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  • War of the Roses im Test: Macht trotz Balancing-Problemen Spaß

    Die virtuellen Ritterspiele War of the Roses plagen euch mit vielen Fehlern. Kommt da Mittelalterfreude auf? Die Antwortet lautet: ja. Allerdings solltet ihr euch im Klaren darüber sein, was War of the Roses alles an Macken mitbringt. Das erfahrt ihr in unserem Test des "Battlefields im Mittelalter".

    In vollem Lauf krachen wir in unseren Gegner. Reißen ihn von den Füßen. Während der schwer gepanzerte Gegner sich aufzurappeln versucht, schnellt unser Langschwert in einer geraden Bewegung nach vorne. Der feine Toledo-Stahl unseres schottischen Zweihänders bohrt sich durch die Brustplatte des Gegenübers, der wie vom Blitz getroffen fällt. Wir stellen uns über den Hilflosen, recken unser Schwert zum finalen Todesstoß in den Himmel – da trifft uns ein Pfeil, präzise durch die Sehschlitze unseres Helms. Wir sacken zusammen, sehen gerade noch, wie feindliche Truppen über das Schlachtfeld schwärmen und unserem Widersacher wieder auf die Beine helfen. Der kniet sich über uns, zieht einen Dolch und beendet unseren Kampf mit zwei, drei brutalen Stichen ins Gesicht.

    In War of the Roses ist der ritterliche Kampf keine ehrenvolle Sache. Wer gewinnen will, muss gnadenlos Schwachstellen ausnutzen. Die ungeschützte Flanke eines Ritters, der einsame Bogenschütze hinter einem Baum, der zu eilig vorgestürmte Pikenier. Unfair geht es in War of the Roses eigentlich immer zu (was auch am vermurksten Balancing liegt). Spaß macht das Battlefield des Mittelalters dennoch – zumindest eine Zeit lang. Zwei Teams, zwei Spielmodi, keine Kampagne: War of the Roses kommt spartanisch daher. Anfangs stürmt ihr noch mit vorgefertigten Klassen in die Schlachten, mit fortschreitendem Level dürft ihr euch selbst euren Wunschblechmann zusammenbasteln. Mit Team-Deathmatch und Conquest ist die Auswahl an Spielmodi gering, wir vermissen coole Burgeneroberungsszenarien oder Ritterturniere mit Pferd und Lanze. Dafür lotst euch der solide Serverbrowser angenehm schnell zum Geschehen. So erlebt ihr Schlachten mit bis zu 64 Kämpfern, darunter Bogen- oder Armbrustschützen, Rittern zu Pferd, zweihänderschwingenden Nahkämpfern oder schwer gepanzerten Schildträgern.

    Gekämpft wird mit taktischem Anspruch, jedem Schlag müsst ihr vorher mit einer Mausbewegung eine Richtung geben. Entscheidend für den Erfolg sind dabei Trefferzone, Schlagkraft und die Umgebung, denn mit einem Zweihänder bleibt ihr zum Beispiel gerne mal an engen Stellen hängen. Leider krankt das an sich interessante Kampfsystem an der Umsetzung: Kämpfe sind hakelig und chaotisch, die meisten Treffer bleiben Glückssache. Hinzu kommt, dass das Balancing hinten und vorne nicht stimmt, sodass etwa kleine und schnell geschwungene Kriegshämmer sowie reichweitenstarke Zweihänder dem Gegenüber oft keine Chance lassen. Da ihr gute Waffen erst über den Stufenaufstieg freischaltet, sind gerade Anfänger den aufgerüsteten Veteranen hoffnungslos unterlegen. Ein Matchmakingsystem gibt es nicht.

