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  • Tomb Raider: Lara sollte mehr sein als ein Mann mit Brüsten - Autorin Rhianna Pratchett im Interview

    Das neue Tomb Raider präsentiert dem Spieler auch eine neue Lara Croft. Im Interview spricht die Autorin Rhianna Pratchett über die Rolle von Schreibern in der Spieleindustrie, die Philosophie hinter der neuen Lara und wieso die Archäologin nicht nur ein männlicher Charakter mit Brüsten sein soll. Sie spricht auch über einen Lernprozess, der in der Industrie einsetzen muss, um in Zukunft noch bessere Geschichten erzählen zu können.

    Autorin Rhianna Pratchett, Schöpferin der neuen Lara Croft in Tomb Raider, hat dem Team der englischsprachigen Webseite killscreendaily.com ein sehr ausführliches Interview über dringende Veränderungen in der Spieleindustrie und die Gründe, warum die Erschaffung von "Männern mit Brüsten" ein erste wichtiger Schritt ist, in Spielen eine größere Vielfalt zu handhaben. Zunächst spricht die Autoren über die Bedeutung von Kritik und Reviews, die für einen Autor von Videospielen eine andere Stellung einnehmen, also zum Beispiel für Theaterautoren. "Man versucht sich immer zu verbessern. Wenn es ein nächstes Spiel oder Marke geben wird, ist es denke ich wichtig Feedback einzuholen", so Rihanna Pratchett.

    Besonders im Fall von Tomb Raider seien der Autorin die Reaktionen der Fans wichtig gewesen: "Es gab eine ganze Reihe Meinungen wie Tomb Raider sein werde, wie es Lara repräsentieren werde, solche Dinge. Viele dieser Meinungen wurden geäußert als die Leute das Spiel noch gar nicht im Kontext gespielt hatten. [...] Es ist wirklich gut die Spieler das Spiel im Kontext spielen zu lassen und Laras vollständige Charakterentwicklung zu erleben". Im folgenden Beschreibt Pratchett die Rolle des Autors bei der Entstehung eines Videospiels. So sei der Autor ein wichtiger Teil im Prozess der Erschaffung einer neuen Welt. Verbesserungsmöglichkeiten sieht sie in der Zusammenarbeit zwischen Autoren und Entwicklern: "Erzählung sollte nicht 'wir' und 'die' sein - Gameplay und Geschichte. Wir können alle zusammenkommen, um ein besseres Erlebnis zu erschaffen."

    Das größte Problem beim Schreiben für Spiele sei derzeit auch, wie Autoren und Geschichten-Designer in den restlichen Entwicklungsprozess besser eingebunden werden können. "Der Ausdruck 'Autor' passt eigentlich nicht zu dem, was ein Spiele-Autor tun muss oder wie er eigentlich verwendet werden sollte, um das beste aus seinen Fähigkeiten rauszuholen." Im Prinzip ist der Autor in Videospielen immer auch zu gewissen Teilen Kameramann, Set-Gestalter, Casting-Agent, Regisseur und Szenenbildner. "Es sind nicht nur die Wörter. Es ist nicht nur das Schreiben, was du brauchst, um eine Welt zu erschaffen. Du musst alles benutzen, um eine Geschichte zu erzählen. Die Spiel-Mechanik, die Animationen, die Kunst, alles fließt in die Erzählung ein."

    Tomb Raider: Autorin Rhianna Pratchett im ausführlichen Interview. (1) Tomb Raider: Autorin Rhianna Pratchett im ausführlichen Interview. (1) Quelle: PC Games Die Konsequenz daraus ist laut Pratchett, dass Autoren viel eher in die Entwicklung eingebunden werden müssen, damit diese nicht eine Geschichte um die bereits vorhandenen Elemente stricken müssen. Aber auch die Autoren müssten sich anpassen: "Autoren müssen Spiele verstehen, dass sie für ein Spiel schreiben. Es ist nicht einfach wie einen Film zu schreiben und das auf Spiele zu übertragen". Als nächstes spricht Rihanna Pratchett über die neue Lara Croft in Tomb Raider. Für die Geschichte des Überlebenden lies sich die Autorin unter anderem von The Descent, Children of Men und Heart of Darkness inspirieren. Dazu haben man Lara auch verwundbarer und menschlicher gemacht: "Ja, es gibt Verwundbarkeit. Aber nicht weil sie weiblich ist. Sondern, weil sie menschlich ist, und allein, und gestrandet ohne Waffen und mit wenig Know-How."

