Vampire 2: Bloodlines
Klauen zählen zu den effektivsten Waffen im Nahkampf - zum Leidwesen des maskierten Vampirs links.
Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes Blut geleckt: Als eine der ersten deutschen Redaktionen durfte PC Games bei einem Besuch in der britischen Activision-Niederlassung das mit Spannung erwartete Rollenspiel Vampire: The Masquerade: Bloodlines. antesten. Mit ihrem enormen Detailreichtum und den farbigen, lebendigen Charakteren zog uns die atmosphärische Vampirsaga auf der Stelle in ihren Bann. Zwei Stunden lang - beziehungsweise kurz - huschten wir als Jung-Vampir durch die düstere Welt des Rollenspiels.
Rollenspiel mit Shooter-Optik
Dass der Hauptcharakter zu Spielbeginn überhaupt noch lebt, ist reines Glück: Ein älterer Blutsauger hat ihn ohne Erlaubnis des lokalen Vampirfürsten in einen Untoten transformiert. Zur Strafe wurde der Übeltäter exekutiert, den Protagonisten hält der Herrscher jedoch für nützlich. So finden Sie sich zu Anfang in einem schmuddeligen, kleinen Apartment nahe dem Strand in Santa Monica an der amerikanischen Westküste wieder. Der erste Weg führt Sie zum Ghoul Mercurio. Schon bald kommen Sie einer schaurigen Verschwörung auf die Spur - das Abenteuer beginnt.
In den ersten Minuten von Vampire: Bloodlines fühlt man sich beinahe wie in einem Shooter. Aus der Ego-Perspektive steuert man seinen Charakter - natürlich bei Nacht - aus dem Apartment auf die Straße. Hier tummeln sich Touristen, leichte Damen bieten in einer düsteren Gasse ihre Dienste an, vor der Bar wartet ein entnervter Gast seit Stunden darauf, abgeholt zu werden. Die Stadt wirkt ungemein lebendig und bleibt trotz der düsteren Atmosphäre glaubwürdig. In einer einsamen Seitenstraße bettelt ein Obdachloser um ein wenig Kleingeld. Ein Blick auf seinen Hals offenbart eine kräftig pulsierende Schlag-ader. Sollten wir ...?
Diese erste Szene macht schnell klar: Bloodlines ist trotz Half-Life-Grafik ein vollwertiges Rollenspiel. Ob Ihr Vampir seinem Blutdurst folgt und einen Unschuldigen meuchelt, ob er den Bettler ignoriert oder sogar etwas Geld spendet, bleibt völlig Ihnen überlassen. Sie dürfen tun, was Sie wollen - aber keine Tat bleibt ohne Konsequenzen: Eine brutale Bluttat zerstört ein Stück Menschlichkeit in der Spielfigur. Mit der Zeit wird ein solcher Charakter immer unberechenbarer und schwerer zu kontrollieren.
Freie Job-Wahl
Bei der Charaktererstellung lassen sich auch solch skurrile Outfits wählen.
Ähnlich frei gestaltet sich das Missionssystem. Zwar gibt es beim Spielstart bereits den Auftrag, Mercurio ausfindig zu machen. Ob Sie diesem Weg folgen und direkt nach Mercurio suchen oder zunächst mit den zahlreich vorhandenen computergesteuerten Charakteren sprechen, steht Ihnen allerdings frei. Häufig tun sich im Dialog mit NPCs - Rollenspieler-Jargon für nicht von Menschen gesteuerte Personen - zusätzliche Aufgaben auf. So erfahren Sie beispielsweise in einem Restaurant von einem spektakulären Mordfall und einem plötzlich verschwundenen Vampirpärchen; nähere Recherchen führen auf die Fährte einer obskuren Unterart von Vampiren, so genannten "Dünnblütern". Stift und Notizblock sind übrigens unnötig; ein vollautomatisches Quest-Log registriert sämtliche Aufträge.


Ich hab da mal so 'ne Frage:
Nachdem die Schwestern Jeannett u. Therese ihren Streit mit Tung
beigelegt haben soll ich diesen irgendwo finden,
Aber Ich find ihn NICHT!!
Ist das nun ein Bug, oder bin ich lediglich zu blöd?!?
würd mich über 'ne Antwort freuen.