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Titan Quest (PC)

Release:
16.02.2009
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
THQ

Iron Lore Entertainment geschlossen - Michael Fitch von THQ nimmt Stellung!

03.03.2008 16:00 Uhr
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10°
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Spieler, Journalisten, Hardware-Verkäufer und Raubkopierer teilen sich die Schuld.

Iron Lore Entertainment geschlossen - Michael Fitch von THQ nimmt Stellung! Am 19. Februar 2008 schloss das für Titan Quest verantwortliche Entwicklerstudio, Iron Lore Entertainment, seine Pforten. Gründe für die Schließung des Unternehmens wurden nicht genannt. Jetzt meldet sich Michael Fitch, Kreativdirektor bei THQ, zu Wort.

In den Quarter to Three-Foren erörtert und begründet er die Schließung von Iron Lore Entertainment. Schuld seien neben Spielern, Redakteuren und Hardware-Verkäufern vor allem die unzähligen Raubkopierer.

"Hätte nur eine geringe Anzahl derer, die auf illegale Weise an das Spiel gelangt sind, Geld dafür ausgegeben und die mehr als 40 Stunden Unterhaltung dadurch gewürdigt, wäre heute alles anders", so Michael Fitch.

Mit den Raubkopien einher ginge der schlechte Ruf von Titan Quest, noch bevor das Spiel überhaupt in den Läden stand. Raubkopierer, die sich das Spiel schon vor der Veröffentlichung aus dem Internet geladen hatten, klagten in Foren über unzählige Bugs, die beim Starten einer Quest das Spiel zum Absturz brachten. Entgegen dieser "Fehlerreports" sei der Auslöser für die Abstürze ein Kopierschutz gewesen.

Weitere Kritik feuert Michael Fitch Richtung Hardware-Verkäufer: "Ein PC-Spiel zu entwickeln, ist ohnehin ein Alptraum. Jedoch machen diese Leute es noch schwerer. Integrierte Videochip und integrierte Audiosysteme - diese beiden Aspekte bereiten uns besonders Kopfschmerzen. Auf die billigste Hardware zurückgreifend, fehlt bei diesen Komponenten oftmals der komplette Treibersupport. Darüber hinaus kommt es nicht selten zu bizarren Kompatibilitätskonflikten mit anderer Hardware".

Zu guter Letzt wirft Michael Fitch sowohl Spielern, als auch Spieleredakteuren einen Mangel an Kompetenz vor. Erstere seien nicht in der Lage, ihre PCs mit aktuellen Treibern und Anti-Virus Software zu aktualisieren, letztere scheinen in einigen Fällen unsauber gearbeitet zu haben.

Moderation
03.03.2008 16:00 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 1
06.05.2010 10:56 Uhr
Ach bitte. Das Spiel war inhaltlich extrem langweilig, schlecht designed und die Grafikengine war ein witz (für die hässliche Optik VIEL, VIEL zu hardwarehungrig).

Und ja, ich hab die Vollversion (wenn auch nur die 10-Euro "grabbelkisten" Version).

Aber klar, es ist immer einfacher anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.

V.a. derartige Spiele (Diablo-Clone) leben vom Multiplayer. Wollen die mir erzählen, dass die es nicht schaffen, was Diablo 2 schafft, eine einfache Cd-Key-Abfrage zu entwickeln, dass nur Leute mit original Key online Spielen können?

Man schaue sich nur das Battlenet an, was es da noch Diablo 2 Spiele(und Spieler) gibt.

Aber da sieht man es mal wieder, ALLE ANDEREN haben Schuld. Nur man selbst nicht.

Nein, man hat das Spiel nicht unsauber programmiert, die Leute haben einfach nur die Ausbildung zum Systemanalytiker bösartig unterlassen, so also nicht die letzten paar Frames aus ihren Rechner gequetscht.

Auch die Spieleredakteure sind natürlich schuld. Für ein absolut uninspiriertes Spiel keine absolute Höchstwertung vergeben, wo kommen wir denn da hin? Am Ende kann sich der Kunde noch darauf verlassen, dass ein schlechtbewertes Spiel auch schlecht ist... das wäre ja das Ende vom Anfang.


Zu dem Problem mit den Bugs und dem Kopierschutz: gleiches "Problem" hatte bspw. auch Batman: Arkham Asylum, der Gleitflug ging in frühen geleakten/gecrackten Versionen nicht. Und dennoch hat sich das Spiel gut verkauft, weil es einfach gut gemacht war.