    Die Tomb Raider-Autorin spricht auch über die Vorbehalte der Industrie, wenn der Protagonist eines Spiels nicht dem stereotypischen weißen männlichen Superhelden entspricht. Alles was von diesem Schema abweiche, würde noch immer mit einem gewissen Rassismus und Sexsismus begegnet. "Es gibt eine Notwendigkeit für mehr weibliche Protagonisten, aber es gibt auch eine Notwendigkeit für verschiedene Ethnien, unterschiedliche Alter, sexuelle Ausrichtung, Fähigkeiten und so weiter. Wir sind sehr eingegrenz, wenn es um unsere Charaktere geht." Aus diesem Grund wollte Pratchett aus Lara auch mehr machen, als nur einen männlichen Charakter mit Brüsten. Es sollte eine menschliche Geschichte sein, aber es sollte auch nicht vergessen werden, dass sie eine Frau ist.

    Besonders wollte die Autorin das mit der Körpersprache von Lara erreichen. Als Beispiel nennt sie die innige Freundschaft mit Sam oder die Umarmung eines sterbenden Charakters. Reaktionen, die von einem männlichen Charakter eher weniger erwartet werden. Auch mit der sexuellen Ausrichtung von Lara wollte die Autorin ursprünglich neue Wege beschreiten: "Ein Teil von mir hätte es geliebt Lara lesbisch zu machen". Gegenüber den Entwicklern von Crystal Dynamics habe sie das Thema aber nicht angesprochen. "Ich bin mir nicht sicher, ob Crystal dafür bereit wäre." Im weiteren Verlauf des Interviews spricht Pratchett auch über die Auswirkungen der Kills auf den Charakter von Lara. Das vollständige Interview mit Rhianna Pratchett, der Autorin von Tomb Raider, lest ihr auf der Webseite von killscreendaily.com.

    06:35
    Tomb Raider: The Final Hours of Tomb Raider Teil 2
    Spielecover zu Tomb Raider
    Tomb Raider
  • Tomb Raider
    Tomb Raider
    Publisher
    Square Enix
    Developer
    Crystal Dynamics
    Release
    05.03.2013
    Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
    Von LordCrash
    Ich hasse dieses unterschwellige Feminismusgeschwafel....Nicht falsch verstehen, ich habe überhaupt nichts gegen…
    Von xNomAnorx
    Das Lara lesbisch wäre würde mir als Mann aber nicht gefallen  Andererseits...:-B:-XNa egal mir hat der Charakter…
    Von Shadow_Man
    Schöner Artikel. Ich mag es, wenn man immer ein wenig hinter die Kulissen blickt und mehr über die einzelnen Berufe…

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    • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel

      • Von LordCrash Gesperrt
        Ich hasse dieses unterschwellige Feminismusgeschwafel....

        Nicht falsch verstehen, ich habe überhaupt nichts gegen Frauen in Spielen. Ich habe nur etwas dagegen, dass man solche Dinge immer extra hervorheben muss bzw. als etwas Besonderes herausstellen muss.

        Außerdem entspricht die Aussage mit der…
      • Von xNomAnorx Erfahrener Benutzer
        Das Lara lesbisch wäre würde mir als Mann aber nicht gefallen  Andererseits...:-B:-X
        Na egal mir hat der Charakter von Lara im Spiel jedenfalls sehr gut gefallen, ist jetzt bei meinen weiblichen Lieblingscharakteren ganz vorne mit dabei 
      • Von Shadow_Man Erfahrener Benutzer
        Schöner Artikel. Ich mag es, wenn man immer ein wenig hinter die Kulissen blickt und mehr über die einzelnen Berufe erfährt.

        Die neue Lara ist ihnen aber wirklich gut gelungen, finde ich.
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1061608
Tomb Raider
Tomb Raider: Lara sollte mehr sein als ein Mann mit Brüsten - Autorin Rhianna Pratchett im Interview
Das neue Tomb Raider präsentiert dem Spieler auch eine neue Lara Croft. Im Interview spricht die Autorin Rhianna Pratchett über die Rolle von Schreibern in der Spieleindustrie, die Philosophie hinter der neuen Lara und wieso die Archäologin nicht nur ein männlicher Charakter mit Brüsten sein soll. Sie spricht auch über einen Lernprozess, der in der Industrie einsetzen muss, um in Zukunft noch bessere Geschichten erzählen zu können.
http://www.pcgames.de/Tomb-Raider-Spiel-39154/News/Tomb-Raider-Lara-sollte-mehr-sein-als-ein-Mann-mit-Bruesten-1061608/
21.03.2013
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2013/03/rhianna_pratchett.jpg
tomb raider,square enix,action-adventure
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