Splinter Cell: Pandora Tomorrow
Pandora Tomorrow
Der Spion ist in eine Spy Trap gestolpert und wird jetzt als roter Punkt auf dem Radar angezeigt.
ist kein Spiel der großen Zahlen: Zwei Teams und bis zu vier Spieler treten im Mehrspieler-Part gegeneinander an; Fahrzeuge gibt es gar keine. Das mag im Vergleich zu aktuellen Online-Hits wie Battlefield und Co. lächerlich anmuten - dennoch ist der jüngste Splinter Cell-Sprössling eines der spannendsten und taktisch anspruchsvollsten Multiplayer-Action-Spiele der letzten Jahre. Wenn man als Söldner einem Schatten folgt, plötzlich ein verdächtiges Geräusch hört, herumfährt und urplötzlich einem zum Schlag ausholenden Spion gegenübersteht, schießt der Adrenalinpegel in ungeahnte Höhen. Die Rollen sind ähnlich wie in Counter-Strike fest verteilt: Aufseiten der Söldner spielen Sie in Ego-Perspektive und verteidigen das Zielgebiet, bis die Rundenzeit abgelaufen ist, während Spione je nach Aufgabenstellung versuchen, sich in Terminals einzuhacken, Biowaffen zu stehlen oder Laboreinrichtung zu sabotieren. Von zentraler Bedeutung sind auf beiden Seiten die vielfältigen Gadgets. So haben Söldner es beispielsweise deutlich leichter, wenn sie direkt nach Spielbeginn so viele Eingänge wie möglich verminen. Und falls Sie einen Spion in einer dunklen Ecke erahnen, können Sie eine phosphoreszierende Granate werfen: Falls sich dort tatsächlich jemand verkrochen hat, wird er von den Splittern getroffen und bleibt für kurze Zeit sichtbar.
Stein-Schere-Papier
Diese Position ist viel zu hell und daher als Versteck denkbar ungeeignet - wenn der zweite Spion im Hintergrund nicht rechtzeitig angreift, fliegen wir auf.
Der Clou: Trotz der enormen Unterschiede sind beide Parteien nahezu perfekt ausbalanciert: Für jedes gegnerische Manöver verfügen Sie getreu dem Stein-Schere-Papier-Prinzip über das passende Gegenmittel. "Du musst immer versuchen, vorauszuahnen, wie der nächs-te Schritt deines Gegners aussieht", erklärt Gunther Galipot, der für den Mehrspieler-Part verantwortliche Spieldesigner. "Ein Beispiel: Als Spion habe ich versucht, den Söldner mit einer Blendgranate außer Gefecht zu setzen, um Zeit zum Verschwinden zu haben. Aber er konnte seinen Sichtmodus schnell genug umschalten, so dass der Blitz ihn nicht geblendet hat. Beim nächsten Spiel hatte ich die Lösung: Ich habe erst eine Chaff-Granate geworfen und damit sein Sichtgerät funktionsuntüchtig gemacht - danach hatte er keine Chance mehr gegen meine Blend-Granate."

