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  • Toy Soldiers: War Chest im Test - Spielzeuge außer Kontrolle

    Toy Soldiers: War Chest im Test! Bunte Einhörner, niedliche Bärchen, Riesenskorpione und andere Wesen wollen in dieser Tower Defense-Variante von Ubisoft unsere Spielzeugkiste einnehmen. Nach mehreren Stunden mit der PC-Version müssen wir festhalten: Trotz charmanten Settings und coolen Lizenzen (He-Man!) will der Funke nicht so recht überspringen. Im nachfolgenden Test mitsamt Video klären wir, woran genau es hakt.

    Toy Soldiers: War Chest im Test. Wir sind übersättigt! Gefühlt 10.000 Tower Defense-Spielchen gibt es bereits auf dem Markt. Spiele wie Plants vs. Zombies und Kingdom Rush finden sich auf den meisten Smartphones. Mit Toy Soldiers: War Chest für PC, PS4 und Xbox One betritt ein eigentlich interessanter Neuzugang die Bühne, der jedoch durch technische Unzulänglichkeiten ausgebremst wird und spielerisch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.

    Das Spielkonzept ist schnell erklärt: Wir schlagen wahlweise in Kampagne oder Multiplayer Gegnerwellen zurück, in dem wir an fest vorgegebenen Orten automatische Abwehrgeschütze positionieren. Schaffen wir das nicht und erreichen zu viele Feinde unsere Spielzeugkiste, wird die Partie als Niederlage gewertet. Erfreulich: Toy Soldiers hat der bewährten Formel etwas hinzuzufügen. Anstatt passiv zuzuschauen, wie die Türme ihr Handwerk verrichten, dürfen wir diese mit wenigen Mausklicks selbst kontrollieren. Dann wechselt die isometrische Kamera in eine Schulterperspektive und wir können selbstständig auf heranrückende Gegner ballern.

    Upgrade komplett: Werten wir Türme in Toy Soldiers: War Chest nicht auf, wird es gegen größere Feindwellen schwierig. Upgrade komplett: Werten wir Türme in Toy Soldiers: War Chest nicht auf, wird es gegen größere Feindwellen schwierig. Quelle: Ubisoft / PC Games Das Ganze ist mehr als nur eine nette Spielerei: Übernehmen wir MG-Nester, Minenkanonen, Flaks und Konsorten, springen dabei echte Vorteile für uns heraus, die im späteren Spielverlauf über Sieg oder Niederlage entscheiden. Gute Schützen können Gegnerwellen mit nur einem Magazin niedermähen und verdienen durch Combos zusätzlich Kohle. Die Übernahme von Türmen bringt noch einen weiteren Vorteil: Die Reichweiteneinschränkung der Türme wird praktisch aufgehoben, wodurch wir etwa in der Lage sind, selbst sehr weit von der Geschützanlage entfernte Soldaten auszuschalten.

    Die mit Abschüssen verdiente Moneten investieren wir direkt in den Bau neuer oder die Reparatur bestehender Türme. Auch für Upgrades ist Bares erforderlich. Unsere Abwehranlagen lassen sich beispielsweise mit Sandsäcken verstärken (mehr Lebenspunkte). Auch der maximale Schaden und die Reichweite lassen sich in mehreren Stufen aufwerten. Allerdings müssen wir Upgrades jenseits der Stufe 1 in Toy Soldiers: War Chest erst einmal freischalten.

    Toy Soldiers: War Chest - He-Man erwacht zum Leben

          

    Übermächtig: Mit Helden wie Ezio oder He-Man können wir ganze Gegnerwellen problemlos zurückschlagen. Übermächtig: Mit Helden wie Ezio oder He-Man können wir ganze Gegnerwellen problemlos zurückschlagen. Quelle: Ubisoft / PC Games Ein weiterer Grund dafür, selbst aktiv zu werden, sind die Helden. Diese mächtigen Figuren können wir auf das Schlachtfeld beordern, sobald die Spezialleiste durch Abschüsse gefüllt ist. Dank entsprechender Ubisoft-Lizenzen fegen in Toy Soldiers: War Chest Puppenausgaben von Ezio Auditore (Assassin's Creed), Duke (GI Joe) und sogar He-Man (!) über das Schlachtfeld. Die Recken können wir selbst steuern, theoretisch jedoch nicht unbegrenzt. Vor Ablauf eines Timers müssen wir daran denken, rechtzeitig Batterien aufzusammeln. Diese sind in der Regel jedoch großzügig auf dem Spielfeld verteilt, sodass wir praktisch fast unbegrenzt als Held spielen können.

