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Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas (PC)

Release:
16.11.2009
Genre:
Action
Publisher:
Ubisoft

Rainbow Six: Vegas

06.01.2007 15:00 Uhr
|
Neu
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Rainbow Six: Vegas Mit einem weiteren Tastendruck legen Sie dann noch fest, welche zwei Gegner zuerst über den Jordan gehen sollen. Ist alles vorbereitet, stürmen Ihre KI-Kollegen nach Ihrem Befehl los und erledigen die Drecksarbeit. Das Erfolgserlebnis, das ein solcher Zugriff beschert, ist grandios und macht einiges der dichten Atmosphäre des Spiels aus. Diese clevere Vorgehensweise, die sich durch das gesamte Spiel zieht, nennt sich OPA (Observe, Plan, Assault) und ist wohl der wichtigste tak-tische Baustein von Rainbow Six: Vegas.

Duck dich

Trotz dieser Taktik geraten Sie immer wieder in actionreiche und brandgefährliche Feuergefechte. Damit Sie im Kugelhagel eine Chance haben, pressen Sie sich einfach mit gedrückter rechter Maustaste an die nächste Wand, die Kamera schaltet dabei in die Außenperspektive. Von dort aus linsen Sie um die Ecke und schießen zurück.

Wird's besonders bleihaltig, halten Sie einfach Ihre Waffe aus der Deckung und ballern grob in Richtung des Gegners. Das klappt erstaunlich gut, nur selten hockte sich Teamführer Logan ungünstig ins Feindfeuer oder wollte gar nicht mit dem Rücken zur Wand. Gerade in späteren Levels wird diese Taktik zur Pflicht. Ohne Deckung zu feuern bedeutet nämlich das schnelle Aus.

Einen Gesundheitsbalken besitzen Sie und Ihre Kollegen jedoch nicht. Werden Sie getroffen, verschwimmt der Bildschirm, wie zum Beispiel in Call of Duty 2. Eine kurze Verschnaufpause lässt die Sicht wieder klar werden. Gehen Ihre Mitstreiter zu Boden, richten Sie sie mit einer wohl-tuenden Spritze wieder auf.

Schau, wie schlau!

Rainbow Six: Vegas Ihre Widersacher stehen der Intelligenz Ihrer Begleiter in nichts nach. Sie hechten in Deckung, feuern gezielt und treffen gut. Dabei wagen sie sich nur für ein paar kurze Feuerstöße aus der Deckung. Außerdem schreien sie Befehle hin und her oder werfen Ihnen unter anderem Beleidigungen und wüste Beschimpfungen an den Kopf. Einziger Kritikpunkt an den KI-Terroristen: Sie sind zu zahlreich.

Nicht selten legen Sie sich mit einer gigantischen Übermacht an, die aus allen Ecken auf sie feuert. Dazu kommen geskriptete Ereignisse, die eine neue Welle an Gegnern auf Sie loslässt. Hier geht etwas Atmosphäre flöten, die Schurken wirken willkürlich in den Levels platziert. Außerdem scheinen die Bösewichter eine große Klonfamilie zu sein, denn pro Abschnitt gleichen sich die Gegner meist wie ein Ei dem anderen.

Höchst erfreulich: Ihre Feinde nutzen die gleichen Taktiken wie Sie auch. Öfters fliegen Ihnen Blendgranaten um die -Ohren oder die Verbrecher tarnen Ihre Laufwege mit Rauchbomben. So ist es uns passiert, dass wir einen Raum stürmten und sofort von einer Blendgranate außer Gefecht gesetzt wurden. Als wir wieder sehen konnten, seilten sich bereits einige Terroristen vor uns ab und nahmen uns unter Feuer. Einsatz gescheitert, neu laden.

Das Problem dabei: Eine Schnellspeicherfunktion suchen Sie bei Rainbow Six: Vegas vergeblich. Das Spiel erstellt automatisch Speicherpunkte, die allerdings rar gesät sind. Taktisches und vorsichtiges Vorgehen wird somit zur Pflicht. Das ist im -Großen und Ganzen akzeptabel, nur bei manchen extrem knackigen Stellen hätten wir uns zumindest ein paar mehr Speicherpunkte gewünscht.