    Das Balancing ist nicht das einzige Problem: Derzeit hat das Spiel mit vielen nervigen Verbindungsabbrüchen, Spielabstürzen und grafischen Fehlern zu kämpfen, die ein reguläres Spielen zur Geduldsprobe machen. Rauscht euer Spiel während einer Schlacht ab, sind sämtliche erstrittene Erfahrungspunkte und Münzen futsch; ein untragbarer Zustand, da ihr gerade zu Beginn absolut auf jeden dieser Punkte angewiesen sind. Bis Level 25 etwa (von 60) habt ihr aber alle Rüstungen, Lanzen, Schwerter und Bögen freigeschaltet, kennt alle fünf Schlachtfelder auswendig und habt euch an den zwei lahmen Spielmodi sattgespielt. Kurz nach dem Ende unseres Tests, aber noch rechtzeitig, um es zu erwähnen hat Publisher Paradox übrigens ein erstes, kostenloses Upgrade-Paket bekanntgegeben. Damit erhält das Spiel zwei neue Karten, neue Rüstungen, Helme und sieben neue Waffen. Der neue Inhalt soll im November veröffentlicht werden. Eine gute Sache!

    01:18
    War of the Roses: Releasetrailer "Skill gets the Kill"
    Spielecover zu War of the Roses
    War of the Roses

    War of the Roses (PC)

    Spielspaß
    71 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Tolles Schlachtfeldgefühl
    Stimmungsvolle Optik und Karten
    Netter Wappen- und Charaktereditor
    Schneller Serverbrowser
    Realistischer Ansatz
    Enorme Balancingprobleme
    Derzeit noch viele Verbindungs- und Spielabbrüche
    Häufige Grafikprobleme
    Unstimmiges Verhältnis zwischen Freischaltungen und Levelaufstieg
    Wenig Spielmodi und Karten
    Viel zu wenig „Drumherum“ wie Belagerungswaffen
  • War of the Roses
    War of the Roses
    Publisher
    Paradox Interactive
    Developer
    Fatshark
    Release
    05.10.2012
    Es gibt 7 Kommentare zum Artikel
    Von Skeev
    Man müsste doch glauben, dass es Computerspiele lange genug gibt, so dass die Spieleentwickler aus den Fehler der…
    Von Gograshok
    Ich habe auch sehr gerne den M&B Warband Multiplayerpart gespielt. Irgendwo hies es mal, dass dieses Spiel hier…
    Von Mothman
    Man muss auch sagen, dass das Gameplay sich durch Patches mittlerweile ziemlich verändert hat. Man kann schon lange…
    • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel

      • Von Skeev
        Man müsste doch glauben, dass es Computerspiele lange genug gibt, so dass die Spieleentwickler aus den Fehler der Vergangenheit und auch der Konkurrenz lernen. Aber nein es werden stets alte Fehler im neuen Gewand übernommen. Die Idee von War of Roses, ist ziemlich cool auch die Grafik sieht einiger massen…
      • Von Gograshok Erfahrener Benutzer
        Ich habe auch sehr gerne den M&B Warband Multiplayerpart gespielt. Irgendwo hies es mal, dass dieses Spiel hier zumindest von einigen der gleichen Programmierer stammen sollte. Nun ja. Das uralte Warband, bzw dessen Multiplayer, macht wesentlich mehr Spass. Trotz ähnlicher Steuerung wirkt WotR irgendwie…
      • Von Mothman Erfahrener Benutzer
        Man muss auch sagen, dass das Gameplay sich durch Patches mittlerweile ziemlich verändert hat. Man kann schon lange nicht mehr so schnell zuschlagen, wie noch zu Release des Spiels. Der ganze Kampf fühlt sich teilweise von Patch zu Patch anders an. Das kann auch etwas nerven. Wenn man das Spiel gerade richtig raus hat und dann startet man das eines Tages und es spielt sich völlig anders.
        Auch nicht jedermanns Sache.  
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War of the Roses
War of the Roses im Test: Macht trotz Balancing-Problemen Spaß
Die virtuellen Ritterspiele War of the Roses plagen euch mit vielen Fehlern. Kommt da Mittelalterfreude auf? Die Antwortet lautet: ja. Allerdings solltet ihr euch im Klaren darüber sein, was War of the Roses alles an Macken mitbringt. Das erfahrt ihr in unserem Test des "Battlefields im Mittelalter".
http://www.pcgames.de/War-of-the-Roses-Spiel-41849/Tests/War-of-the-Roses-im-Test-1034529/
07.11.2012
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2012/11/War_of_the_Roses__6_.jpg
tests