Two Point Hospital: Geistiger Theme Hospital-Nachfolger in der Vorschau
Spätestens seit dem Indie-Hit Prison Architect feiern Aufbaustrategiespiele ein Comeback auf dem PC. Wir waren in London bei Sega zu Besuch und konnten vor Ort das vielversprechende Two Point Hospital anspielen. Welchen Eindruck die Krankenhaussimulation der ehemaligen Bullfrog-Entwickler bei uns hinterlassen hat, verraten wir euch in unserer Vorschau
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Eigentlich lässt sich die Menschheit leicht in zwei große Gruppen einteilen: in diejenigen, die tief und fest an die Liebe auf den ersten Blick glauben und den großen Rest. Gary Carr, Mitbegründer von Two Point Studios und zugleich ein Branchenurgestein, scheint eher zu der zweiten Hälfte zu gehören - jedenfalls wenn es um seine Zuneigung zu Krankenhaussimulationen geht. Der inzwischen 52-jährige Brite ist einer der erfahrensten Entwickler der Videospielbranche und hat unter anderem an solchen Klassikern wie Populous 2, Powermonger, Startopia und The Movies mitunter federführend mitgewirkt. Als er 1997 bei Bullfrog aber an Theme Hospital arbeiten sollte, quittierte er kurzerhand den Dienst bei Peter Molyneux' Erfolgsstudio. Der talentierte Grafiker und Spieledesigner hatte einfach zu große Zweifel, dass ein Spiel, das sich mit einer so ernsthaften Thematik beschäftigt und dabei so bunt daherkommt, von Erfolg gekrönt sein könnte. Nach einer Stippvisite bei den legendären Bitmap Brothers (Chaos Engine, Speedball 2) kehrte er aber zurück zu Bullfrog, weil man ihm versprochen hatte, dass er an Dungeon Keeper mitwerkeln dürfte. Doch Pustekuchen, schlussendlich musste Gary sich als Lead-Artist von Theme Hospital verdingen. Nachdem sich aber herausstellte, dass der Vorgänger Theme Park sowohl von den Spielern als auch von Kritikern geradezu vergöttert wurde, gab er der Krankenhaussimulation doch noch eine zweite Chance. Das zahlte sich aus, denn Theme Hospital wurde zwar nicht ein ganz so großer Erfolg wie die Disneyland-Aufbausimulation, aber bekam durchaus beachtliche Wertungen (etwa 81 Prozent in Ausgabe 4/97 der PC Games) und ist bei den älteren Semestern - wie etwa dem Autor dieses Artikels - auch wegen seines liebevollen Grafikstils und Humors in guter Erinnerung geblieben.
Two Point Hospital in der Vorschau: Ausgerechnet Theme Hospital!
Knapp 20 Jahre nach dem Erscheinen von Theme Hospital hat sich Gary mit seinem langjährigen Bullfrog- beziehungsweise Lionhead-Kollegen Mark Webly sowie dem ehemaligen Rare- und Creative Assembly-Entwickler Ben Hymers zusammengetan und Two Point Studios gegründet. Ihr erstes Spiel: Two Point Hospital (jetzt kaufen 35,84 € / 7,29 € ), ein Quasi-Nachfolger des Krankenhaus-Klassikers. Warum Gary ausgerechnet zu seiner einstigen Hassliebe zurückkehren möchte? Nach erfolgreichen Titeln wie Prison Architect ist das Entwickler-Trio der Meinung, dass die Zeit wieder reif für Aufbausimulationen auf dem PC ist. Da Ben, der jüngste der Studiogründer, obendrein ein richtiger Theme-Hospital-Fan ist und Hunderte Stunden mit dem Kreieren von Krankenhäusern verbracht hat, fiel die Entscheidung für ihr Erstlingswerk am Ende sehr einfach. Dem frisch gegründeten Studio war es aber wichtig, dass man mit Two Point Hospital nicht nur ein grafisch aufgeputschtes Remake des Klassikers entwickelt, sondern dem Original wichtige Features hinzufügt. Wir konnten uns auf einem Anspiel-Event bei Sega in London von den Neuerungen überzeugen. Unser Ersteindruck: Eine große Nähe zur Vorlage ist durchaus vorhanden, sogar so sehr, dass wir uns bei fast allen Gameplay-Mechaniken stark an die Vorlage erinnert fühlten. Die frischen Spielelemente, mit Ausnahme der schicken 3D-Grafik, kamen dagegen in der von uns angespielten Alpha-Version kaum zum Tragen.
