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  • Verblendung - Review

    Verblendung - Review Quelle: Sony

    Die Fincher-Ästhetik siegt über schwedischen Realismus: Das Original war sehr gut, das Remake aber ist ein wunderschöner Albtraum.


    Der schwedische Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) scheint am Ende: Verblendung - Review Quelle: Sony Er wurde erfolgreich wegen Verleumdung verklagt, seinem Magazin droht die Pleite und sein Ruf scheint ruiniert. Da erhält er die Einladung, zu dem entlegenen Landsitz des wohlhabenden Vanger-Clans zu kommen. Vor Ort bittet ihn das gealterte Familienoberhaupt Henrik Vanger (Christopher Plummer), Recherchen in einem 30 Jahre zurückliegenden Mordfall an dessen Großnichte aufzunehmen. Vangers Gegenangebot ist vielversprechend: gute Bezahlung - und Informationen, die Blomkvists Namen reinwaschen können. Doch als der erfahrene Journalist in der Familiengeschichte der Vangers zu stöbern beginnt, stößt er bald auf jede Menge Schmutz und Rassismus - und Serienmord.

    Abgebrühte Punkerin
    Szenenwechsel: Die so eigenbrötlerische wie gewiefte Hackerin Lisbeth Verblendung - Review Quelle: Sony Salander (Rooney Mara), die zuvor im Auftrag von Vangers Anwalt ein Dossier über Blomkvist erstellt hat, hat derweilen ein widerwärtiges Problem: Erst zwingt ihr neuer Vormund die als psychisch labil geltende junge Frau zum Blowjob, dann vergewaltigt er sie brutal. Doch die abgebrühte Punkerin dreht den Spieß um - und erhält kurz darauf von Mikael Blomkvist die Gelegenheit, diesen bei seiner Jagd auf einen weiteren sadistischen Frauenhasser zu unterstützen.

    Gefühl der Bedrohung
    Wem diese Handlung bekannt vorkommt, braucht sich nicht zu wundern: Erst 2009 kam die hervorragende schwedische Verfilmung dieses ersten Bands von Stieg Larssons p Verblendung - Review Quelle: Sony ackender Millennium-Trilogie in unsere Kinos. Doch Hollywood ist bekannt dafür, ausländische Erfolgsproduktionen ungeniert noch einmal neu zu verfilmen. Dass es diesmal kein anderer als David Fincher (Sieben, Fight Club) war, der sich des Millionenbestsellers annahm, überraschte dann aber doch. Betrachtet man das Ergebnis, hat das Studio aber alles richtig gemacht. Fincher gelingt in seiner für ihn typischen Art, mit gedeckten Sepia- und Brauntönen eine Atmosphäre des Abgründigen zu erzeugen. Das beginnt schon mit einem stilistisch an die Bond-Filme erinnernden, aber weitaus düstereren Vorspann, der für eine erste Beschleunigung des Pulses beim Zuschauer sorgt und für den restlichen Film den Ton vorgibt: ein latentes Gefühl der Bedrohung, das man bei so viel zu Tage geförderter Widerwärtigkeit nie abzuschütteln vermag.

    Weiblicher und verletzlicher
    Auch Finchers Besetzung kann sich sehen lassen: Daniel Craig scheint wie gemacht für die Rolle des Verblendung - Review Quelle: Sony bohrenden Enthüllers, auch wenn sein Körper ein wenig zu gut in Form scheint. Ein Highlight ist aber wie schon im schwedischen Vorgänger die Darstellerin der Lisbeth: Zwar wirkt die nur 1,60 m große Rooney Mara (The Social Network) weiblicher und verletzlicher als die kantigere Noomi Rapace aus dem Original. Doch man nimmt ihr den Typus der Getriebenen, die mehr als nur kratzen und beißen kann, in jedem Moment ab. Insgesamt erscheint Finchers Werk noch runder, erzählt er mit feinen Nuancen und ein paar die Handlung nur unwesentlich verändernden Stellschrauben die Geschichte noch flüssiger und vor allem noch stylisher. Und beweist damit einmal mehr, dass er ein Meister des psychologischen Thrillers ist.

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  • Verblendung
    Verblendung
    Vertrieb
    NFP - Neue Filmproduktion
    Kinostart
    01.10.2009
    Film-Wertung:
     
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Verblendung - Review
Die Fincher-Ästhetik siegt über schwedischen Realismus: Das Original war sehr gut, das Remake aber ist ein wunderschöner Albtraum.
http://www.pcgames.de/Verblendung-Film-233321/Tests/Verblendung-Review-862438/
09.01.2012
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2012/01/Verblendung_b2teaser_169.jpg
Verblendung, David Fincher, Kritik, ,Review, Kino
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