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  • Warcraft: The Beginning in der Filmkritik - Die Orcs erobern die große Leinwand
    Quelle: Legendary Pictures

    Warcraft: The Beginning in der Filmkritik - Die Orcs erobern die große Leinwand

    Die erste Realverfilmung eines Blizzard-Spiels ist da! Kurz vor dem deutschen Start haben wir "Warcraft: The Beginning" in Augenschein genommen: Lohnt sich der Kinobesuch auch für Nichtkenner der "Warcraft"-Games? Und wie empfinden Fans der Spiele den Film? Unsere Kritik gibt Aufschluss.

    "Warcraft: The Beginning" kann beides sein: Komplettes Neuland oder altvertrautes Terrain - je nachdem, ob ihr Blizzards MMORPG-Hit "World of Warcraft" gespielt habt oder nicht. Die im Vorfeld des Filmstarts von Journalisten des Öfteren geäußerte Sorge, die Handlung sei an die alten "Warcraft"-Strategietitel angelehnt und für "WoW"-Spieler nicht relevant, ist jedenfalls Quatsch: Dieser Film atmet in jeder Szene "WoW"-Historie aus! Zwar spielt die Handlung deutlich vor den meisten Ereignissen in "World of Warcraft", aber der Bezug dazu ist stets präsent, und die Figuren des Films sind für Kenner des Online-Rollenspiels längst Legenden.

    Die Orcs fallen in Azeroth ein

    "Warcraft: The Beginning" erzählt die Geschichte, wie die Orcs nach Azeroth kamen - für viele Gamer ein Schlüsselmoment der reichhaltigen "WoW"-Lore. Und so sehen wir zu Beginn den bösen Hexenmeister Gul'Dan (Daniel Wu), der mit seiner grünen Todesmagie Hunderte von gefangenen Draenei tötet, um ein magisches Portal nach Azeroth für einen kurzen Moment zu öffnen. Elitekämpfer der Orc-Stämme strömen in Scharen hindurch, bevor es sich wieder schließt - und beginnen sogleich, auf der anderen Seite ebenfalls ein Portal zu bauen, um das ganze Volk der Orcs aus ihrer sterbenden Heimat Draenor in die Neue Welt zu holen...

    01:44
    Warcraft: The Beginning: Neuer Trailer zum Film - krachende Action, flotte Helden
    Spielecover zu Warcraft: The Beginning
    Warcraft: The Beginning

    Zu den Waffen!

    Bei den Menschen rund um den gefürchteten Ritter Anduin Lothar - gespielt von Travis Fimmel, dem Ragnar aus der TV-Serie "Vikings" - werden die Nachrichten von ausgelöschten Garnisonen und Dörfern mit Sorge aufgenommen. Doch der junge Magier Khadgar überbringt weitere schlimme Kunde: Er hat in einem der Toten "das Fel" festgestellt, eine furchtbare Magie, die alles Leben dauerhaft zerstört. Also lässt Sturmwinds König Llane Wrynn (Dominic Cooper) den mysteriösen Medivh (Ben Foster) rufen, der als mächtigster Magier des Königreichs bei der Rettung Azeroths behilflich sein soll. Viel mehr wollen wir zur Story an dieser Stelle aus Spannungsgründen nicht verraten.

    Ansichtssache: Gute...

    Die Zuschauer von "Warcraft: The Beginning" lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: Gamer und Nicht-Gamer. Je nachdem, welcher Partei man angehört, erlebt man den Film logischerweise anders. Fangen wir mit den Nicht-Gamern an: Sie sehen einen Fantasy-Streifen, dessen Figuren sie nicht kennen, dessen Handlung sie aber kurzweilig unterhält. Sie genießen gute bis sehr gute CGI-Effekte, opulente Schlachtszenen und komplett animierte Charaktere. Die Orcs stammen - mit Ausnahme von Paula Patton als Garona - allesamt aus dem Computer, transportieren aber trotzdem reichlich Emotionen. Kurzum: Wer Fantasy mag, erlebt hiermit einen schönen Kinoabend, auch wenn er vorher noch nie etwas mit einem "Warcraft"-Computerspiel zu tun hatte. Wirklich überwältigt wird er aber nicht sein.
    Warcraft: The Beginning - Paula Patton als Garona Warcraft: The Beginning - Paula Patton als Garona Quelle: Legendary Pictures