    Sämtliche Charaktere sind mit fast übermächtigen Primär- und Sekundärwaffen ausgerüstet und können Granaten einsetzen. Einen Haken gibt's allerdings: Die Helden können nicht springen, was lästig sein kann. Fallen wir versehentlich in einen Schützengraben, müssen wir uns erstmal umständlich herausmanövrieren. Auch der Überblick über das Schlachtfeld leidet, wenn wir etwa als He-Man-Figur unterwegs sind. Aus der Third-Person-Perspektive können wir das Schlachtfeld eben weniger gut überblicken als aus der isometrischen, zumal keine Mini Map vorhanden ist. Immerhin erlaubt uns Toy Soldiers: War Chest mittels Tastenkürzeln, schnell zwischen einzelnen Türmen hin- und herzuschalten, um Feinde zu bekämpfen, die weit von unserer Position entfernt sind.

    05:43
    Toy Soldiers: War Chest - Video-Test zum Spielzeug-Tower-Defense

    Toy Soldiers: War Chest - Von Spielzeug-Überraschungen und Mikrotransaktionen

          

    Im Menü erhalten wir einen Überblick über bereits freigeschaltete Turm-Upgrades. Einzelne Aufwertungen können wir mit Silbermünzen kaufen. Im Menü erhalten wir einen Überblick über bereits freigeschaltete Turm-Upgrades. Einzelne Aufwertungen können wir mit Silbermünzen kaufen. Quelle: Ubisoft / PC Games Sind alle Gegnerwellen zurückgeschlagen, sammeln wir Erfahrungspunkte. Combos, Last-Minute-Abschüsse und missionsspezifische Herausforderungen der Sorte "Lasse die Lebenspunkte der Spielzeugkiste nicht unter 80 sinken" gewähren uns einen zusätzlichen Bonus auf Erfahrungspunkte. Im Fall eines Levelaufstiegs dürfen wir ein Überraschungspaket öffnen, das beispielsweise Upgrades für Türme oder Ausrüstungsgegenstände für den Helden enthalten kann.

    Mondpreise: Gut betuchte können im Ingame-Shop digitale Münzen auch für Echtgeld kaufen. 20 Euro für 26.000 Marken halten wir für überteuert. Mondpreise: Gut betuchte können im Ingame-Shop digitale Münzen auch für Echtgeld kaufen. 20 Euro für 26.000 Marken halten wir für überteuert. Quelle: Ubisoft / PC Games Zusätzlich zu Erfahrungspunkten verdienen wir Silbermünzen, die im Ingame-Shop gegen weitere Pakete (Preise zwischen 1.000 und 2.000 Münzen) mit zufälligen Goodies (Upgrades für Türme, Items für Helden) eingetauscht werden können. Wer keine Lust hat, sich die Moneten zu erspielen, kann welche zu einem astronomischen Wechselkurs für Echtgeld kaufen. Für 26.000 Silbermarken werden etwa fast 20 Euro fällig. Die optionalen Mikrotransaktionen sind fragwürdig, zumal Toy Soldiers: War Chest nicht als Free2Play-Titel vertrieben wird, sondern in der regulären Standard Edition 14,99 Euro kostet.

    Grundsätzlich nötig ist der Kauf der Pakete zwar nicht, weil sich die Upgrades durch das Spielen freischalten lassen. Wer kräftig investiert, kann jedoch die Hektik auf dem Schlachtfeld etwas entschärfen. Denn durch bessere Aufwertungen sind Türme im autonomen Feuermodus erwartungsgemäß effektiver.

    Toy Soldiers: War Chest - Ulkige Glücksbärchis, abwechslungsreiche Missionen

          

    Zu den Stärken von Toy Soldiers: War Chest zählt zweifellos das verrückte Setting. Hier geben nicht nur langweilige Soldaten Kanonenfutter ab, sondern je nach Karte auch regenbogenfarbene Glücksbärchis, drollige Einhörner und fette Katzen. Welche Wesen wir abmurksen, hängt vom Spieltisch ab, auf dem wir uns befinden. Die meisten Tische orientieren sich stilistisch an Lizenzen. Auf der He-Man-inspirierten Map begegnen wir inmitten von beispielsweise Drachen und Riesenskorpionen. Das führt in Kombination mit abwechslungsreichen Szenarien dazu, dass sich das Spielkonzept nicht zu schnell abnutzt.

    Herz aus Stahl: Mit dem Panzer räumen wir zunächst die Feindstellung, ehe wir selbst Türme errichten. Herz aus Stahl: Mit dem Panzer räumen wir zunächst die Feindstellung, ehe wir selbst Türme errichten. Quelle: Ubisoft / PC Games Denn auf meisten Karten müssen wir uns auf veränderte Startbedingungen einstellen. In der Mission "Die Kaiserliche Eisenbahn" sind zum Beispiel alle potenziellen Bauplätze für Geschütztürme in der Kontrolle des Feindes. Bevor wir selbst Abwehranlagen errichten können, müssen wir diese erstmal mit einem Panzer säubern. Auf der eingangs erwähnten He-Man-Map macht uns hingegen ein feuerspeiender Drachenturm das Leben schwer, weil dieser zwei Grundstücke überwacht. Wenn wir dort bauen, haben die Türme ein kurzes Leben. Also schlüpfen wir in einen Falken, der in seinen Klauen eine Würfelbombe hält, und steuern darauf auf den Drachenturm zu. Solche Karten-spezifischen Power-ups können wir nach einem Cooldown erneut einsetzen.

