Tropico 3-Test: Gelungene Fortsetzung mit jeder Menge Tropico-Charme
Mit Luxushotels machen Sie die Touristen glücklich und füllen die Kasse.
Falls Sie eine der Parteien zu sehr vor den Kopf stoßen, schließen sich deren Anhänger den Rebellen an, die Sie früher oder später aus dem Palast jagen werden. Es sei denn, Ihre Privat- Armee ist stark genug. Dann können Sie tun und lassen, was Sie wollen. Den meisten Spaß haben Sie schließlich, wenn Sie in Tropico 3 den Fiesling in sich nach außen kehren, das Volk unterdrücken, Wahlumfragen fälschen, Bücher verbrennen oder Ihre Geheimpolizei die Leute drangsalieren lassen. Dieses Böser-Herrscher-Gefühl vermittelt der dritte Teil der Serie besonders gut.
Dazu trägt auch die humoristische Präsentation des Spiels bei. In regelmäßigen Abständen meldet sich Ihr kriecherischer Berater bei Ihnen oder ein Radiomoderator berichtet blumig über die Lage der Nation und den unfehlbaren El Presidente. Wer will, darf zudem Geld aus der Staatskasse auf sein Schweizer Nummernkonto umleiten. Allerdings bringt dieses Konto nur Punkte in der Abschlussrechnung und hat sonst keinerlei spielerischen Einfluss. Wir hätten uns noch Spezialaktionen gewünscht, die mit dem Geld aus der Schwarzkasse bezahlt werden können. Stattdessen regeln Sie über die Erlässe grob das Schicksal Ihrer Bürger, gewähren Steuersenkungen und Sozialversicherung oder verbieten Verhütungsmittel. Das entsprechende Menü ist auch wichtig für Ihre Beziehungen zu den USA und der UdssR.
Bei Ansprachen versammeln sich die Bürger unter Ihrem Balkon und jubeln Ihnen zu.
Weil Tropico 3 in den 1950er-Jahren beginnt, sind die beiden Supermächte im Kalten Krieg und ringen um jeden Inselstaat. Beiden Seiten Entwicklungshilfe abzutrotzen und sie gleichzeitig davon abzuhalten, Truppen auf die Insel zu schicken, ist die zweite große Herausforderung des Spiels, die noch nach langer Zeit beschäftigt. Apropos Zeit: Während Sie im Endlosspiel Wochen und Monate drauflossiedeln dürfen, sind in der Kampagne konkrete Ziele in jeder Mission vorgegeben. Die einzelnen Aufgaben sind zwar abwechlsungsreich und der Schwierigkeitsgrad steigt in einer vernünftigen Kurve an, allerdings hätte eine durchgehende Geschichte der Tour durch die Tropen-Inseln gut getan. So aber reihen sich 15 Aufträge aneinander, die nur lose verknüpft sind. Auch Zwischensequenzen sucht man abgesehen vom Intro und Outro vergebens.
Autos rosten vor sich hin, Bürger hängen ihre Wäsche auf die Balkone ihrer Plattenbauwohnungen - Tropico 3 präsentiert eine liebevoll gestaltete, detailreiche Grafik, auch wenn es nicht mit Genreprimus Anno 1404 mithalten kann. Gerade den schmutzigen Sozialismus-Look und die Lichtstimmung der Karibik hat Haemimont gut umgesetzt. Die Sonnenuntergänge sind wunderschön. Eigentliches Highlight ist aber die Musikuntermalung. Die kubanischen Rhythmen im Stile des Buena Vista Social Club bleiben jedem noch stundenlang in den Ohren. Auch die deutsche Sprachausgabe mit spanischen Akzenten trägt zur klasse Atmosphäre bei. Wie detailverliebt Kalypso an die Sache herangegangen ist, zeigt sich bei den Touristen: Die äußern sich nämlich auch in der deutschen Version in ihrer jeweiligen Muttersprache.
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Ich denke, ich kann es ganz kurz beantworten: Das Spiel ist alles andere als ein wirtschaftlicher Flop - ganz im Gegenteil! ...
Also T3 ist ein absoluter wirtschaftlicher Erfolg und wir beschweren uns nicht
das ganze3 kam von einem Kalypso Admin.
forum.kalypsomedia.com/showthread.php
Mein Fazit: Es gibt wirklich Besseres aber auch sehr viel Schlechteres. Das Spiel wirkt ein wenig unausgewogen. Es lassen sich zu leicht Gewinne einfahren. Das ist nicht wirklich herausfordernd. Mit dem Ausschalten der Zuwanderer wird das Spiel etwas langsamerer, weil man auf die heranwachsende Generation warten muss, aber schwerer wird das Spiel dadurch nicht.
Die Grafik finde ich angemessen für eine WiSim. Ein wenig dürftig finde ich jedoch die Vielfallt an Gebäuden. Hier hätte ich mir einwenig vom öden SimCity Societies abgeguckt gewünscht. Es wirkt alles viel zu brav und aufgeräumt. Ganz anders als auf den Screenshots von vor paar Monaten.
Genz nett gelungen ist der Wuselfaktor und dass man wie schon in Tropico 1 jede Person individuell beobachten und anklicken kann. Das sorgt für bissl Nähe zum eigenen Volk. Leider tritt hierbei jedoch das Mikromanagement der Einwohner in den Hintergrund. Das Bestechen oder Eliminieren trägt nicht wirklich zum Spielgeschehen bei.
Schön finde ich, dass jedes Gebäude einzeln gebaut werden muss durch ein Bauteam. Das ist Siedler-like und genau so etwas hätte ich mir in Anno1404 gewünscht. Damit gewinnt jedes Gebäude na Bedeutung und ist nicht so einfach ersetztbar.
Ein wenig dumm verhalten sich die Bewohner bei der Wohnungssuche. Nicht immer ist erkennbar, warum sich ein Bauer entscheidet direkt neben einem netten Haus, das umsonst zur Verfügung steht, in einer Wellblechhütte zu wohnen.
Schade finde ich auch, dass der Tag und Nacht Wechsel nicht wirklich Einfluss auf die Geschehnisse hat. Es gibt nichtmal wirklich einen Nacht-Modus. Hier wurden eindeutig Punkte verschenkt.
Beim "Endlos"-Spiel muss man zusätzlich bemängeln, dass das Zeitlimit viel zu knapp bemessen wurde. Im Endlosspiel ist man meistens im Zeitraffer, da das Wachstum nicht schnell genug voranschreitet, doch dabei läuft der Kalender viel zu schnell ab. Sehr schade.
Das Spiel kann man doch trotzallem gut empfehlen. Es bietet Unterhaltung für längere Zeit, doch man kann auch große Fortschritte in sehr kurzer Zeit erzielen... wenn man dies möchte.
Bei Burtchen gabs für derartige Erkenntnisse noch einen Gewinn...
Bei mir auch. PM mit Adresse! Dann sehen wir mal, was in der Kiste des Todes herumgammelt! *G*
Done!
ich hoffe du greifst nicht in die ganz üblen regionen der Todeskiste.
Bei Burtchen gabs für derartige Erkenntnisse noch einen Gewinn...
Bei mir auch. PM mit Adresse! Dann sehen wir mal, was in der Kiste des Todes herumgammelt! *G*
Bei Burtchen gabs für derartige Erkenntnisse noch einen Gewinn...