Wächter von Mittelerde für PC im Test: Gutes Einsteiger-MOBA
MOBA-Schlachten in Mittelerde? Auf den Konsolen schon länger möglich, jetzt auch auf dem PC! Wächter von Mittelerde will gegen League of Legends oder Dota 2 antreten - doch was bringt es außer der Herr der Ringe-Lizenz noch an Stärken mit? Unser Test klärt auf.
Wächter von Mittelerde für PC im Test: MOBAs liegen schwer im Trend. Dota 2 ging jüngst in die Live-Phase über, League of Legends lockt täglich Millionen vor den Bildschirm und auch Heroes of Newerth oder das ursprüngliche Dota als Warcraft-Mod erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Auch Warner wollte Ende letzten Jahres ein wenig von diesem Kuchen abhaben und veröffentlichte Der Herr der Ringe: Wächter von Mittelerde (bei Steam: Guardians of Middle-earth) für PS3 und Xbox 360. Der deutsche Titel ist mittlerweile Geschichte, dafür folgt nun knapp 10 Monate später auch die PC-Version des Hobbit-MOBAs.
Wächter von Mittelerde verfolgt dabei jedoch einen anderen Ansatz als die eingangs erwähnte Konkurrenz. Vor allem der Einstieg soll unerfahrenen Spielern erleichtert werden, ohne dabei allzu große Kompromisse einzugehen, was die Komplexität anbelangt. Beispielsweise ist das sogenannte "Denying" oder "Last Hitting" kein Thema. Normalerweise ist es gängige MOBA-Taktik, nur den letzten Schlag auf gegnerische Einheiten zu landen beziehungsweise eigene Einheiten zu zerstören, um dem Gegner Erfahrungspunkte vorzuenthalten. Dies entfällt in Mittelerde gänzlich. Das ebenfalls gängige Item-System, mit dem ihr während der Matches verdientes Gold bei speziellen Händlern gegen Gegenstände eintauscht, fehlt genauso. Stattdessen levelt ihr kontinuierlich und über eure gesamte Spielkarriere hinweg euer Profil auf. Dadurch schaltet ihr Slots für Buff-Tränke, stärkende Juwelen oder spezielle, begrenzt einsetzbare Fähigkeiten frei.
Quelle: Zombie Studios
Wächter von Mittelerde für PC im Test (2)
Das erinnert an League of Legends' Runensystem, dient aber gleichzeitig auch als Ersatz für die kaufbaren Items. Die mit Effekten versehenen Juwelen packt ihr nämlich in einen Gürtel, der dann während der Matches nach und nach aktiviert wird. eine 1-Lane- und eine 3-Lane-Karte, hinzu kommt ein Koop-Survival- Modus. Wie schon bei der Konsolenversion sollten neue Maps jedoch regelmäßig per Patch nachgeliefert werden. An der Heldenfront stehen euch fast alle gängigen Charaktere des Mittelerde-Universums zur Verfügung. Sauron, der Hexenkönig von Angmar, Gollum, Gandalf, Legolas – sie alle sind dabei. Anfangs sind in der Basisversion nur sechs davon freigeschaltet, die übrigen 30 müssen für Echtgeld im Shop erstanden werden: entweder in Fünfer-Packs à 14 Euro oder ihr kauft gleich die Mithril-Edition mit allen Kämpfern für rund 75 Euro.
Und hier lauert auch schon das größte Problem von Wächter von Mittelerde: Zwar kennt man das Geschäftsmodell mit für Echtgeld freischaltbaren Bonuscharakteren schon von Konkurrenz-Titeln. Deren entscheidender Vorteil: Die meisten sind in der Basisversion gratis erhältlich, während Mittelerde mit 20 Euro zu Buche schlägt. Hinzu kommt, dass das Spiel zwar auf der Konsole aufgrund der fehlenden Konkurrenz hervorragend funktioniert, auf dem PC aber qualitativ bessere und günstigere Alternativen zur Verfügung stehen. Als Einsteiger-MOBA macht Mittelerde seine Sache allerdings ganz gut.

Funktioniert sogar recht gut, weil's eben eher einsteigerfreundlich und damit nicht so komplex ist ;)
Ne, mit deinen Gehirnwellen