spaß, trotzdem bietet das ganze Drumherum einfach zu wenig "Beef". Obendrein kommt es nach wie vor auch zu Abstürzen, insbesondere beim Laden eines Matches. Mehrfach mussten wir unseren Firefox-Browser komplett neu starten, weil dieser abschmierte.

    Insgesamt hinterlässt Warface einen mehr als durchwachsenen Eindruck. Vom Kern her mag es ja nett angedacht sein, den Spielern kostenlos schnelle und unkomplizierte Action anzubieten. Aber das Shopsystem ist alles andere als motivierend, die technischen Mängel und die umständliche Plattform-Einbindung über Gface - das ist einfach nicht gut gelöst. Wir raten daher dazu, erst mal kein Echtgeld für Warface auszugeben. Da muss sich Crytek für die finale Version noch deutlich ins Zeug legen, um hier überhaupt noch Land zu sehen. Zum Abschluss haben wir noch zwei Gameplay-Videos aus dem Coop-Modus aufgenommen. Damit könnt ihr euch einen Einblick verschaffen, wie es um die Shooter-Qualität in Warface bestellt ist.

  • Warface

    Warface

    Plattform
    PC
    X360
    Developer
    Crytek
    Release
    21.10.2013

    Es gibt 55 Kommentare zum Artikel

    Von FanboyOfMySelf
    das Spiel ist an sich nicht schlecht hier meine Verbesserungsvorschläge: gface abschaffen Lobbys abschaffen reale Server hinzufügen ( kein self host quatsch ) Coins und Crown money abschaffen Punkbuster hinzufügen Pseudo lade Balken abschaffen vsync geht auch nicht  jedenfalls greift es nicht richtig
    Von FelixSchuetz
    Nicht nur aktuell. Wir machen das schon seit Jahren, so oft es eben geht. 
    Von knarfe1000
    War klar, dass dieser Spruch kommt. Firmen, die Mist bauen, gehen Pleite. Ganz normaler Vorgang. Natürlich ist das schade für die Mitarbeiter, die für Fehlentscheidungen des managements meistens nichts können.

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Metro Redux Release:

    Metro Redux

    Deep Silver (DE) , 4A-Games
    Cover Packshot von Sniper Elite 3 Release:

    Sniper Elite 3

    Rebellion
    Cover Packshot von Knightmare Tower Release:

    Knightmare Tower

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2014 PC Games Hardware 09/2014 PC Games MMore 03/2014 play³ 09/2014 Games Aktuell 09/2014 buffed 04/2014 XBG Games 05/2014
    PC Games 08/2014 PCGH Magazin 09/2014 EDGE 267 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run

    Unser Netzwerk

    PC GAMES HARDWARE BUFFED GAMES AKTUELL VIDEOGAMES ZONE READMORE GAMEZONE 4PLAYERS