Vancouver 2010 im Test: Wie gut ist das Spiel zu den Olympischen Winterspielen?
Beim Skispringen kommt es auf das richtige Timing und eine gute Balance an – im Trainingsmodus schnell erlernt.
Alle vier Jahre ist es so weit: Die Wintersportler dieser Welt treffen sich an einem vorzugsweise kalten Ort und kämpfen in unterschiedlichen Disziplinen um edelmetallene Medaillen. Und wenn ein solches Großereignis stattfindet, darf der geneigte Spieler sein Eigenheim darauf verwetten, dass eine passende Versoftung ebenfalls schon in den Startlöchern steht - so auch heuer! Da sich die Athleten dieses Jahr im schönen Kanada einfinden, genauer gesagt in Vancouver, heißt das entsprechende Spiel zur Olympiade logischerweise Vancouver 2010. Den heimischen Wintersportfreunden müssen wir jedoch gleich zu Beginn einen Dämpfer verpassen: Die hierzulande so beliebte Disziplin Biathlon fiel dem Rotstift zum Opfer. Die Entwickler konzentrierten sich lieber auf adrenalinfördernde Sportarten wie Abfahrtsläufe, Bob- und Rodelwettbewerbe, Eisschnelllauf und Skispringen, die bis auf wenige Ausnahmen sehr gut in Szene gesetzt wurden. Ein Negativbeispiel ist der Eisschnelllauf, der im Grunde nur stupides Tastengehämmer ist.
Zur Auswahl stehen Ihnen drei unterschiedliche Spielmodi. Im Trainingsmodus erlernen Sie die Grundlagen der einzelnen Disziplinen. Die eingängige Steuerung beschränkt sich in den meisten Fällen auf zwei bis vier Tasten, weswegen Sie schnell den Dreh heraushaben. Ans Eingemachte geht es dann erst im Olympia- sowie im Herausforderungsmodus.
In Letzterem meistern Sie spezielle Aufgaben, etwa ein Rennen mit invertierter Steuerung oder Bremsverbot zu gewinnen. Das ist sicherlich keinen Innovationspreis wert, weiß aber zu motivieren.
Zusammen mit Freunden macht Vancouver 2010 gleich doppelt Spaß und motiviert ungemein.
Das Herzstück ist der Olympiaden-Modus. Hier kämpfen Sie gegen drei Kontrahenten um olympisches Gold. Sofern Sie online oder im Netzwerk antreten, übernehmen menschliche Spieler die Rollen der Widersacher. Auch an nur einem Computer treten Sie nicht zwangsweise gegen KI-Konkurrenten an, da Vancouver 2010 auch das Spielen per geteiltem Bildschirm unterstützt.
In den Duellen gegen computergesteuerte Gegner fällt auf, dass diese oft unfair agieren, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Kurz gesagt: Die KI cheatet. Das ist besonders ärgerlich, wenn sich kurz vor dem Ziel ein Zwei-Sekunden-Vorsprung auf magische Weise in einen Zwei-Sekunden-Rückstand verwandelt, ohne dass Sie einen Fehler machen. Glücklicherweise ist das nicht immer der Fall, sodass mit genug Übung Goldmedaillen in allen Disziplinen möglich sind. Ärgerlich bleibt es trotzdem. Gegen menschliche Gegner ergibt sich diese Problematik natürlich nicht, weswegen Vancouver 2010 erst online oder im Netzwerk sein volles Spielspaß-Potenzial entfaltet.


Ich konte keinen Modus vs Computer entdecken, oder bin ich blind.
2010...aber garantiert nicht für Pc.