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  • Velvet Assassin: Als britische Agentin unterwegs - Leser-Test von chbdiablo

    Schon vor 2 Jahren erschien Velvet Assassin, entwickelt von den mittlerweile geschlossenen Replay Studios aus dem Norden Deutschlands. Im Spiel als britische Agentin im Zweiten Weltkrieg in bester Stealth-Manier durch die Levels schleichen, den fiesen deutschen Schergen auflauern... klingt interessant? Ist es auch!

    Dunkle Epoche

    Wieder einmal ein Spiel mit dem Zweiten Weltkrieg als Szenario, ja, der Krieg hat den Spielern in den letzten Jahren viele Spiele beschert, sehr viele sogar. Zu viele wahrscheinlich, denn in den letzten Jahren erscheinen immer weniger Weltkriegsspielchen. Vermutlich liegt das daran, dass die Leute genug haben vom historischen Shooter-Einerlei. Velvet Assassin ist zum Glück keiner dieser Shooter, sondern ein Schleichspiel wie es schon Meisterdieb Garrett und Sam Fisher durchlebt haben. Das Spielprinzip hält sich demnach an die Grundsätze - im Schatten wird die Protagonistin unsichtbar, ein leicht violetter Schimmer legt sich um die Spielfigur, der Gegner kann sie nicht mehr erkennen. Außer jener steht plötzlich vor uns, aber das lässt sich vermeiden. Man scheucht Violette Summer, so der Name der britischen Agentin, also durch verschiedene Levels mit dem Ziel, den jeweiligen Auftrag zu erfüllen.

    Schwarz und Weiß

    Dabei liegt Violette eigentlich in einem französischen Krankenbett, Morphiumspritzen in greifbahrer Nähe, doch sie scheint sich in einem komatösen Schlaf zu befinden. Ihre wichtigsten Aufträge erlebt sie in ihren Erinnerungen wieder, während sich in ihrem Zimmer zwei Widerstandskämpfer auf französisch unterhalten und überlegen, was sie mit der wertvollen Agentin, die vielleicht nie mehr aufwacht, machen sollten.

    Im Schatten zu bleiben ist immer sinnvoll. Im Schatten zu bleiben ist immer sinnvoll. Quelle: Screenshot In den Einsätzen gibt es meist ein klares Ziel, etwa einen besonders wichtigen deutschen Kommandanten auszuschalten. Entscheidungsfreiheit gibt es für die Ziele freilich keine, dafür springt das Spiel während der Missionen des öfteren zurück ans Krankenbett, zur Unterhaltung der beiden unbekannten Herren oder zeigt eine kleine Zwischensequenz. Die 12 Einsätze selbst sind dabei in sich abgeschlossen, wobei der Krieg als solcher den logischen Hintergrund bildet. Die Geschichte um Violette, der Grund für ihre schwere Verletzung und die Geschehnisse in ihrem Krankenzimmer lösen sich in einem sehr gelungenen Ende auf. Während der einzelnen Missionen und am Ende wird klar, dieser Krieg war grausam - und zwar weit abseits der Front.

    Gut und Böse ist angesichts der Taten und Unterhaltungen der deutschen Soldaten einfach zu unterscheiden. Die atmosphärischen und abwechslungsreichen Einsatzgebiete sowie der Soundtrack tragen gut zur Stimmung des Spiels bei. Dem Spieler wird durch die Darstellungen im Spiel eindeutig vermittelt, dass man druch reihenweises Erledigen deutscher Soldaten und der Erfüllung der Aufträge die britische Agentin das Richtige erledigen lässt.

    Scharf

    Außer dem jeweiligen Hauptziel gibt es gelegentlich auch versteckte Nebenziele, sowie Sammlerstücke, die über das Level verstreut und oft sehr gut versteckt sind. Diese einzusammeln bringt einige Erfahrungspunke, mit denen man Violette leicht stärken kann. Das erfolgt jedoch in einem kleinen Maß, welches für das Spiel genau richtig ist. Wieviele Gegner man ausschaltet und ob man das leise erledigt, ergibt am Ende jeder Mission eine Bewertung, die allerdings nur für das eigene Ego gedacht ist und keine spielerischen Vorteile bietet.

    Hier kommt jede Hilfe zu spät. Hier kommt jede Hilfe zu spät. Quelle: Screenshot Dennoch ist der rabiate Weg meist unmöglich, weshalb das geschärfte Messer zum besten Freund des lautlosen Schleichers avanciert. Ist der Gegner in Reichweite, genügt ein Klick und die Protagonistin schaltet den Bösewicht aus, natürlich nur von hinten und am besten im Schatten. Dafür braucht man manchmal Geduld, um die Laufwege der Gegner zu beobachten und im richtigen Moment zuzuschlagen, man kann jedoch auch pfeifen und den Gegner stutzig machen. Dieses Pfeifen ist gelegentlich jedoch etwas übermächtig, da es in offeneren Gebieten mit ausreichend Schatten recht einfach ist, einen KI-Soldaten nach dem anderen anzulocken und auszuschalten. Ansonsten funktioniert die KI gut. Wird die Spielfigur entdeckt, wird geschossen, und da Violette zumeist nur eine Pistole mit wenigen Patronen mitführt, heißt es dann meist neu laden.

    Selbst zur Waffe greift man eher selten, mal schaltet man einen Gegner mit dem schallgedämpften Colt aus, mal findet sich ein Sniper-Gewehr, um einen entsprechenden Gegner zu erledigen. Solch ein Gewehr findet sich immer genau dann (insgesamt aber sehr selten), wenn es gebraucht wird - das nagt ein klein wenig an der ansonsten herrvoragenden Atmosphäre.

