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  • Thief im Test: Ab sofort erhältlich

    Eidos Montreal bewies mit Deus Ex: Human Revolution, wie man eine ehrwürdige PC-Marke erfolgreich wiederbelebt. Ob dies den Entwicklern mit dem Reboot von Thief erneut gelingt, haben wir in unserem umfassenden Test zum Schleichabenteuer Thief 4 überprüft.

    Knapp zehn Jahre war er untergetaucht: Garrett, der in dunkles Leder gekleidete Meisterdieb mit Augenimplantat, stahl zuletzt 2004 in Deadly Shadows von den Reichen. Fans der Schleichspielreihe denken noch wehmütiger ans Debüt Dark Project: Der Meisterdieb und ans darauf folgende The Metal Age zurück. Im nun runderneuerten, mächtig aufpolierten vierten Ableger will Eidos Montreal die besten Elemente der Vorgänger möglichst vereinen. Schaffen die Entwickler es, einem PC-Klassiker neues Leben einhauchen, so wie bei Deus Ex: Human Revolution?

    Die Stimmung passt!

    In Previews erlebten wir Thief bislang nur auf Konsole, für diese Ausgabe erreichte uns die PC-Review-Fassung, allerdings nicht in der finalen Version. Damit spielten wir zunächst den in acht Kapitel unterteilten Story-Modus in gut 21 Spielstunden komplett durch. Die gute Nachricht dabei ist: Im neuen Thief stecken eine Menge Spielelemente und Details, die uns an die Vorgänger erinnern. Das beginnt mit Orten, Namen, Symbolen und mystischen Hintergründen, welche schon in Dark Project für Spannung sorgten. Dazu erleben wir - ähnlich wie in The Metal Age - ein dunkles Steampunk-Szenario, das optisch problemlos auch als Showbühne für Dishonored dienen könnte. Und letztlich lässt die in mehrere Viertel aufgeteilte, sich dem Spieler nach und nach öffnende Stadt, nonlineare Streifzüge wie in Deadly Shadows zu. Bei der düster gehaltenen Grafik gefallen uns besonders die Licht-, Schatten- und Partikeleffekte. Oberflächentexturen zeigen bei naher Betrachtung jedoch mitunter verwaschene Züge. Das tut der ansonsten sehr gelungenen Thief-Atmosphäre jedoch keinen Abbruch.

    Flott zu Fuß, aber etwas störrisch - die Steuerung im Spiel

    Thief: Das stimmige Start-Szenario führt den Spieler in die Steuerung und die Geschichte von Thief ein. Thief: Das stimmige Start-Szenario führt den Spieler in die Steuerung und die Geschichte von Thief ein. Quelle: Square Enix Mithilfe von Maus und Tastatur scheuchen wir Garrett durch die verschachtelten Levels der Stadtbezirke. Das Mittendrin-Gefühl, das wir schon bei den Preview-Events auf der Konsole erlebten, bietet auch die PC-Fassung. Das klappt mit Maus und Tastatur weitestgehend gut. Was uns jedoch auffällt, ist, dass trotz Maximalanschlag für die Mausempfindlichkeit die Bewegungen etwas zu träge umgesetzt sind. Beim schwungvollen Springen über Objekte verändert sich außerdem die Kamerasicht oft abrupt zur Seite hin, was für leichte Desorientierung sorgt. Auch die Tatsache, dass man nur von ganz bestimmten Stellen an einer Kante hochspringen oder ein Seil ergreifen kann, gerät mitunter zur Fummelarbeit - insbesondere dann, wenn man von Wachen verfolgt wird und es heftig zur Sache geht. So manches Mal standen wir beispielsweise zu nahe an einem Sprungpunkt, Garrett verweigerte dann den Dienst, seinen Kletterhaken zu benutzen - "Zapp" und schon hatten wir einen Armbrustpfeil der Wachen im Rücken. Für die Feinheiten der Steuerung ist daher etwas Einarbeitung nötig, am besten übt man dies mit aktiviertem Fokus und Anzeige der Interaktionstasten. Danach gelingt es aber selbst mit abgeschalteten Hilfsanzeigen, sich schnell und geschmeidig durch die Levels zu bewegen.

    Komfort und Hilfe auf Wunsch - viele Optionen

    Thief enthält jede Menge moderne Gameplay-Elemente, die im Vorfeld bei skeptischen Fans jedoch Sorgenfalten auf die Stirn zeichneten. Da wäre etwa das Fokus-System zu nennen, eine Art magisches Hilfs-mittel, mit dem Garrett sich das Spiel erleichtern kann. Damit lassen sich etwa Interaktionsobjekte aufspüren oder es macht Garrett im Kampf effektiver. Ein Quest-Marker weist einem den Weg durch den verschachtelten Stadtaufbau. Obendrein gibt's eingeblendete Tastenanzeigen, die genau vorgeben, wann und mit welchen Keyboard- oder Gamepad-Knöpfen welche Aktion möglich ist. Einsteigerfreundlicher geht's kaum noch.

