Fortsetzung zum Inbegriff des Action-Adventures.
Die auf der Messe gezeigte Tomb-Raider-Version entspricht noch nicht den großen Versprechungen.
Bildschirm für Bildschirm absuchen. Irgendwo muss sie doch rennen oder springen oder purzeln - vielleicht sogar schon Männer umhauen. Und das in thrillerartiger Atmosphäre, denn bei der Produktankündigung in London vor ein paar Monaten hieß es, Tomb Raider werde jetzt erwachsener und düsterer. Aber im PC-Bereich des Messestandes von Eidos Interactive bleibt der optische Scan nach Lara Croft erfolglos.
Die Auskunft eines Mitarbeiters bestätigt die Ahnung: Nur eine frühe PlayStation-2-Fassung von Tomb Raider: The Angel of Darkness ist auf der E3 ausgestellt. Der Deal mit Sony, das Spiel auf keiner anderen Konsole zu veröffentlichen, scheint erst mal die Arbeit an dieser Version speziell zu forcieren.
Ortswechsel also zur Abteilung mit den Fernsehern und den Gamepads - der Mensch nimmt, was er kriegt. Da ist zunächst zu sehen, was man schon kennt: Lara Croft in kurzen Shorts und knappem Oberteil, die durch Gänge spurtet. Ihre Bewegungen sind geschmeidig - das war vorauszusetzen und im Vorgänger genauso. Die Umgebungsgrafik wirkt immerhin viel ansprechender: mit stimmungsvoll ausgeleuchteten Ecken und überzeugend modriger Wandbemalung, architektonisch abwechslungsreich. Für den PC wird der Look zusätzlich aufpoliert, was bedeutet: Tomb Raider sieht wieder zeitgemäß aus. Hurra, eine Erkenntnis!
Aber wo sind die versprochenen neuen Elemente? Zum Beispiel soll Lara Feinde lautlos ausschalten können, indem sie sich von hinten anschleicht und zupackt. Mit jeder Aktion sollen ihre Fähigkeiten besser werden. In Gesprächen soll es die Möglichkeit geben, sich zwischen Story-Wegen zu entscheiden. Und: Ein zweiter spielbarer Charakter soll eingeführt werden.
Hier sind noch keine Zeichen von alledem zu entdecken - stattdessen ganz vertrautes Gameplay: Lara Croft holt an einer Querstange Schwung, fliegt auf eine riesige Statue zu, kippt diese um und bricht so durch eine Wand. Sie atmet tief ein und taucht durch Unterwasserlabyrinthe. Während steinerne Drachenköpfe Wasserdampf spucken, springt sie in einer bestimmten Kombination von Steinsäule zu Steinsäule, um einen geheimen Mechanismus auszulösen.


Es gibt wie bei jeder Sache negative Punkte, aber auch positive. Und wenn man die positiven betrachtet, so kann man im Allgemeinem sagen: das könnte ein Erfolg werden!
mfG Americay
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