    Schade nur, dass Ubisoft den einzelnen Armeen keine eigene Kampagne spendiert hat. Wie cool wäre es gewesen, wenn He-Mans Feldzug eine eigene Rahmenhandlung spendiert bekommen hätte? So absolvieren wir bis zum Finale zusammenhangslose Missionen. Immerhin lässt sich die Kampagne mit einem Partner kooperativ bestreiten. Alternativ können zwei 2-Spieler-Teams gegeneinander antreten. Um Langzeitmotivation dürfte der "Wöchentliche Krieg" sorgen. Hier werden von Montag bis Freitag täglich neue Missionen freigeschaltet. Als Belohnung winken Spielzeugkisten mit Goodies.

    Toy Soldiers: War Chest - Schlampige PC-Umsetzung

          

    Zweifellos mehr Sorgfalt hätte die PC-Umsetzung von Toy Soldiers: War Chest verdient. So ist es beispielsweise schwer nachvollziehbar, warum die Tower Defense-Partien lediglich in maximal 30 Bildern pro Sekunde spielbar sind. Denn die Grafik ist allenfalls Durchschnitt. Matschtexturen, detailarme Figuren und hölzerne Animationen dürften jedenfalls nicht als Grund für den 30 FPS-Lock herhalten. Eine Erklärung suchen wir auch für die minimalistisch gehaltenen Icons für Maustasten und Tastaturbefehle. Ohne Lupe ist praktisch nichts zu erkennen. Ebenfalls misslungen ist die Maus-Steuerung. Das Scrollen funktionierte während unseres Tests häufiger nicht richtig (siehe Testvideo), weshalb wir auf die Tastatur auswichen. Und über die schludrige Lokalisation - einige Texte in Menüs blieben beispielsweise unübersetzt - wollen wir gar nicht erst viele Worte verlieren.


    Toy Soldiers: War Chest (PC)

    Spielspaß
    68 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Ulkiges Setting - Glücksbärchis und Einhörner!
    Abwechslungsreiche Szenarien und Tische
    Spielbare Helden und Türme
    He-Man!
    Freischaltbare Upgrades motivieren
    Bildrate auf 30 limitiert
    Altbackene Grafik
    Kampagne für alle Armeen identisch
    Richtige Story fehlt
    Probleme mit Maus-Scrolling
    Schludrige Lokalisation
    Fragwürdige Mikrotransaktionen

    • Es gibt 4 Kommentare zum Artikel

      • Von xdave78 Erfahrener Benutzer
        Macht auf alle Fälle sehr viel Spaß. Es gibt ja auch genug Helden die man einfach freispielen kann und dann hochleveln darf. Man benötigt die DLC Helden also gar nicht- aber He-Man hab ich mir dennoch gekauft...HALLO? Es ist He-Man!
      • Von USA911 Erfahrener Benutzer
        Mikro-Transaktionen disqualifizieren das Spiel. Wenn sowas in Spielen eingefügt wird, kommt bei mir meistens das Gefühl auf, das Spielern mit Absicht Steine / Bremsen in den weg gelegt werden, damit gekauft wird. Denn eigentlich sollten Spiele so konzepiert sein, das ein geübter Spieler (auf das…
      • Von Orzhov Erfahrener Benutzer
        Der Plastiklook stört mich jetzt nicht besonderlich, aber die Microtransaktionen und die Performance scheinen mir lächerlich zu sein. Irgendwie fast schon typisch Ubisoft.
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Toy Soldiers: War Chest
Test des Tower Defense-Spiels - Spielzeuge außer Kontrolle
Toy Soldiers: War Chest im Test! Bunte Einhörner, niedliche Bärchen, Riesenskorpione und andere Wesen wollen in dieser Tower Defense-Variante von Ubisoft unsere Spielzeugkiste einnehmen. Nach mehreren Stunden mit der PC-Version müssen wir festhalten: Trotz charmanten Settings und coolen Lizenzen (He-Man!) will der Funke nicht so recht überspringen. Im nachfolgenden Test mitsamt Video klären wir, woran genau es hakt.
http://www.pcgames.de/Toy-Soldiers-War-Chest-Spiel-54739/Tests/Test-des-Tower-Defense-Spiels-Spielzeuge-ausser-Kontrolle-1168636/
22.08.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/08/Toy_Soldiers_War_Chest-pc-games_b2teaser_169.jpg
tower defense,ubisoft
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