Moderne Gladiatoren
Das Programm Mercury wird zum wichtigen Weggefährten für Jet.
Industriespionage, Viren im Firmennetzwerk, feindliche Übernahme - gleich drei Albträume eines jeden Großunternehmers werden in der Fortsetzung zum Spielfilm Tron Wirklichkeit. Und die erscheint nicht auf der großen Leinwand, sondern macht sich auf Ihrer Festplatte breit. Dann werden Sie Zeuge, wie Jet Bradley vom Computersystem Ma3a erst digitalisiert und dann ins Firmennetzwerk des Softwareunternehmens seines Vaters eingespeist wird, um dort höchstpersönlich einem bösartigen Virus den Garaus zu machen. Dummerweise halten die meisten Programme Jet selbst für den Auslöser des Virus, so dass prompt die Häscher des Kernels Jagd auf den digitalen Neuling machen. Zum Glück ist Jet während seiner Odyssee nicht auf sich allein gestellt. Ein hilfsbereites Byte steht ihm zur Seite, gibt Tipps, öffnet so manches verschlossene Datenportal und hat immer einen frechen Spruch abrufbereit.
Grell, aber gut
Auch die aus der Filmvorlage bekannten Panzer sind mit von der Partie.
Der neue Ego-Shooter aus dem Hause Monolith (No One Lives Forever 1 und 2) hebt sich vor allem optisch von der Genre-Konkurrenz ab. Während sich Titel wie Half-Life 2, Doom 3 oder auch Unreal 2 in die Gipfel der grafischen Gigantomanie aufschwingen, ist bei Tron 2.0 Schlichtheit Trumpf. Zwar springen die grellen Neonlichter der Umgebung sofort ins Auge, doch blühende Landschaften und in Echtzeit geifernde Dämonen sucht der Spieler hier vergebens. Stattdessen findet er geometrische Umgebungen, deren leuchtende Konturen 80er-Jahre-Charme haben. In dieser bizarren Landschaft aus Schaltkreisen und Schnittstellen beginnen Sie Ihre Suche nach dem Ursprung des Virus - bewaffnet mit einer der berühmten Discs. In Tron 2.0 schleudern Sie diese allerdings nicht nur in sportlichen Wettbewerben gegen andere Gladiatoren, sondern lösen damit auch Programme wie "ad-banner.exe" oder "spam_filter.exe" in ihre binären Bestandteile auf und betätigen sich als Virenscanner, indem Sie die giftgrüne Invasion vernichten.
Update erfolgreich
Der Hohe Rat des Kernels gibt Jet eine letzte Chance.
Auch spielerisch bietet Tron 2.0 einiges an Abwechslung. Da Jet ein Programm ist, können Sie ihn stetig weiterentwickeln - vorausgesetzt Sie finden die in den Levels versteckten Upgrades, mit denen Sie Charakterwerte wie Stärke oder Verbindungsgeschwindigkeit aufrüsten. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Programme in Jets knapp bemessenen Speicherplatz zu laden. Diese Programme ähneln den Implantaten aus Deus Ex und verschaffen Ihnen stärkere Rüstungen, lassen Sie weiter springen oder statten Sie gar mit neuen Waffen aus - neben der Disc stehen Jet für die digitale Schnitzeljagd nämlich auch diverse Laserwaffen zur Verfügung. Wenn Sie nicht gerade Ihre Feinde in den Papierkorb verschieben, lösen Sie Schalterrätsel. Ob Sie nun einen Modem-Anschluss konfigurieren oder einen Prozessor übertakten: Die Rätsel in Tron 2.0 gehen nur selten über das Aktivieren von Schaltern in der richtigen Reihenfolge hinaus.
Moderne Gladiatoren
Hier kämpft Jet gegen einen übergroßen Seeker, der Ma3a bedroht.
Innovativ präsentiert sich dagegen der Mehrspielermodus. Während Sie in den Lightcycle-Rennen via Netzwerk oder Internet mit Freunden um Leben und Tod rasen, bieten die Disc-Arenen unverbrauchten Deathmatch-Spaß - in allen Arenen ist die Umgebung aktiv ins Spielgeschehen eingebunden. Ob die Kombattanten auf Ringen über einem Abgrund schweben, die sich durch gezielten Beschuss auflösen lassen, oder hinter scheinbar massiven Würfeln Deckung suchen, die innerhalb weniger Sekunden erst durchsichtig und dann zur tödlichen Falle werden - Spaß ist garantiert.


Habe nach dem Demo das Spiel gleich bei erscheinen gekauft.
Sehr lästig war allerdings, das internationale Versionen nicht online spielen konnten. Die haben vergessen einen…
Athlon 1,4
Geforce4 Ti 4800 Se
512 MB
Win2000