Virtua Tennis: Sega Professional Tennis (PC)

Release:
2002
Genre:
Sportspiel
Publisher:
Empire Interactive

Arcade-lastige Tennis-Simulation mit Original-Profis

22.04.2002 13:00 Uhr
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Neu
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Mit acht Profis dürfen Sie in den Karrieremodus gehen, beispielsweise mit Rückhand-Meister Kafelnikow. Mit acht Profis dürfen Sie in den Karrieremodus gehen, beispielsweise mit Rückhand-Meister Kafelnikow. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Während andere PC-Sportspiele oft nur mit Zehn-Tasten-Gamepads richtig zu bedienen sind, ist die Stärke von Virtua Tennis vor allem die sensationell einfache Steuerung. Das fällt gleich zu Beginn so richtig auf, genauso wie die hervorragenden Animationen. Dass der Suchtfaktor im Karrieremodus schon fast ins Unermessliche steigt, merken Sie wenig später. Schnell wird aus dem kurzen Spiel zwischendurch eine Session von mehreren Stunden. Virtua Tennis bietet drei Spielvarianten: Im Arcade-Modus müssen Sie nacheinander diverse Spieler auf unterschiedlichen Belägen gewinnen. Bei Freundschaftsspielen treten Sie im Einzel oder Doppel gegen Computerspieler Ihrer Wahl oder menschliche Widersacher an. Die meiste Zeit werden Sie aber im Karrieremodus verbringen: Sie wählen einen der acht Akteure (unter anderem Tim Henman, Jim Courier, Thomas Haas) zu Beginn aus und müssen sich von Position 300 der Weltrangliste zur Nummer eins hochspielen. Also gilt es, Turniere in aller Welt zu gewinnen und abwechslungsreiche Trainingseinheiten zu meistern. Dabei werden Ihre Fähigkeiten auf spielerische Weise verbessert. Aufschläge üben Sie beispielsweise, indem Sie auf Bowlingpins schießen und eine bestimmte Punktzahl erreichen. Beim Lob-Training befördern Sie die gelben Filzkugeln in Tonnen, mit Returns auf eine Zielscheibe werden Grundschläge genauer und mit Schmetterbällen müssen Sie große Luftkissen vom Platz katapultieren. Für jede Übung gibt es drei Schwierigkeitsgrade, nach deren erfolgreicher Bewältigung neue Turniere oder die jeweils nächste Runde eines Wettkampfs freigeschaltet wird. Außerdem werden Shops verfügbar, in denen Sie sich mit den gewonnenen Preisgeldern mit neuen Outfits eindecken sowie einen Partner fürs Doppel verpflichten können. Und da Sie sowieso schnell Moneten im Überfluss haben, schalten Sie am besten auch gleich noch weitere Spieler und Plätze frei.
Virtua Tennis ist problemlos mit Gamepad oder Tastatur zu bedienen. Sie benötigen lediglich die Richtungstasten oder Steuerkreuz zum Bewegen Ihres Akteurs und dem Zielen des Balls. Mit zwei weiteren Tasten bestimmen Sie dann, ob Sie einen harten (Schmettern, harte Auf- und Grundschläge) oder weichen Ball (Lob, Slice, Stopp) spielen wollen. Die Stellung des Sportlers und das Timing bestimmen, wie gut die gelbe Filzkugel zum Gegner zurückfliegt. Das Gameplay ist dabei arcade-lastig, allerdings werden Simulationsaspekte berücksichtigt. So ist das Ballverhalten auf Sand ganz anders als auf Rasen oder Teppich. Außerdem verfügen alle Gegner über eine besondere Stärke, etwa Schnelligkeit, Hammervorhand oder Konditionswunder. Wer das bei den Aufeinandertreffen nicht berücksichtigt, wird es nach den leichten Erfolgen am Anfang schwer haben. Spielen Sie Sportsfreund Jewgeni Kafelnikow beispielsweise immer wieder auf die Rückhand an, müssen Sie sich nicht wundern, wenn der russische Könner das Geschehen dominiert. Suchen Sie gegen Carlos Moya auf Sandplätzen das Grundlinienduell, werden Sie keinen Stich sehen.
Die Schwierigkeit in den Doppel-Matches liegt logischerweise darin, dass man von der Leistung seinen Partners abhängig ist. Obwohl das Verhalten des Mitspielers meist ordentlich, aber leicht unterhalb des eigenen Leistungsniveaus ist, versagt der Kamerad regelmäßig bei wichtigen Situationen. Da kann man schon mal leicht verzweifeln. Auch die KI der Gegner wird Sie regelmäßig dazu veranlassen, das Gamepad in die Ecke schmeißen zu wollen. Sätze wie "Das kann doch nicht sein, wie hat der denn den Ball noch erwischt, der schummelt doch!" hat man während des Tests mehr als einmal im PC-Games-Büro gehört. Allerdings hat man bei harten Gegnern immer das Gefühl, man könne sie bezwingen - selbst, wenn man zehnmal verliert. Virtua Tennis fällt damit eindeutig in die Kategorie der süchtig machenden Spiele. Jedenfalls, bis alle Trainingseinheiten absolviert, alle Gegner geschlagen und alle zusätzlichen Charaktere verfügbar sind. Dann ist es an der Zeit, sich im Mehrspielermodus mit anderen menschlichen Spielern zu messen, und das ist sogar noch einen Tick besser als im Einzelspielermodus. Absolutes Highlight: Ein Doppel mit vier menschlichen Spielern auf langsamem Belag - solch einzigartige, abgefahrene und geniale Ballwechsel sehen Sie sonst nirgends, weder in anderen PC-Spielen noch bei Fernsehübertragungen.

   
Bildergalerie: Virtua Tennis
Bild 1-3
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Virtua Tennis: Sega Professional Tennis (PC)
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22.04.2002 13:00 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
22.04.2002 22:22 Uhr
Das Spiel hat mich schon auf der Dreamcast süchtig gemacht.Jetzt hole ich mir das Ding auf die PC,da die Dreamcast nicht meine war:-(


Dann musst du dir erst mal Virtua Tennis 2 anschauen. Das schlägt den ersten Teil um Längen.
Wäre wirklich geil, wenn das auch umgesetzt würde.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
22.04.2002 19:24 Uhr
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