    ... bis großartige Unterhaltung

    Und die Gamer? Sie kommen nach Hause, anders lässt es sich kaum sagen. Ob Sturmwind, Eisenschmiede oder Dalaran - Orte, die man in der Virtualität Dutzende Male durchstreift hat, werden plötzlich lebendig, erstrahlen in Hochglanz und 3D. Karazhan - eine der beliebtesten Raid-Instanzen von "WoW" und einst Heimat von Medivh - werden ebenfalls noch viele Spieler kennen. Der Wiedererkennungsfaktor ist enorm hoch, man fühlt sich hier als Fan einfach wohl. Bei den Charakteren verhält es sich glücklicherweise ähnlich, denn vielen der bekannten Spielfiguren hat der britische Regisseur Duncan Jones, Sohn des verstorbenen David Bowie, im Leinwand-Azeroth dauerhafte Denkmäler gesetzt. So weist etwa die Region Durotan auf den Kriegshäuptling Durotar (Toby Kebbell) hin, oder Llane Wrynn auf die Wrynn-Dynastie, die in Form von Sohn Varian aktuell in "WoW" noch immer Sturmwind regiert.

    Warcraft: The Beginning - Dominic Cooper als König Llane Wrynn Warcraft: The Beginning - Dominic Cooper als König Llane Wrynn Quelle: Legendary Pictures

    Nicht alles Gold, was glänzt

    Ein paar Probleme hat "Warcraft: The Beginning" dennoch, denn Jones nimmt aus der üppigen Vorlage nur einen kleinen Teil und lässt auch dort viele Fragen unbeantwortet oder ändert Storylines ab. So geschehen hier mit Durotan, Garona oder Medivh andere Dinge, als das, was man als Spieler eigentlich weiß. Und auch der Zusatz "The Beginning" muss ernst genommen werden: Ein befriedigendes Ende, in dem alle angerissenen Geschichten auserzählt werden, bietet diese "Warcraft"-Verfilmung nicht. Vielmehr fühlt sich das alles eben wie ein typischer erster Teil einer Trilogie an, für die laut Duncan Jones und "WoW"-Legende Chris Metzen, Vice President of Creative Development bei Blizzard, schon zahlreiche Ideen existieren.

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    Warcraft: The Beginning - So entstehen die Spezialeffekte bei ILM
    Spielecover zu Warcraft: The Beginning
    Warcraft: The Beginning


    Ob angesichts der sinkenden "WoW"-Spielerzahlen und des hohen benötigten Vorwissens für den kompletten Spaß am Film genug Menschen weltweit in die Kinos gehen, um weitere "Warcraft"-Streifen zu ermöglichen, darf aber zumindest bezweifelt werden. Gut möglich, dass "The Beginning" hier auch gleich "The End" bedeutet.

    Fazit: Experiment gelungen!

    "Warcraft: The Beginning" ist ein wunderbarer Film für Gamer und für Blizzard-Fans ein absolutes Muss. Wer "WoW" hingegen nicht kennt und spielt(e), wird hier nur zum Teil abgeholt und bekommt zwar einen guten, aber eben keinen herausragenden Fantasy-Film zu sehen. Man darf gespannt sein, ob wir noch in den Genuss weiterer Nachfolger kommen werden. Das Leinwand-Debüt ist Blizzard und den Filmstudios von Legendary Pictures und Universal Pictures in jedem Fall geglückt.

    Widescreen-Wertung
     

    Action
     
    Spannung
     
    Emotion
     
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    Erotik
     
    Anspruch
     
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Warcraft: The Beginning, USA 2016, 123 Min., FSK ab 12, von Duncan Jones, mit Paula Patton, Ben Foster, Dominic Cooper

    • Es gibt 38 Kommentare zum Artikel

      • Von Worrel Erfahrener Benutzer
        Zitat von Angeldust
        Wegen dem allgemeinen 3 Euro mehr und 3D ist plöht... naja das kann ich eher nicht verstehen wenn es ein guter Film ist.
        Prinzip und so. Wenn ich 3D nicht will, warum sollte ich dann extra dafür einen Aufschlag zahlen?
      • Von sauerlandboy79 Erfahrener Benutzer
        http://www.gamestar.de/ne...

        Für diejenigen denen der Film inhaltlich zu dünn war gibt es Hoffnung auf einen 40 Minuten längeren Extended Cut.

        gesendet von meinem Asus Fonepad
      • Von lars9401 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Angeldust
        Dazu gehöre ich auch. Ich kann es wegen Hornhautverkrümmung kaum bis gar nicht wahrnehmen. Schwindel würde widerlegt in Studien. Kopfschmerzen kann es wohl auslösen.

        Wenn ich Kopfweh bekommen würde, würde ich auch verzochten. Wegen dem allgemeinen 3 Euro mehr und…
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Warcraft: The Beginning
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http://www.pcgames.de/Warcraft-The-Beginning-Film-203964/Tests/Filmkritik-Review-1196345/
25.05.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/11/Warcraft_TheBeginning_Blizzcon_Stills_06-pc-games_b2teaser_169.jpg
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