    Ebenfalls wenn gebraucht liegt eine SS-Uniform herum, mit jener verkleidet werden wir vom Gegner nicht als Feind erkannt, sofern Violette sich nicht zu nahe vor des Feindes Augen herumtreibt. Schleichen ist mit der Uniform aber unmöglich, was auch das Ausschalten der Gegner erschwert, was aber in den entsprechenden Abschnitten nicht nötig ist.

    Harte Arbeit

    Auch in hübschen Außenlevels ist man unterwegs. Auch in hübschen Außenlevels ist man unterwegs. Quelle: Screenshot Die Levels sind relativ geradlinig gestaltet und besonders wenn mehrere Gegner in der Nähe sind, ist es eine wohlige Herausforderung diese gänzlich lautlos auszuschalten. Läuft das schief, ist Violette schnell erledigt und es muss der zuletzt gespeicherte Checkpoint geladen werden. Diese sind meist gut platziert, manchmal gibt es davon jedoch zu wenig, was dann dazu führt, dass ein Raum nochmal gespielt werden muss, obwohl man eigentlich erst im nächsten gestorben ist.

    Wird Violette entdeckt, gibt es noch die Möglichkeit, eine Morphiumspritze zu benutzen - dann ist kurzzeitig ein Zeitlupeneffekt aktiviert, die Protagonistin trägt plötzlich ihr Krankenhauskleid und kann einen Gegner direkt ausschalten. Das ist eine gute Idee der Entwickler, um kleine Fehler des Spielers nicht direkt mit einem erneuten Laden zu bestrafen. Ebenfalls keine Bestrafung ist die Grafik, auch wenn sie natürlich nicht auf dem neuesten technischen Stand ist, zeigt sie doch viele Details, ist absolut stimming und passend für das Spiel. Ebenfalls lobenswert sind die Sprecher, die Agentin spricht englisch und ist sehr gut vertont. Die Franzosen unterhalten sich logischerweise auf französisch und die deutschen Soldaten erzählen sich ihre Geschichten auf deutsch, Untertitel sind natürlich mit von der Partie.

    Schnäppchen

    Das Spiel gibt es übrigens als Schachtel bereits für unter 10€, auf Steam sogar für nur 5€ und während gelegentlicher Angebote nochmals um 50% reduziert. Dafür bekommt man etwa 7-10 Stunden Spielzeit.

    Fazit

    Velvet Assassin ist wirklich ein gutes Spiel, Atmosphäre, Missionen und das Schleichen und lautlose Ausschalten der Gegner macht Spaß, vor allem da Schleichspiele dieser Art in der letzten Zeit relativ selten geworden sind. Die Darstellung des Kriegs abseits der Front ist fast schon ein wenig beängstigend. Schade, dass kleine logische Fehler (Missionsziel: Waffe besorgen, die der vielen erledigten Gegner lassen sich allerdings nicht benutzen) und die manchmal leicht zu überlistende KI den Spielspaß etwas trüben. Dennoch bleibt ein insgesamt positives Spiel, dass sich für den aktuellen Preis niemand entgehen lassen sollte, der etwas mit dem Genre anfangen kann.

    Velvet Assassin

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: chbdiablo
    77 %
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    9/10
    Atmosphäre
    9/10
    PC GAMES
    Spielspaß-Wertung
    77%
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Velvet Assassin
    Velvet Assassin
    Publisher
    cdv Software Entertainment AG (DE)
    Developer
    Replay Studios
    Release
    10.07.2009
    Es gibt 6 Kommentare zum Artikel
    Von chbdiablo
    Diese "Kritik" kann ich nicht nachvollziehen. Zum einen will Velvet Assassin bestimmt kein Shooter sein und die…
    Von Rising-Evil
    ok es stimmt;ersteres konnte man n anderen Stealth-Shootern auch nicht machen aber wenigstens hatte man z.B. in…
    Von sauerlandboy79
    Mal ne Frage:Wo, wie oder unter welchen Voraussetzungen kann man eigentlich Lesertests schreiben ?

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    • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

      • Von chbdiablo Erfahrener Benutzer
        Diese "Kritik" kann ich nicht nachvollziehen. Zum einen will Velvet Assassin bestimmt kein Shooter sein und die Munition ist völlig ausreichend. Wer nicht als Rambo durch die Levels rennt, hat immer ein paar Kugeln übrig.
      • Von Rising-Evil Erfahrener Benutzer
        Zitat von Rising-Evil
        abgesehen von der Tatsache dass man keine vom Gegner fallen gelassenen Waffen aufheben konnte u. man auch nicht frei speichern konnte, war Velvet Assassin ein guter Stealth-Shooter :-)
        ok es stimmt;
        ersteres konnte man n anderen Stealth-Shootern auch nicht machen aber…
      • Von sauerlandboy79 Erfahrener Benutzer
        Mal ne Frage:
        Wo, wie oder unter welchen Voraussetzungen kann man eigentlich Lesertests schreiben ?
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843980
Velvet Assassin
Velvet Assassin: Als britische Agentin unterwegs - Leser-Test von chbdiablo
Schon vor 2 Jahren erschien Velvet Assassin, entwickelt von den mittlerweile geschlossenen Replay Studios aus dem Norden Deutschlands. Im Spiel als britische Agentin im Zweiten Weltkrieg in bester Stealth-Manier durch die Levels schleichen, den fiesen deutschen Schergen auflauern... klingt interessant? Ist es auch!
http://www.pcgames.de/Velvet-Assassin-Spiel-15598/Lesertests/Velvet-Assassin-Als-britische-Agentin-unterwegs-Leser-Test-von-chbdiablo-843980/
12.09.2011
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2011/09/velvet_assasin_1.jpg
velvet assassin
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