Online-Abo
Login Registrieren
Online-Abo
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Märchenonkel der Nation: Das Erfolgsrezept von Walt Disney
    Quelle: Walt Disney Company

    Märchenonkel der Nation: Das Erfolgsrezept von Walt Disney

    Perfektionist, Träumer, großes Kind, Visionär - Walt Disney schuf nicht nur eine Welt, sondern eine Ikone. Nach der lang ersehnten Neuadaption des Zeichentrickfilms "Die Schöne und das Biest" werden nun weitere Disney-Klassiker verfilmt, unter anderem "Dumbo", den dritte abendfüllende Zeichentrickfilm, den Disney selbst noch hervorgebracht hatte. Kaum einer weiß, wer sich wirklich hinter dem Mann verbarg, der ganze Generationen zum Träumen brachte.

    Walter Elias Disney - der auch von seinen Mitarbeitern einfach nur Walt genannt werden wollte - wuchs mit vier Geschwistern und einem herrischen Vater in Missouri auf. Er startete seine Karriere als einfacher Cartoon-Zeichner und sprühte bereits als junger ehrgeiziger Mann vor Ideen. Zusammen mit seinem Bruder Roy, der eigentlich Staubsaugervertreter war und die verrückten Ideen seines kleinen Bruders nicht verstand aber bewunderte, gründete er ein Unternehmen und produzierte eine Reihe von Kurzfilmen mit dem Titel "Alice im Comicland". Dort mischte er erstmals Trickfilm mit realen Schauspielern, wie später bei "Mary Poppins". Der erhoffte Erfolg bleibt jedoch aus, so dass sich die Firma kurze Zeit später wieder auflösen musste.
    Nach seinem Fehlschlag zogen die Gebrüder Disney 1923 nach Los Angeles und Walt gab seinen Zeichenstift an den Künstler Ub Iwerks weiter. Diese Zusammenarbeit verhalf Walt Disney zum endgültigen Durchbruch, denn 1927 erschuf Ub Iwerks Micky Maus. Walter und Roy Disney mit einer Plüschfigur von Mickey Mouse Walter und Roy Disney mit einer Plüschfigur von Mickey Mouse Quelle: Wikipedia Commons

    Visionen

          

    Trickfilme gab es schon vorher, den Figuren wurden aber nie besondere Charakterzüge zugeordnet, da diese Cartoons nur eine Reihe von Gags ohne besonders viel Tiefe darstellen sollten. Walt Disney dachte allerdings weiter. Er schuf nicht nur eine Cartoon-Maus die plötzlich menschliche Charaktereigenschaften hatte, sondern ging noch eine Stufe höher: er produzierte den ersten Trickfilm mit synchronisierten Tönen, Musik und Sprache, der ein größeres Publikum erreichte: Steamboat Willie (1928).

    Anfangsscene aus "Steamboat Willi" Anfangsszene aus "Steamboat Willi" Quelle: Disney


    Perfektion

          

    Nach diesem Erfolg kam Walt endgültig zu dem Entschluss, sich auf die Produktion der Filme zu konzentrieren. Er startete eine Idee, die er schon lange im Kopf mit herumtrug:Der erste abendfüllende Zeichentrickfilm. In seiner Perfektion überzog er das Budget und den Zeitplan bis zum Anschlag, indem er unter anderem Schauspieler engagierte, um die genauen Bewegungsabläufe zu erfassen.
    Auch verbesserte er die Qualität seiner produzierten Filme hinsichtlich des Tons und später auch der Colorierung und setzte ein besonderes Augenmerk auf die Filmmusik. Seine Mitarbeiter litten aber unter dem Perfektionisten. Er trieb sie monatelang bis in die Morgenstunden zur Arbeit, hielt es für selbstverständlich, dass sie ihre Zeit und eventuell auch Gesundheit opferten, weil sie an den Film glaubten. Ihre Aufopferung zahlte sich aus: "Schneewittchen und die sieben Zwerge" wurde ein unglaublicher Erfolg. Die erwachsenen Zuschauer lachten und weinten in der Vorstellung, Kinder bekamen Angst. Ein "einfacher" Zeichentrickfilm hatte es geschafft, die fiktionale Wirklichkeit vergessen zu lassen und völlig in der Handlung abzutauchen.