Quelle: Two Point Studios
Mit der Zeit nehmen die Krankenhäuser in Two Point Hospital relativ große Ausmaße an.
Two Point Hospital in der Vorschau: Hier spukt's!
Wie schon in der Vorlage ist es unser Ziel in Two Point Hospital, ein profitables Krankenhaus aufzubauen und zu managen. Zudem gilt es, in den einzelnen Levels gewisse Bedingungen für eine Drei-Sterne-Wertung zu erfüllen, etwa eine bestimmte Anzahl Patienten zu kurieren oder den Wert der Anlage auf eine festgelegte Summe zu steigern. Obendrein haben wir es noch mit Konkurrenten zu tun, die uns unsere Patienten abwerben möchten. Um dem Ganzen Herr zu werden, müssen wir unser Krankenhaus nach und nach aufbauen, von der Rezeption über Untersuchungszimmer bis hin zu speziellen OP-Räumen sowie Pausenräumen für unsere Angestellten. Dabei ist die Bedienung recht komfortabel: Mit der Maus bestimmen wir die Größe der einzelnen Räume und statten sie anschließend mit dem nötigen Inventar aus. Falls wir uns verklickt haben, lassen sich die Zimmer im Nachhinein ohne Probleme überarbeiten und deren Position im Krankenhaus gar verschieben. Zum guten Schluss stellen wir noch Personal ein. Hier stehen uns vier Kategorien zur Verfügung: Ärzte, Krankenpfleger, Hausmeister und Rezeptionisten. Dabei sollten wir auf die Löhne, aber auch auf die Qualifikationen der Angestellten achten. Manche Ärzte können zum Beispiel noch unbekannte Krankheiten erforschen, andere sind hingegen so routiniert, dass sie Patienten im Schnelldurchgang untersuchen können. Manche Hausmeister haben hingegen die Gabe, dass sie Geister vertreiben können. Denn sobald Patienten sterben, können sie als Gespenster unser Krankenhaus heimsuchen und so unsere eh schon leidenden Kunden terrorisieren. Hier und noch an vielen anderen Stellen merkt man Two Point Hospital an, dass die Entwickler es mit der eigentlich seriösen Materie nicht so ernst nehmen. Ein gutes Beispiel dafür sind auch die Krankheiten, die unsere Patienten haben können. Es gibt etwa Leiden wie Rückgratlosigkeit oder Aufgeblasenheit, die grafisch passend humoristisch dargestellt werden. Zudem sorgen die spaßigen Durchsagen im Krankenhaus hin und wieder für einen Lacher. Ob der Humor aber auch nach vielen Stunden noch mehr als bemüht-charmant wirkt, können wir an dieser Stelle aber nicht sagen.
Quelle: Two Point Studios
Die Krankheiten in Two Point Hospital werden passend humoristisch dargestellt.
Two Point Hospital in der Vorschau: Heilende Arcade-Automaten
Quelle: Two Point Studios
Damit unsere Patienten die Wartezeiten möglichst komfortabel überbrücken können, sollten wir für ausreichend viele Sitzgelegenheiten sorgen.
In wenigen Minuten haben wir ein relativ großes Krankenhaus aufgebaut und müssen uns dann um die Nöte und Wünsche unserer Patienten kümmern. Wir können jeden Besucher und Angestellten unseres Krankenhauses anklicken und erfahren so, was sie gerade stört oder erfreut. Zu den Wünschen der Patienten gehört dabei nicht nur das möglichst schnelle Kurieren ihrer Leiden, sondern ebenso Nöte wie Durst oder Hunger. Damit wir all diese Wünsche erfüllen können, müssen wir mit der Zeit auch neue Inventargegenstände freischalten. So können wir etwa Arcade-Automaten, Wasserspender oder Klimaanlagen gegen eine bestimmte Summe einer Sonderwährung erforschen und dürfen sie dann auch in die nächsten (oder vorherige) Mission mitnehmen, damit wir auch dort die Bewertung unserer Krankenhausen verbessern können. Die Sonderwährung verdienen wir im Spiel durch das erfüllen von bestimmten Zielen. Insgesamt soll im späteren Verlauf Kampagne darum gehen, ein großes Krankenhausimperium aufzubauen. Das ist auch wohl der größte spielmechanische Unterschied zu Theme Hospital. Leider konnten wir auf dem Anspiel-Event aber nur ein einziges Level spielen und können daher kaum sagen, wie schwerwiegend sich die erforschten Inventargegenstände auf die Missionen auswirken und was es tatsächlich bedeutet, ein Krankenhausimperium zu leiten.
