Fischsterben in der Urzeit: Artenvielfalt im Meer niedriger als vermutet
In Ozeanen leben wesentlich weniger Tierarten, als gedacht. Sogar in Seen und Flüssen ist die Vielfalt größer.
Eigentlich könnte man meinen, dass in Ozeanen geradezu grenzenlose Artenvielfalt herrscht. So wurden gerade in den Tiefen Regionen schon häufiger skurril wirkende Wesen entdeckt. Eine neue Studie zeigt, dass die Realität allerdings ganz anders aussieht. So bedecken Ozeane rund 70 Prozent der gesamte Fläche der Erde. Im Gegensatz dazu leben jedoch nur 20 Prozent aller Tierarten in den Meeren.
Zu diesem Ergebnis kamen Greta Carrete Vega und John Wiens von der Stony Brook University in New York. Für ihre Studie teilten sie Fischarten auf. So wird eindeutig zwischen Meeren einerseits und Flüssen sowie Seen andererseits unterschieden. Obwohl wesentlich mehr Fläche der Erde von Ozeanen bedeckt wird als von Flüssen und Seen, gibt es dort weniger Tierarten. So gibt es im Meer 14.736 Arten, in Flüssen und Seen 15.149.
Außerdem fanden die Forscher heraus, dass sowohl im Meer als auch in Flüssen und Seen die Tierarten von einem evolutionären Standpunkt recht jung sind. Daraus lässt sich die Theorie ableiten, dass es in der Urzeit für ein Massensterben von Fischarten gekommen sein könnte. Dabei hätte auch eine Großzahl der verschiedenen Arten aussterben können, was die geringe Anzahl an Artenvielfalt im Ozean erklären würde.
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