Kein Wunder wieso sich viele in der Industrie (v.a. Ubisoft) derzeit so ins Aus schießen, wer eigene (OFFENSICHTLICHE) Fehler ignoriert, auf Raubkopierer schimpft und EIGENE KONSUMENTEN, DIE EHRLICHES GELD BEZAHLT HABEN, derartig vor den Kopf stößt, der braucht sich nicht wundern, wenn der "consumer dollar" woanders landet.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
11.03.2008 04:22 Uhr
Zitat: (Original von lillith272 am 03.03.2008 16:26)
Zitat: (Original von Aithir am 03.03.2008 16:12)
Naja, aber ein Grund für die Schließung ist das ja nicht. Viel ein blinder Angriff auf den PC als Plattform. Aktuelle Treiber haben in den wenigsten Fällen etwas mit der Lauffähigkeit eines Spiels zu tun und schlecht verkauft hat sich Titans Quest auch nicht.


Oh doch...die Verkaufszahlen sind ziemlich desaströs. Davon könnte man noch nicht mal ein Zehntel des Teams durchfüttern.
Mich wundert es nicht, dass sie deswegen schließen müssen.


bei anderen spielen, die als vollpreis wie blei in den läden lagen gabs durch ne ordentliche preisreduzierung dann am ende doch ne anständige anzahl käufer und somit nen halbwegs guten gewinn...

bei titan quest aber blieb der preis lange hoch, ist meiner meinung nach auch noch hoch... irgendwie verfehlte verkaufspolitik

richtig arm finde ich aber die herleitung anhand der bugs...
weil zu viele es raubkopiert haben und der kopierschutz grund für bugs waren, gabs ne negative meinung zu tq im netz und darum haben viele mit dem kauf gezögert... - und wer legal es gekauft hat und trotzdem bugs hatte, der war halt zu blöd, sein system nicht sauber...  also bitte  
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
10.03.2008 23:37 Uhr
Zitat: (Original von Eberhard am 10.03.2008 15:54)
Die unrühmliche Rolle von Spielemagazinen ist natürlich ein weiterer Punkt.

Da werden ganze Genres totgeschwiegen und runtergeschrieben (erst Adventures, dann Wirtschaftssimulationen), der unsägliche Grafikhype mit Vokabeln wie "altbackene Grafik" und Grafik von gestern" unterstützt und kleinere, mutige Anbieter in die Nebenseiten verbannt.

Und dann wird sich gewundert, warum das Qualitätsbewusstsein jenseits des Grafikanspruchs bei den meisten Jungspielern nicht sehr ausgeprägt ist.

Anhand diverser Beiträge kann man die Konsoleros klar von den PC-Usern auseinanderhalten.
Irgendwie geht einem dieses Geleier auf den Sack.
Und das Statement zum Fehlwurf TQ auch.
Böse Raubkopierer.  
Fällt einem nichts mehr ein, kommt das "Schlag mich Tot" Argument.

Mit Super Mario und Stromberg kann man nicht diskutieren, da diese andere Meinungen nicht akzeptieren.  
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
10.03.2008 15:54 Uhr
Die unrühmliche Rolle von Spielemagazinen ist natürlich ein weiterer Punkt.

Da werden ganze Genres totgeschwiegen und runtergeschrieben (erst Adventures, dann Wirtschaftssimulationen), der unsägliche Grafikhype mit Vokabeln wie "altbackene Grafik" und Grafik von gestern" unterstützt und kleinere, mutige Anbieter in die Nebenseiten verbannt.

Und dann wird sich gewundert, warum das Qualitätsbewusstsein jenseits des Grafikanspruchs bei den meisten Jungspielern nicht sehr ausgeprägt ist.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
10.03.2008 15:25 Uhr
Der gute Mann schiesst zwar ein wenig sehr breit um sich, aber er hat natürlich Recht.

Unter den vielen Spielern, die das Game kostenlos (und excessiv) gespielt haben, waren bestimmt etliche, die es sich hätten leisten können, das Spiel auch zu kaufen.
Und genau die hätten es auch tun sollen.

Nicht jede einzelne Kopie schädigt den Hersteller (z.B. die von solchen, die das Game sowieso nie gekauft hätten, tun das nicht), aber die schleichende Überzeugung, dass illegale Kopien in Ordnung sind, die schädigen den Hersteller, weil dann auch diejenigen ruhigen Gewissens mit Kopie spielen, die sonst vielleicht gekauft hätten.

Um die Hersteller seiner Wahl und seiner Vorliebe zu unterstützen, muss man nun mal Geld in die Hand nehmen, das hilft nix.
Und wenn man dafür Dreck fressen und beim Nachbarn Rasen mähen muss.
Wird für viele Zeit, das mal einzusehen.

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