Vietcong 2
Nicht nur die Gesichter der Charaktere, auch die Waffen wurden sehr aufwendig modelliert.
Die geschichtsträchtigen Bauwerke Prags interessieren an diesem Freitag keinen der 30 angereisten Journalisten. Stattdessen sind alle Augen auf die Leinwand in dem kleinen Hotelkonferenzraum gerichtet. Sobald das Licht ausgeht, wird Jarek Kolár, Produzent der tschechischen Spieleschmiede Pterodon, den zweiten Teil von Vietcong erstmals der Presse vorführen. Natürlich war auch PC Games vor Ort, um direkt von der Front zu berichten.
Gleich zu Beginn ist die erste Überraschung des Tages perfekt: Statt im Busch finden wir uns in einer Stadt wieder. "Die wichtigste Neuerung gegenüber dem Vorgänger ist das Szenario", erklärt Kolár. "Vietcong 2 spielt fast ausschließlich in der riesigen Metropole Hue." Die hat Pterodon mit einer beeindruckenden Liebe zum Detail anhand von zeitgenössischen Fotos nachgebildet.
Telefonleitungen säumen die Straßen, Plakate und Werbeschilder verzieren die Häuser und Autowracks parken am Gehsteig. Das Ziel der gezeigten Mission ist, eine strategisch wichtige Brücke zu sichern. Was sich recht einfach anhört, entpuppt sich als wahres Himmelfahrtskommando. Denn überall in den engen Gassen lauern Vietcong. Sei es auf Balkonen oder hinter Mülltonnen. Glücklicherweise sind Sie in der grünen Hölle auch in Teil 2 nicht auf sich allein gestellt.
Vier GIs folgen Ihnen auf Schritt und Tritt, leisten Feuerunterstützung und verarzten Sie. Dank der neu entwickelten KI bleiben die Soldaten niemals mitten auf einer Kreuzung stehen, sondern suchen stets von selbst Deckung. Wer mag, kann dem kompletten Trupp sogar auf dieselbe unkomplizierte Art und Weise, wie es in Brothers in Arms der Fall war, einen Wegpunkt zuweisen. Zwingend nötig ist das allerdings nicht, wie Kolár verrät: "Vietcong 2 ist kein Taktik-Shooter.
Die kämpferischen Fähigkeiten des Spielers stehen im Vordergrund. Deshalb kann man auch gewinnen, ohne einen einzigen Befehl zu geben." Während wir im Sperrfeuer einer feindlichen MG-Stellung liegen, ruft unser Funker namens Tommyboy um Unterstützung. Kurz darauf rollt ein M-48-Panzer an und macht den Weg frei.
An dieser Stelle endet die Mission und wir springen zum nächsten Einsatz, in dem wir einen feindlichen Scharfschützen in den Häusern finden und ausschalten sollen. Im Gegensatz zu Ihrer Spielfigur können Kameraden im Übrigen nicht sterben. Ihre Leute werden lediglich kurzzeitig außer Gefecht gesetzt und sind anschließend wieder fit. Dadurch will Pterodon Frusterlebnisse in Grenzen halten.
Über die zweite Kampagne, in der Sie als Vietcong kämpfen, breitete Pterodon leider noch den Mantel des Schweigens. Dafür durften wir in einem Internetcafé den Mehrspieler-Modus antesten. Besonders gut gefallen haben uns die kooperativen Einsätze, in denen acht durchdachte Charakterklassen zum Einsatz kommen.


Hauptsächlich soll es um Häuserkämpfe gehen, aber es soll auch wieder Dschungellevels geben. Ich bin jedenfalls schon mal sehr gespannt auf das Spiel
Mfg Shadow_Man