    Viele Tränen wurden und werden besonders bei der rührenden Sarg-Scene in "Schnewittchen und die sieben Zwerge" vergossen. Viele Tränen wurden und werden besonders bei der rührenden Sarg-Szene in "Schnewittchen und die sieben Zwerge" vergossen. Quelle: Disney


    Merchandise

          

    Disney machte seine Träume zur Wirklichkeit. Ohne seinen Bruder Roy und dessen Vermarktung wäre er aber vermutlich anfangs an den Kosten gescheitert. Durch das Merchandising, was bereits mit Mickey Mouse anfing, konnte er den Namen Disney zu einer Ikone anheben. Seine Disney-Charaktere konnten überall verwendet werden - egal ob für Kinderkleidung, Autos oder Plüschfiguren.
    Dazu kamen zudem Überlegungen zu dem 1940 produzierten Musikfilm "Fantasia", indem Disney durch klassische Stücke großer Komponisten auch die Intellektuellen ansprach.
    Auch das Image, was Walt Disney sich in der Öffentlichkeit aufbaute verhalf ihn zur Vermarktung. Neben Naturdokumentationen und Spielfilmen entwickelte er Fernsehshows und galt fortan als "Märchenonkel der Nation". Später wuchs sein Bekanntheitsgrad immer mehr, er wurde zu einem der beliebtesten Moderatoren im US-amerikanischen Fernsehen und erzielte mit seinen Fernseh-Specials zu unterschiedlichen Themen, wie Raumfahrt und Kernenergie Topquoten.
    Der aufbrausende Walt Disney gelangte jedoch auch immer wieder in eine seelische Krise, unter anderem wegen dem frühen Tod seiner Eltern oder den Streiks seiner Mitarbeiter nach besseren Arbeitsbedingungen, für die er sich grenzenlos verraten vorkam. Daraufhin zog er sich zurück und fand Begeisterung an Modellbahnen, die er selbstständig baute. Wie ein großes Kind schuf er neben seinem Haus eine ganze Eisenbahnlandschaft, die er selbst befahren konnte und sponn eine Idee zusammen: Er wollte ein Traumland erschaffen, einen Zeichentrickfilm der betreten werden konnte - Disneyland.

    Walt Disney in seinem Traumland: Disneyland Walt Disney in seinem Traumland: Disneyland Quelle: Walt Disney Company


    Vermächtnis

          

    Auch wenn Medienmogul Disney als umstritten gilt und als herrischer Arbeitgeber und Ausbeuter kritisiert oder ihm sogar ideologische Verbindungen zum Nationalsozialismus unterstellt wurde - er bleibt ein Visionär, der "einfach gemacht hat" und war eine der prägendsten und meistgeehrten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Auch sein letzter Film, an welchem er noch persönlich beteiligt war ("Das Dschungelbuch" 1967) wurde zum Publikumsmagneten. Nach seinem Tod 1966 büßt Walt Disney nichts von seiner Popularität ein und hinterließ ein gewaltiges Erbe. Sein Bruder Roy Disney übernahm die Leitung der "Walt Disney Productions". Bis heute setzt sie ihre Arbeit erfolgreich fort, wenn auch an der Zeit angepasst und auf Animationstechnik weiterentwickelt. Allein über hundert Trick- oder Animationsfilme aus dem Hause Disney erschienen bereits in den Kinos und begeistern die Generationen.

    Erkennungszeichen und Anfangsbild der Walt Disney Studios Erkennungszeichen und Anfangsbild der Walt Disney Studios Quelle: Disney

    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 05/2017 PC Games Hardware 06/2017 PC Games MMore 06/2017 play³ 06/2017 Games Aktuell 06/2017 buffed 12/2016 XBG Games 04/2017 N-Zone 06/2017 WideScreen 06/2017 SpieleFilmeTechnik 05/2017
    PC Games 05/2017 PCGH Magazin 06/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1217919
Walt Disney
Märchenonkel der Nation: Das Erfolgsrezept von Walt Disney
Perfektionist, Träumer, großes Kind, Visionär - Walt Disney schuf nicht nur eine Welt, sondern eine Ikone. Nach der lang ersehnten Neuadaption des Zeichentrickfilms "Die Schöne und das Biest" werden nun weitere Disney-Klassiker verfilmt, unter anderem "Dumbo", den dritte abendfüllende Zeichentrickfilm, den Disney selbst noch hervorgebracht hatte. Kaum einer weiß, wer sich wirklich hinter dem Mann verbarg, der ganze Generationen zum Träumen brachte.
http://www.pcgames.de/Walt-Disney-Person-207530/Specials/Wie-Disney-zur-Ikone-wurde-1217919/
13.01.2017
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2017/01/Disney-pc-games_b2teaser_169.jpg
specials