Die neue Schönheit

Rainbow Six: Vegas Rainbow Six: Vegas ist neben Splinter Cell: Double Agent eines der ersten Spiele, das mit der neuen Unreal-Engine 3 entwickelt wurde. Die Resultate sind verblüffend: Noch nie sahen -Anti-Terror-Einheiten in einem Spiel so detailliert aus. An den Recken erkennt man jeden einzelnen Ausrüstungsgegenstand, die Gesichtszüge verzerren sich beim Schießen und die Bewegungen sind dank aufwendigem Motion-Capturing-Verfahren butterweich und lebensecht gelungen.

Dazu tauchen stimmungsvolle Lichteffekte die Wüstenstadt in ein traumhaftes Licht. Szenen von Schießereien in funkelnden Casinos, mit platzenden Automaten und herumwirbelnden Gegenständen sorgten in unserer Redaktion für offene Münder. In den vollen Genuss der Effekte kommen allerdings nur Zocker mit einem hochmodernen Rechner. Taktikern, die sich an dem beinharten Schwierigkeitsgrad nicht stören, empfehlen wir einen ausgiebigen virtuellen Ausflug nach Las Vegas.

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
87 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Taktisch anspruchsvolle Ballerei
Hoher Schwierigkeitsgrad
Toll animierte Terroristenjäger
Gegnermassen kosten Glaubwürdigkeit
Unverbrauchtes Szenario
   
Robert Horn
Mit neuer Grafik und klasse Gameplay erstürmt das Spiel die Genrespitze.
Ich war zu Beginn sehr gespannt, ob Rainbow Six: Vegas meine Erwartungen erfüllt. Nach kurzer Spielzeit war klar: Es ist gut, richtig gut sogar. Was die Grafik anbelangt, haben sich die Entwickler mächtig ins Zeug gelegt. Die Bewegungen der Akteure sehen so lebensecht aus, dass ich meine Teamkollegen oftmals ohne Grund durch eine bereits geöffnete Tür stürmen lasse, nur um ihre Geschmeidigkeit zu bewundern. Etwas schade finde ich, dass die Handlung nicht zu 100 Prozent in Las Vegas spielt, denn zwischen Neonlichtern und Spieltischen macht die Terroristenhetze richtig Spaß. Dass Rainbow Six: Vegas schwer ist, stört mich kaum. Die Terroristen sind eben nicht bloßes Kanonenfutter, sondern wehren sich mit taktischen Manövern. Dafür muss ich öfter neu laden und beiße mir an manchen Stellen minutenlang die Zähne aus. Da mir das Spiel bei jeder Situation aber unterschiedliche Zugriffswege anbietet, bin ich immer motiviert, mein Können erneut zu testen. Für Taktiker ist Rainbow Six: Vegas auf jeden Fall die Kaufempfehlung für Weihnachten.
   
   
Sebastian Thöing
Die Stadt der Sünde ruft und ich gehorche! Dafür schicke ich sogar SWAT 4 in den Ruhestand.
Weniger Action, mehr Taktik! Das war mein Wunsch, nachdem ich Rainbow Six: Lockdown enttäuscht beiseite legte. Meine Gebete wurden erhört! Zwar hielt meine Befürchtung, die Rainbow Six-Serie könnte erneut verkorkst werden, bis zum Test an, doch bereits nach den ersten Minuten waren alle Zweifel wie weggeblasen. Taktisches Vorgehen, schlaue KI-Kollegen, viele Deckungsmöglichkeiten und eine Grafik zum Dahinschmelzen. Was will das Taktik-Shooter-Herz mehr? Allerdings krankt Vegas ein wenig an der Hintergrundgeschichte. Zwar sind die Aufträge spannend gestaltet, der rote Faden dahinter ist jedoch sehr dürftig. Als alter Tom-Clancy-Fan erwartete ich zwar nichts anderes, tief in meinem Spielerherzen wünschte ich mir aber eine ausgeklügelte Story. Dennoch: Rainbow Six: Vegas ist ein Fest für Taktik-Shooter-Fans!
   
Print-Redakteur
Moderation
06.01.2007 15:00 Uhr
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