Aber nicht nur deshalb hätten wir gut und gerne noch viele Stunden weitergespielt. Two Point Hospital macht schon in seiner Alpha-Fassung einen richtig runden Eindruck und versprüht einen ähnlichen Charme wie sein Quasi-Vorgänger. Vor allem die simple, aber liebevolle Grafik und die einfache Bedienung sorgen unserer Meinung nach dafür, dass auch Genreneulinge mit der Krankenhaussimulation bestens unterhalten werden. Wie es aber mit den versprochenen Herausforderungen der Kampagne aussieht, können wir anhand des Anspiel-Events nicht sagen. Wir sind aber guter Dinge - schon aufgrund der jahrzehntelangen Genre-Erfahrung der Entwickler -, dass aus Two Point Hospital eine gelungene und gut balancierte Aufbausimulation wird. Und ganz ehrlich: Wen stört es nach mehr als 20 Jahren, dass es eine gewisse Nähe zu Theme Hospital gibt? Uns jedenfalls nicht, viel mehr freuen uns auf den Release von Two Point Hospital, der noch im Laufe des Jahres erfolgen soll.

Das sind aber alles kurze Sätze, kein elend langer Monolog. Da bist du schnell drinnen und ich nehme an es wird auch optisches Feedback geben. Selbst wenn du kein Wort verstehst weißt du irgendwann was du tun musst, wenn ein gewisser Satz aus dem Lautsprecher kommt.
Ich verstehe nur das allgemeine Problem nicht, ich kenne 70-jährige, die können sich auf Englisch unterhalten. Ist kein schönes Englisch aber man versteht es und er versteht so ziemlich alles. Jetzt sollen das jüngere Generationen nicht können? Jeder der jetzt um die 30 Jahre alt ist, hat mit Englisch in der Grundschule angefangen und da soll absolut nichts hängen geblieben sein? MMn. hat das einfach viel mit Bequemlichkeit zu tun und nein, besagter 70-jährige brauchte das nicht ständig und war auch kein Prof. an einer Uni sondern ganz normaler Bauarbeiter.
Man kann doch nicht von jedem kleinen Projekt eine eingedeutschte Sprachfassung verlangen.
Du hast scheinbar nie Theme Hospital gespielt. Jeder den ich kenne kann mindest noch 5 Sätze auswendig, weil es einfach mega lustig war und das nach mehr als 10Jahren nicht mehr gespielt. Gerade die deutsche synchro hat es viral noch mal nen gutes Stück bekannter gemacht in deutschland.
Dazu kommt, dass es nicht mal Hintergrundrauschen ist sondern wichtige Ansagen, die beschreiben was grad Sache ist (irgendwo wir nen arzt gebrauch, irgendwelche Notfälle kommen grade rein).
Das sind aber alles kurze Sätze, kein elend langer Monolog. Da bist du schnell drinnen und ich nehme an es wird auch optisches Feedback geben. Selbst wenn du kein Wort verstehst weißt du irgendwann was du tun musst, wenn ein gewisser Satz aus dem Lautsprecher kommt.
Ich verstehe nur das allgemeine Problem nicht, ich kenne 70-jährige, die können sich auf Englisch unterhalten. Ist kein schönes Englisch aber man versteht es und er versteht so ziemlich alles. Jetzt sollen das jüngere Generationen nicht können? Jeder der jetzt um die 30 Jahre alt ist, hat mit Englisch in der Grundschule angefangen und da soll absolut nichts hängen geblieben sein? MMn. hat das einfach viel mit Bequemlichkeit zu tun und nein, besagter 70-jährige brauchte das nicht ständig und war auch kein Prof. an einer Uni sondern ganz normaler Bauarbeiter.
Man kann doch nicht von jedem kleinen Projekt eine eingedeutschte Sprachfassung verlangen.
Du hast scheinbar nie Theme Hospital gespielt. Jeder den ich kenne kann mindest noch 5 Sätze auswendig, weil es einfach mega lustig war und das nach mehr als 10Jahren nicht mehr gespielt. Gerade die deutsche synchro hat es viral noch mal nen gutes Stück bekannter gemacht in deutschland.
Dazu kommt, dass es nicht mal Hintergrundrauschen ist sondern wichtige Ansagen, die beschreiben was grad Sache ist (irgendwo wir nen arzt gebrauch, irgendwelche Notfälle kommen grade rein).
Die Patienten werden gebeten nicht auf den Fluren zu sterben :)