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Virus

Symantec und die Malware-Warnung für Android-User - Alles nur ein Fehlalarm?

30.01.2012 17:19 Uhr
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Die Virenexperten von Symantec haben 13 Apps als bösartige Malware eingestuft und gewarnt, dass sich bereits fünf Millionen Android-User infiziert hätten. Der Android-Sicherheitsspezialist kritisiert den vermeintlichen Fehlalarm. Die Apps sollen lediglich ein aggressives Werbemodul enthalten - das genüge nicht für die Einstufung als Malware.

Antiviren-Software erkennt Malware und Trojaner. (im BIld: Vipre). Allerdings soll die Sicherheitsfirma Symantec bei Android etwas voreilig gewesen sein. Antiviren-Software erkennt Malware und Trojaner. (im BIld: Vipre). Allerdings soll die Sicherheitsfirma Symantec bei Android etwas voreilig gewesen sein. Die Antiviren-Spezialisten von Symantec haben 13 Android-Apps als bösartige Malware klassifiziert und davor gewarnt, dass bereits fünf Millionen Android-Nutzer davon infiziert wären. Der Android-Sicherheitsexperte Lookout kritisiert diese Einschätzung. Die entsprechenden Apps würden ein Werbemodul namens Apperhand enthalten. Apperhand ist nicht zimperlich: Das Modul übermittelt einen Hashtag der Geräte-Seriennummer an einen Server – somit ist der Nutzer eindeutig identifizierbar.

Apperhand würde anschließend dafür sorgen, dass Werbenachrichten per Push auf das Gerät übermittelt werden, zudem installiere Apperhand neue Favoriten in den Browser und füge eine Verknüpfung zur Apperhand-Suchmaschine hinzu. Angeblich berichten Anwender laut heise.de auch davon, dass die App die Standardsuchmaschine des Browsers verändere und eine neue Startseite installiere. Das erfülle aber nicht den Tatbestand der Malware, so Lookout.

Malware seien Programme, die bösartige Aktivitäten auf den Geräten ausführen sollen. Sie sollen persönliche Informationen der Nutzer ausspionieren und Identitätsdiebstahl oder finanziellen Schaden hinzufügen. Das würde Apperhand aber nicht tun – es reiche nicht, dass es sich um aggressive Adware handele. Die Apps würden bei der Installation nämlich nachfragen, ob sie die Rechte für den Einsatz von Apperhand bekommen.

Allerdings sei davon auszugehen, dass viele Nutzer nicht so genau hinschauen, wenn sie sich die entsprechenden Apps installieren. Die Konsequenzen sind ärgerlich, da man normalerweise den Apps die Rechte einzeln nicht wieder entziehen kann. Google hat indes einige der Apps aus dem App Store genommen. Allerdings vermutlich eher wegen Markenrechtsverletzungen – einige der Apps mit Apperhand, etwa von Ogre Games, sind nach wie vor verfügbar. Mehr zur Symantec-Warnung vor Apps steht auf heise.de.

Simon Fistrich
Leitender Online-Redakteur
30.01.2012 17:19 Uhr