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  • VENETICA

    Venetica - Test - Review

    Überraschend gut gelungen: das Rollenspieldebüt von Entwickler Deck 13 hört auf den Namen Venetica. Der Test von Venetica offenbart viel Gutes und einige Macken.

    Viele Charaktere in Venetica sind gut vertont und interessant, gehen jedoch meist im Handlungsverlauf unter.
    Viele Charaktere in Venetica sind gut vertont und interessant, gehen jedoch meist im Handlungsverlauf unter. Quelle: PC Games

    Es ist eine Sache, gute Ideen und Absichten zu haben. Eine andere ist es, sie in die Tat umzusetzen, sie in ein Spiel zu verwandeln, das die Erwartungen trotz aller Zweifel erfüllt. Deck 13 (Ankh, Jack Keane­) ist dieser Prozess weitestgehend gelungen: Venetica, das erste Fantasy-Rollenspiel des Frankfurter Studios, macht einfach Spaß. Tod ist das Leitmotiv in Venetica. Das Spiel erzählt von der jungen Scarlett, die zu Beginn nur knapp einem Mordanschlag entgeht, dabei aber ihren Geliebten verliert. Noch während die unfreiwillige Heldin ihren Verlust betrauert, erscheint ihr der leibhaftige Tod, der sich als ihr Vater zu erkennen gibt. Er klärt sie über die Hintergründe des Attentats auf und überträgt ihr dann die Aufgabe, nach Venedig zu reisen, um dort fünf böse Fürsten zu bezwingen und - sollte sie es wünschen - Rache zu üben. Die Geschichte beginnt zwar dramatisch und spannend, verliert jedoch im Laufe der rund 30 Stunden Spielzeit etwas an Fahrt. Ein vielversprechender Nebenhandlungsstrang beispielsweise, der von Scarletts wütendem Halbbruder erzählt, geht im Trubel der Ereignisse unter. Trotzdem motiviert das Spiel bis zum Finale, vor allem dank der glaubhaften Heldin, die sich frei von klischeehaftem Sexismus zu einer wahren Kriegerin wandelt. In einigen Dialogen darf Scarlett zwischen Rachedurst und Pflichtbewusstsein auch moralische Entscheidungen treffen - diese Momente bestimmen, welche von zwei möglichen Endsequenzen man zu Gesicht bekommt. Wenn Sie Hilfe brauchen, lesen Sie die Venetica Komplettlösung: Tipps und Tricks zu Quests und Bossgegnern. Inzwischen gibt es auch eine spielbare Demo für Venetica.

    Venedig ist ein spannender Schauplatz: Die Stadt, nur flüchtig an ihr reales Vorbild angelehnt, bietet nicht nur belebte Gassen, malerische Häfen und finstere Katakomben voller Schätze, man darf auch die Dächer der oft betretbaren Häuser erklimmen und die Kanäle erforschen. Die Spielwelt ist allerdings nur eingeschränkt erkundbar, beispielweise kann Scarlett weder springen noch klettern. In Venedig folgen NPCs einem Tagesablauf, sodass Händler und Wachen nachts beispielsweise in ihre Häuser zurückkehren. Eigentlich ein schönes Feature, das es aber nicht gebraucht hätte - die Nacht ist spielerisch nahezu sinnlos, außerdem sieht die Stadt bei Tage deutlich prächtiger aus.

  • Venetica

    Venetica

    Plattform
    PC
    X360
    Publisher
    dtp
    Developer
    Deck 13
    Release
    04.09.2009
  • Print / Abo
    Apps
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