War Front
Überhaupt soll die Beleuchtung eine extrem wichtige Rolle in War Front spielen. Geplant ist, dass gut ein Viertel aller Missionen nach Sonnenuntergang spielt. Die dynamische Beleuchtung, die man sehr schön auf den Screenshots dieser Doppelseite erkennen kann, hat sogar Auswirkungen auf den Spielverlauf. Denn bei Nacht verringert sich die Sichtweite der Einheiten - das ermöglicht Hobby-Strategen fiese Hinterhalte und Überraschungsangriffe.
Einen wirklichen Riesenschritt nach vorne machen die Entwickler zudem bei den Gebäuden: Diese sind nicht nur individuell möbliert und fallen bei Beschuss krachend ineinander, sondern werden in der Nacht auch wunderschön beleuchtet. Wenn zu später Stunde in den Städten das Licht angeknipst wird und Straßen sowie Häuser zusätzlich von Laternen angeleuchtet werden, möchte man am liebsten den Fotoapparat herausholen und ein paar stimmungsvolle Bilder schießen.
Das alles sieht schon fast zu gut aus, um wahr zu sein ... und aktuell ist es das auch (noch) nicht. Viele der hier abgebildeten Screenshots sind im Editor zusammengestellt, das Spiel selbst befindet sich in einem sehr frühen Entwicklungsstadium und soll laut Standop erst Anfang 2006 erscheinen. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler im Laufe der Produktion nicht den Detailgrad herunterfahren, so wie beispielsweise bei C&C Generäle geschehen: Hier wurde vor der Veröffentlichung wohl aus Performance-Gründen auf spiegelndes Wasser verzichtet, obwohl dieser Grafikeffekt auf den ersten Bildern noch zu sehen war.
Große Vorbilder
Auch wenn die Bilder in dieser Vorschau eine andere Geschichte erzählen: War Front soll keine Taktik-Granate à la Codename: Panzers werden, sondern ein reinrassiges Echtzeit-Strategiespiel inklusive Ba-sisbau, Ressourcenmanagement und Forschungspart zur Entwicklung neuer Prototypen und Superwaffen. "War Front ist eher vergleichbar mit Titeln wie C&C Generäle oder Warcraft als mit Codename: Panzers", erklärt Standop und nennt sogleich die beiden wichtigsten Vorbilder. Allerdings konnten wir uns noch nicht in der Praxis von diesen Features überzeugen. Weder Basisbau noch Ressourcenmanagement oder Forschung waren in der aktuellen Version anspielbar.
Bomben über New York
Eine weitere Besonderheit von War Front ist die Hintergrund-Story der Solo-Kampagne. Zwar ist das Szenario "Zweiter Weltkrieg" für ein Strategiespiel an sich nichts Besonderes, doch statt den Kriegsverlauf 1:1 zu kopieren und die wichtigsten Schlachten als Missionen einzubauen, verlassen die Entwickler historische Trampelpfade und stellen die eingangs erwähnte "Was wäre, wenn ..."-Frage. Im konkreten Fall: Wie wäre wohl der Krieg verlaufen, wenn Hitler bei einem Attentat ums Leben gekommen wäre? "Die Nazis sind nach dem Attentat weg vom Fenster, was bleibt, ist das deutsche Reich und der Kampf ums Überleben", antwortet Standop auf die Frage, für wen man denn da eigentlich in den Krieg zieht.
"Der Spieler hat in der deutschen Kampagne die Möglichkeit, den Kriegsverlauf völlig auf den Kopf zu stellen und bis nach New York zu marschieren." Die alliierte und russische Kampagne sind noch am ehesten dran am tatsächlichen Kriegsverlauf (siehe Extrakasten "Die üblichen Verdächtigen"), allerdings orientieren sich die Entwickler auch hier mit neuen Prototypen wie dem Sowjet-Superpanzer Kharkov und Spezialwaffen wie der Erdbeben-Bombe eher am spaßigen C&C Alarmstufe Rot denn an Panzer General und Konsorten.
Warten auf die Beta
Aufgrund der geplanten Features und der wirklich guten Optik ist War Front ein ernst zu nehmender Kandidat auf eine Spitzenposition im Genre. Bis dahin gibt es für die Entwickler Digital Reality und CDV aber noch einige "Was wäre, wenn ..."-Fragen zu klären.


Trailer runter! Beeindruckende Grafik!
Man soll ja nicht alles schlecht reden, was andere so von sich geben, daher versuche ich es mal von der positiven Seite aufzuziehen.
Die Screens sehen gut aus. Aber eben nur gut. Irgendwie superschönbunt.
Zum "Spiel" kann ich persönlich gar nix sagen, da in dem Beitrag ja alles offen gelassen…