    Thief: Test-Video der PC-Version

    03:56
    Thief: Meisterdieb Garrett schleicht sich durch unser PC-Testvideo


    Doch was ist mit den altgedienten Dieben und Fans anspruchsvoller Kost? Für die geben wir in weiten Teilen Entwarnung - denn die Entwickler von Eidos haben etwas Entscheidendes richtig gemacht und das verbirgt sich hinter dem Begriff "Optionalität". Alle zuvor genannten Hilfen und auf benutzerfreundlich getrimmten Features lassen sich Stück für Stück deaktivieren. Allein für die Darstellung der Benutzeroberfläche stehen 18 Einstellungen zur Wahl, was man sich anzeigen lassen möchte. Wer keine Lust auf Fokus-Geschichten oder Tastatur-Anzeigen hat, sich nichts aus Minimaps oder Levelkarten, Fadenkreuz und Questmarker macht - bitte sehr, solche Elemente lassen sich jederzeit im Verlauf einer Mission abschalten. Wir haben im Test mehrfach unterschiedliche Konfigurationen ausprobiert und zum Vergleich auch noch mal die Vorgänger angespielt. Fazit: Wer die neuen Features dezent einsetzt, darf sich auf klassisches Thief-Feeling freuen. Dank der einstellbaren Hilfen ergeben sich auch weniger Frustmomente als in den Vorgängern.

    Andere Handicaps, wie etwa keine Speichermöglichkeit in einer Mission, oder zusätzliche Erschwernisse, wie etwa das Scheitern eines Auftrages, sobald man entdeckt oder verletzt wird, legt man zu Spielbeginn fest. Solche Parameter konnte man in den Vorgängern vor jeder Mission festlegen, im neuen Thief trifft der Spieler diese Entscheidung einmalig für einen kompletten Spieldurchgang, was etwas schade ist.

    Eine Diebesgeschichte

    Thief: NPC Basso ist für Fans der Reihe ein alter Bekannter. Thief bietet an etlichen Stellen Details, die an die Vorgänger erinnern. Thief: NPC Basso ist für Fans der Reihe ein alter Bekannter. Thief bietet an etlichen Stellen Details, die an die Vorgänger erinnern. Quelle: Square Enix Als dramaturgischen Einstieg wählt Thief den Verlust von Garretts "Berufskollegin" Erin, gefolgt von einer längeren Abwesenheit des Meisterdiebs. Jetzt kehrt Garrett in die völlig veränderte City zurück, um Fragen zu beantworten - was hat es mit den Umständen von Erins Tod auf sich, welche Rolle spielt die geheimnisvolle Urkraft, von der im Prolog die Rede ist. Welche Pläne haben der finstere Stadtbaron und der in der Stadt herrschende Widerstand? Die wichtigsten Story-Elemente gibt Garrett stets in trockenen, fast nüchtern erzählten Kommentaren wieder. Hier und da gibt es cineastische Zwischensequenzen mit wichtigen Charakteren, hübsch inszeniert und schön anzuschauen. Wie für die Thief-Reihe üblich, gehören auch mystische Abschnitte zur Geschichte, wie etwa Traumsequenzen, die Garrett absolviert, oder Flashback-Szenen. Die Story ist spannend genug, um den Spieler neugierig zu machen, wie es weitergeht. Zum Ende hin bleiben aber auch etliche Fragen offen, nicht alles ist in sich schlüssig erklärt oder gar beantwortet - Fortsetzung folgt?

    Kleinere Geschichten erlebt man anhand von Textdokumenten, die in der ganzen Stadt verteilt zu finden sind. Insgesamt 208 solcher Schriftstücke geben gute Einblicke in das raue Leben der City und ihrer Bewohner. Aber sie geben Garrett auch wichtige Hinweise, wo es möglicherweise wertvolle Beute gibt, oder spielen ihm sogar Zahlenkombinationen zu, um Safes zu knacken. Solche Kleinigkeiten tragen zur sehr guten Atmosphäre im Spiel bei.

  • Thief 4
    Thief 4
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Eidos
    Release
    28.02.2014
    Es gibt 94 Kommentare zum Artikel
    Von Tenolin
    Diese hohe Bewertung ist mir ein Rätsel und viele der Pro-Punkte nicht nachvollziehbar. Fantastisch designte Level,…
    Von LoneWolf1985
    Naja, die Hitman-Serie ist schon genial. Wobei ich persönlich sagen muss, dass ab Teil 3 die Serie doch nen guten…
    Von Sturm-ins-Sperrfeuer
    Wenn du ein the dark Project erwartest, wirst du enttäuscht. Es ist moderner und gestreamlined. Kennst du Hitman…
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Thief 4
Thief im Test: Ab sofort erhältlich
Eidos Montreal bewies mit Deus Ex: Human Revolution, wie man eine ehrwürdige PC-Marke erfolgreich wiederbelebt. Ob dies den Entwicklern mit dem Reboot von Thief erneut gelingt, haben wir in unserem umfassenden Test zum Schleichabenteuer Thief 4 überprüft.
http://www.pcgames.de/Thief-4-Spiel-15905/Tests/Thief-im-Test-Ab-sofort-erhaeltlich-1110548/
28.02.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/02/Thief_02-pc-games_b2teaser_169.png
thief,square enix,action-adventure
tests